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MEHR ARBEIT, WENIGER PERSONAL

Mehr Einsätze im Corona-Jahr: Aschauer Feuerwehr rückt bei 23 Bränden aus

Bei einem Busbrand auf der Traumstraße war die Feuerwehr Aschau im vergangenen Sommer gefordert.
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Bei einem Busbrand auf der Traumstraße war die Feuerwehr Aschau im vergangenen Sommer gefordert.
  • Kirsten Meier
    VonKirsten Meier
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Hinter der Aschauer Feuerwehr liegen anstrengende Monate: 2020 gab es deutlich mehr Einsätze, gleichzeitig hatte das Coronavirus für die Aktiven viele Einschränkungen mit sich gebracht. Doch es gibt erste Lichtblicke.

Aschau – Aktuell haben der Feuerwehrverband Bayern und die Kreisbrandinspektion Landkreis Mühldorf bekannt gegeben, dass der Übungsbetrieb mit der Löschgruppenregelung wieder aufgenommen werden darf. Auch Atemschutzübungen sind erlaubt. Noch ist zwar nicht alles in gewohntem Umfang möglich, aber dennoch ein Schritt in Richtung Normalität.

Mehr Arbeit mit weniger Personal

Die Feuerwehr in Aschau freut sich über die guten Nachrichten, denn hinter ihr liegt kein einfaches Jahr. 2019 war – gerade in gesellschaftlicher Sicht – noch sehr ereignisreich: Es gab ein neues Tanklöschfahrzeug und im Herbst 2019 stellte die Aschauer Wehr ihren Anbau und Renovierungsarbeiten fertig. Aber schon wenige Monate später war an Feiern, Übungen, Treffen, Veranstaltungen und den normalen Feuerwehralltag nicht mehr zu denken.

Wie sich Corona auf die Aschauer Feuerwehrarbeit auswirkt, erklärt Erster Kommandant Anton Bruckeder: „Wir hatten früher immer zwischen 40 bis 60 Einsätze im Jahr. Das war vor Corona. Die meisten Einsätze waren technische Hilfeleistungen, wie zum Beispiel Verkehrsunfälle. Zum Glück gab es bei uns keine Großbrände, sondern nur kleinere Brände, die schnell gelöscht waren.“

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2020 sah das alles jedoch anders aus. „Es gab einen Anstieg der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr. Nur fielen hier die Veranstaltungen weg, wo wir immer die Verkehrsabsicherung machten“, setzt er fort.

Sieben Brände und zehn technische Hilfeleistungen kamen vergangenes Jahr hinzu. Mehr Arbeit musste aufgrund der Corona-Vorschriften mit weniger Personal bewältigt werden. Für die Aschauer Wehr eine weitere große Herausforderung, die sie trotz allem einwandfrei meisterten.

Bruckeder ist seit 34 Jahren Feuerwehrmann, seit 2003 Erster Kommandant. Als Kreisbrandmeister geht sein Einsatz weit über Aschau hinaus. Die Feuerwehr ist ihm wichtig, vor allem die Kameradschaft. 59 aktive Floriansjünger sind bei der örtlichen Wehr im Einsatz. Corona machte ihnen das Leben nicht einfach.

„Die modulare Truppenausbildung konnte nicht abgeschlossen werden. Dabei ist diese enorm wichtig, denn ohne diese dürfen keine Fort- und Weiterbildungen besucht werden. Dass keine Übungen stattfinden durften, war natürlich eine Belastung. Bei Einsätzen konnte man nur auf die Routine bauen. Das reicht nicht aus“, sagt der 50-Jährige. Auch das Zusammensitzen nach Einsätzen habe gefehlt. „Ganz besonders bei schlimmen Ereignissen ist die Nachbesprechung enorm wichtig“, setzt er fort.

Für künstlichen Regen gesorgt

2020 war ein Jahr ohne Vereinsleben und ohne Kameradschaft, trotzdem gab es auch ein tolles Ereignis. „Wir wurden von der Filmproduktion angefordert, bei den Dreharbeiten von dem Kinofilm Beckenrand Sheriff mit unserem Tanklöschfahrzeug für künstlichen Regen zu sorgen“, erzählt Bruckeder.

Der Aschauer ist froh, dass die Feuerwehren im Landkreis auch außerhalb der Einsätze wieder aktiv werden dürfen, wenn auch unter strengen Vorschriften. Zur Wehr gehören auch elf Jugendliche, die ebenfalls wieder üben dürfen. Die Jugendübungen richten sich nach der Sieben-Tage-Inzidenz. Liegt dieser Wert unter 100, dürfen Übungen stattfinden, über 100 sind Treffen des Feuerwehrnachwuchses verboten.

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Bruckeder weiß den Teamgeist sehr zu schätzen. „Die Einsatzstärke ist trotz Corona erhalten geblieben. Die Kameraden waren immer da und machten ihre Arbeit klasse. Die Zusammenarbeit mit unserer Gemeinde ist hervorragend und die Vereine helfen sich gegenseitig. All das zeigt, dass Aschau in guten wie in schweren Zeiten zusammenhält.“

Feuerwehr im Einsatz

Einsätze 2019

40 Einsätze davon:

16 Brände

14 Technische Hilfeleistungen

Acht sonstige Einsätze wie Verkehrsabsicherung

Einsätze 2020

55 Einsätze davon:

23 Brände

24 Technische Hilfeleistungen

Sieben sonstige Einsätze wie Verkehrsabsicherung

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