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„Mühldorf Mobil“

Mehr Mobilität für Ältere – Sieben Gemeinden im Landkreis Mühldorf beteiligen sich

Die über den Landkreis verteilt bereitstehenden Mümo-Fahrzeuge können vom jeweiligen Nutzer dank Tankkarte überall an E-Ladesäulen aufgetankt werden.
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Die über den Landkreis verteilt bereitstehenden Mümo-Fahrzeuge können vom jeweiligen Nutzer dank Tankkarte überall an E-Ladesäulen aufgetankt werden.

Damit auch jüngere Menschen von den Mobilitätslösungen profitieren können, sind zu den E-Autos einige E-Bikes und ein E-Roller dazu gekommen.

Mühldorf – Gerade einmal sechs Teilnehmer zählte die Online-Vorstellung des Projekts „Mümo für alle – Mobilität und Soziales“.

Ziel der Veranstaltung war es, älteren Menschen Mobilität zu sichern: Es galt, Mitfahrgelegenheit und Fahrdienste auszumachen und neu zu schaffen. Hierzu hatten das Landratsamt Mühldorf und der Verein Landmobile eingeladen.

Mit Mümo Dienste für Ältere anbieten

Wenn die Fahrtüchtigkeit nachlässt, sind viele ältere Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Erledigungen stellen dann eine große Herausforderung dar. Durch die örtlichen Kooperationen sollen beispielsweise Fahrten zum Arzt oder zu Veranstaltungen übernommen oder die Lieferung von Medikamenten und Lebensmitteln mit Mümo-Fahrzeugen durchgeführt werden.

Projektleiterin und Mitarbeiterin im Verein Melanie Buchner stellte das Projekt vor. Astrid Matejka erläuterte das Pilotprojekt eines Anrufsammeltaxis in den Gemeinden Oberbergkirchen, Mettenheim und Zangberg vor. Dessen Start wird frühestens 2023 erwartet.

Derzeit beteiligen sich sieben Gemeinden im Landkreis an dem seit 2020 laufenden Projekt „Mühldorf Mobil“, kurz „Mümo“. In Ampfing, Buchbach, Haag, Neumarkt-St. Veit und Schönberg steht jeweils ein Renault Zoe zur Verfügung. Oberbergkirchen und Schwindegg unterhalten je einen Nissan „eNV 200“ mit sieben Plätzen. Bereits seit September 2020 sind diese Elektrofahrzeuge in Betrieb.

Damit auch jüngere Menschen von den Mobilitätslösungen profitieren können, sind im Mai 2021 Mikrofahrzeuge hinzugekommen: Je ein E-Bike steht in Ampfing, Oberbergkirchen und Schwindegg. Einen E-Roller gibt es in Haag.

Erwachsene ab 18 Jahren dürfen die Autos fahren, anders als bei anderen Car-Sharern. Sie fordern oft ein Mindestalter von 21 Jahren für den Fahrer. Einen einzigen nicht privaten Nutzer des Projekts gibt es derzeit: In Neumarkt-St. Veit nutzt eine Arztpraxis die Fahrzeuge für Hausbesuche und Besorgungsfahrten. Finanziert wird die Anschaffung der Mümo-Fahrzeuge von der jeweiligen Kommune und dem Landkreis. Mümo ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Gemeinden haben eigene E-Ladesäulen

Entsprechend niedrig sind die Kosten für Autos, E-Bikes und Roller: Ein Auto kostet 2,50 Euro pro Stunde und 15 Cent pro Kilometer. Ein E-Bike oder Lastenrad gibt es für einen Euro die Stunde oder fünf Euro am Tag, und für einen E-Roller sind 1,20 Euro oder einer Tagespauschale von 9 Euro zu zahlen.

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Die Gemeinden haben E-Ladesäulen für die Fahrzeuge eingerichtet. Eine Tankkarte liegt im Auto, um auf längeren Fahrstrecken nachtanken zu können,

Am Ende der Online-Veranstaltung war zum Bedauern der Teilnehmer klar, dass sich kurzfristig keine weiteren Möglichkeiten für mehr Mobilität im Alter auftun lassen.

Mühldorf Mobil – Elektrofahrzeuge organisiert gemeinschaftlich nutzen

Das Landratsamt erklärt das Projekt auf seiner Internetseite: „Mümo (...) ist ein Sharing-Projekt und Teil des Förderprojektes ‚LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen‘, das auf drei Jahre ausgelegt ist. Der Landkreis Mühldorf und die sieben Projektkommunen Ampfing, Buchbach, Haag, Neumarkt-St. Veit, Oberbergkirchen, Schönberg und Schwindegg sind dafür Mitglied des Vereins Landmobile e.V. geworden.

Das Sharing-Angebot mit Elektroautos, E-Rollern, E-Bikes und E-Lastenrädern, die über eine App gebucht werden können, setzt sich als Ziel, das Angebot zeitnah auszuweiten. In der App sieht man, ob das Fahrzeug zur gewünschten Zeit verfügbar ist und kann dieses direkt buchen. Zur Nutzung muss man sich vorab online registrieren und bei der Kommune seinen Führerschein validieren lassen. Die Gebühren für die Nutzung sind eine Kombination aus Zeit- und Strecken- tarifen.“

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