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„Luftreiniger wälzen die Luft ja nur um“

Luftreiniger in der Grundschule: Kraiburg entscheidet sich für Alternative

In der Grundschule Kraiburg soll eine dezentrale Lüftungsanlage, statt Luftreinigern, den Infektionsschutz verbessern. Die wäre im Zuge der Teilsanierung ohnehin gekommen und soll nun vorgezogen werden.
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In der Grundschule Kraiburg soll eine dezentrale Lüftungsanlage, statt Luftreinigern, den Infektionsschutz verbessern. Die wäre im Zuge der Teilsanierung ohnehin gekommen und soll nun vorgezogen werden.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Die Gemeinde Kraiburg wird keine Luftreiniger für die Grundschule anschaffen. So hat es der Gemeinderat beschlossen. Weil die Schule ohnehin teilsaniert werden muss, setzt Kraiburg auf eine Alternative.

Kraiburg – Rund 3500 Euro kosten die Luftreinigungsgeräte, die den Infektionsschutz in den Klassenräumen verbessern sollen. „Nur 50 Prozent werden vom Freistaat gefördert“, so Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) im Gemeinderat. Bei neun Luftreinigern, die die Gemeinde für Klassen- und Fachräume anschaffen müsste, bliebe also ein Eigenanteil des Marktes von gut 15.000 Euro.

80 Prozent Förderung aus Bundesprogramm

Das Geld will die Bürgermeisterin lieber in eine dezentrale Lüftungsanlage stecken, die es bei der anstehenden Teilsanierung der Grundschule (siehe Kasten) ohnehin brauche. Dafür steht nach ihren Worten eine Förderung von 80 Prozent aus Bundesmitteln in Aussicht. Nicht nur das, sondern auch die Technologie spreche für eine dezentale Anlage: „Luftreiniger wälzen die Luft ja nur um.“

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Da sich die bereits beschlossene Sanierungsmaßnahme nach neuen Schäden durch das schwere Unwetter Ende Juni verzögern wird (siehe unten), will die Bürgermeisterin die Anschaffung der Lüftungsanlage vorziehen.

Förderantrag schon auf dem Weg

Das Förderprogramm sei auch für andere Kommunen attraktiv. Deshalb will Jackl keine Zeit verlieren und die Mittel sofort beantragen, „damit der Topf nicht leer ist“.

Im Zuge der Planungen für die Teilsanierung war sie nach eigenen Angaben schon mit einem Anbieter in der Schule. Ein erstes Angebot liege der Gemeinde vor, weitere werden eingeholt.

Die Turnhalle hat es beim Unwetter auch erwischt. Das Dach ist defekt. Ehe Geld in die Sanierung gesteckt wird, muss geklärt werden, wie es mit der Halle überhaupt weiter geht.

Im September über Geräte entscheiden

Der Gemeinderat hat den Vorschlag Jackls einstimmig befürwortet. Markus Rauscher (CSU), der selbst Mitglied einer Schulleitung in Waldkraiburg ist, erkundigte sich, wann die Anlage den Betrieb aufnehmen könne. Die Bürgermeisterin legte sich nicht fest. Schon in der September-Sitzung solle der Gemeinderat aber beschließen, welche Anlage installiert werde.

Schulsanierung: Wird Paket noch einmal aufgeschnürt?

Die Teilsanierung des Altbaus der Kraiburger Grundschule ist eigentlich beschlossene Sache. Noch in der vergangenen Amtsperiode hatte der Marktgemeinderat die Maßnahme auf den Weg gebracht. Der Zugang, die Fenster, die Beleuchtung und die Decken sollten erneuert werden. Die dafür veranschlagten Kosten lagen laut Bürgermeisterin Petra Jackl bei gut 760 000 Euro. Aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Schule (KIP-S) sollten fast 480.000 Euro Zuschuss fließen.

Zuletzt war die Teilsanierung noch einmal zurückgestellt worden – mit Ausnahme der Digitalisierung, der Ausstattung mit einem neuen Server, Beamern und andern Geräten, die laut Jackl nach den Sommerferien abgeschlossen sein soll. Die Bürgermeisterin wirft die Frage auf, ob es nicht doch sinnvoller wäre, das Paket noch einmal aufzumachen und die Sanierung der gesamten Schule in den Blick zu nehmen. Sie will abklären, ob die Gemeinde dafür nicht weitere Fördermittel des Landes, etwa Gelder aus dem Finanzausgleich, an Land ziehen kann.

Neue Nahrung hat diese Diskussion dadurch erhalten, dass durch das schwere Hagel-Unwetter, das Ende Juni über Kraiburg niederging, auch das Dach des Schulgebäudes erheblich beschädigt wurde. Defekt ist seitdem auch das Dach der Turnhalle. Es ist Wasser eingedrungen.

In den letzten Wochen vor den Ferien musste die Halle für den Schul- und Sportbetrieb gesperrt werden. Um über die Dachsanierung der Halle zu entscheiden, müsse zunächst klar sein, was mit der Turnhalle langfristig überhaupt geschehen soll, welchen Bedarf es von der Schule und vom Sportverein gibt. Da geht es laut Jackl um die Frage: Sanierung, Umbau oder Neubau?

Aus ihrer Sicht läuft es auf eine Sanierung hinaus. Denn eine Grundschule mit sechs Klassen hätte nur Anspruch auf eine Kleinsporthalle. mit 18 mal 12 Metern. Das wäre eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Status quo. Unter der Turnhalle befindet sich zudem eine Aula, die für Sportarten wie Gymnastik genutzt werden kann.

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