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Mein Gott, die Mühldorfer

  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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Mein Gott, können die Mühldorfer sich fetzen. Ungläubig schaut der brave Waldkraiburger Zeitungsleser in diesen Tagen ins gemeinsame Lokalblatt und wärmt sich im kühlen Spätwinter an den Reibungen in der Kreisstadt.

Wo doch im eigenen Laden gar nichts mehr hitzig ausgetragen wird, alles eitel Sonnenschein zu sein scheint. Kein Hauen, kein Stechen in der Kommunalpolitik. Der Sterr (CSU) und der Vielsack (UWG) ein Herz und eine Seele. Und alle anderen auch. Woran‘s liegt? Wer weiß? Am ausgleichenden Wesen des Bürgermeisters, der Buddha gleich alle harmonisiert und integriert, von der AfD bis zu den Grünen, CSU, UWG und sogar Fischers SPD?

Freilich, kulturaffine, anspruchsvolle, weniger konfliktscheue Waldkraiburger könnten sich durchaus auch zu anerkennenden Gefühlen in Richtung Kreisstadt hinreißen lassen. Denn immerhin streiten sich die Mühldorfer noch. Über Kultur!? Über ihren Kultursommer.

Das käme in Waldkraiburg wahrscheinlich keinem Kommunalpolitiker in den Sinn. Über Kultur zu streiten. Nicht nur, weil einem das in Corona-Zeiten wirklich manchmal vergehen kann. Sondern auch, weil sich die Zeiten geändert haben.

Früher hätten derlei Händel in der Nachbarstadt unweigerlich dazu geführt, in die offene Flanke zu stoßen und dem ganzen Landkreis zu zeigen, wo die wahren Kulturmenschen sitzen. Mindestens ein Alternativprogramm, wenn nicht die Verlegung des gesamten Mühldorfer Kultursommers nach Waldkraiburg, und zwar im Handstreich, wäre die Folge gewesen.

Und heute? Soll das ein Biotop werden? Erkundigte sich neulich im Bauausschuss Stadtrat Christoph Vetter, dem die Arbeiten auf dem Vorplatz vor dem Haus der Kultur viel zu langsam vorankommen. Neu gefasst mit dem Stiftungsmuseum wäre dieser Platz eine ideale Location für Freilichtveranstaltungen. Aber es ist ja noch Zeit bis zum Sommer...

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