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Diskussion um Radwege

Massings Bürger fordern Radweg bis nach Neumarkt – doch die Bürgermeister bleiben skeptisch

Radler können zwar den unbefestigten Rottweg (rot) als Radweg nutzen. Doch der führt nur nach Kinning.klinger
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Radler können zwar den unbefestigten Rottweg (rot) als Radweg nutzen. Doch der führt nur nach Kinning.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Über 550 Unterschriften liegen für Erstellung eines Konzepts zum Radwegebau vor. Das Ziel ist, eine möglichst hohe Fördersumme für Projekt abzurufen. Doch Massings Bürgermeister Christian Thiel ist trotz hoher Zuwendungen nicht begeistert. Er spricht vom „Gift des Zuschusses“

Massing – Ein Radweg von Neumarkt-St. Veit nach Hörbering: Immer wieder wird diese Variante einer Radwegverbindung in den Neumarkter Ortsteil als Vorschlag aus den Schubladen gezogen. Aktuell diskutiert wird der Weg, nachdem ein Hörberinger Radlfahrer erst vor wenigen Tagen einen schweren Unfall bei Kinning erlitten hatte.

Bereits im Mai dieses Jahres hat eine Initiative aus Massing einen Antrag auf Kommunalen Radwegebau bei der Marktgemeinde Massing eingereicht, nachdem der Bund immense Finanzhilfen von in Aussicht gestellt hat. In einem Antrag haben 553 Unterstützer die Erstellung eines Radwegekonzeptes für die Marktgemeinde Massing gefordert, mit dem Ziel, einen Förderantrag noch vor dem 31. Dezember 2021 zu stellen, um die größtmögliche Förderung von 80 Prozent zu erhalten.

Für Neumarkt interessant: Im Antrag wurde explizit auch ein Geh- und Radweg in Richtung Hörbering und dann weiter nach Neumarkt-St. Veit, der laut Antrag „in interkommunaler Zusammenarbeit“ entstehen soll, ins Auge gefasst.

Keine Fördergelder für unversiegelte Flächen

„Grundsätzlich ist jeder Radweg bei einer viel befahrenen Straße von Vorteil für die Sicherheit der Radfahrer. Mit dem neuen Sonderprogramm „Stadt und Land“ werden aber Wege wie unser Rottweg leider nicht gefördert“, sagt dazu Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG), der in den vergangenen Wochen mit dem Stadtrat viel über das Radwegenetz in Neumarkt diskutiert hatte.

Massing ist bereits tätig geworden

Sein Bürgermeisterkollege aus dem Markt Massing, Christian Thiel (SPD), geht noch näher ins Detail, was nun den Wegebau von Massing nach Neumarkt betrifft. Man habe nach Erhalt der Unterschriftenliste Kontakt zur Regierung aufgenommen, mit dem Landratsamt gesprochen und auch ein Ingenieurbüro sei bereits eingeschaltet worden, um die möglichen Radwegerschließung in seiner Gemeinde unter die Lupe zu nehmen.

Auch interessant: Witterung und Umplanung verzögern die Bauarbeiten des Radwegs von Feichten bis Egglkofen

Thiel spricht vom „Gift des Zuschusses“

Massings Bürgermeister spricht aber auch klar vom „Gift des Zuschusses“, wenn der Bund durch gut bestückte Zuschusstöpfe zwar Anreize liefere, die Verantwortung dann aber abschiebe. „Damit werden wieder weitere Aufgaben an die Kommunen weitergereicht. Eine Frechheit“, findet Thiel, der es als unrealistisch bezeichnet, bis Ende des Jahres – so lange geht die Frist für Zuschussanträge – ein tragfähiges Radwegekonzept auf die Beine zu stellen. Dass eine Förderung des bereits bestehenden Rottweges nicht in Frage kommt, weil nur befestigte beziehungsweise asphaltierte Wege eine Förderung erhalten, hält Thiel für absurd. „Es wird immer argumentiert, Versiegelungen möglichst zu vermeiden. Hier aber wird sie sogar bezuschusst!“

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Bezüglich der Realisierung eines Radweges entlang der St 2086 in Richtung Hörbering beziehungsweise Neumarkt-St. Veit spricht Thiel sogar von Utopie. „Wie soll das mit den Grundstücken funktionieren bei so vielen Grundstücksbesitzern?“

Dieses Problem kennt auch Neumarkts Bürgermeister. Das Thema einer Radwegeverbindung nach Hörbering wird seit mehr als 20 Jahren immer wieder in Neumarkt diskutiert, zuletzt 2012 im Kulturbahnhof, wozu auch Grundstückseigentümer eingeladen worden waren.

Gespräche – wenn der Auftrag aus dem Stadtrat kommt

Damals war die Debatte abgebrochen worden, nachdem Baumgartner zum Schluss gekommen war, dass es aussichtslos sei, einen Konsens zu finden. „Bei der Kommunalwahl 2020 war der Radweg natürlich auch Thema. Doch es war ersichtlich, dass sich die Meinung nicht geändert hat“, bedauert Baumgartner. Sollte aber der Stadtrat ihn beauftragen, werde er mit seinem Stellvertreter Egbert Windhager versuchen, erneut mit den Anliegern ins Gespräch zu kommen.

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