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Kampf den Internet-Giganten

Aschau will Internetriesen Contra geben - mit Einkaufsgutscheinen für lokale Betriebe

Den ersten Einkaufsgutschein hat Georg Ametsbichler (links) an Bürgermeister Christian Weyrich übergeben.
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Den ersten Einkaufsgutschein hat Georg Ametsbichler (links) an Bürgermeister Christian Weyrich übergeben.
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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Handwerker, Gaststätten oder Geschäfte bieten ein vielfältiges Angebot in einer Gemeinde. Mit einem Einkaufsgutschein macht der Aschauer Gewerbeverband die Vielfalt am Ort sichtbar und hält damit die Kaufkraft am Ort. Ein Gewinn für alle Beteiligten.

Aschau – „Lokal kaufen“ – ganz nach diesem Motto gibt der Aschauer Gewerbeverband ab sofort Einkaufsgutscheine zur Unterstützung des lokalen Handels heraus. Ob beim Friseur, beim Supermarkt oder Bäcker – mehr als 40 Aschauer Betriebe akzeptieren die Gutscheine. Für Georg Ametsbichler vom Bund der Selbständigen-Ortsverband auch ein Zeichen dafür, wie vielfältig Aschau ist.

Zuletzt war es wohl etwas still um den Aschauer Gewerbeverband. Aber jetzt ist er präsent mit einer neuen Aktion. „Wir haben jetzt eine junge Mannschaft und die packt an“, freute sich Georg Ametsbichler vom Gewerbeverband. Ab sofort gibt der Gewerbeverband Einkaufsgutscheine aus, die bei Aschauer Betrieben eingelöst werden können.

40 Betrieben beteiligen sich

Damit greifen die Aschauer eine Idee aus Schwindegg auf, die dort schon seit einigen Jahren praktiziert wird und sich bewährt hat. „Das ist ein Erfolg“, sagt Christian Klotz, Geschäftsführer beim Bund der Selbständigen Bayern (BDS). Mit diesem im Rücken starten die Aschauer nun ihre eigene Aktion.

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40 Aschauer Betriebe dabei

40 Betriebe akzeptieren bislang die Einkaufsgutscheine im Wert von zehn oder 20 Euro. „Weitere sind in den Startlöchern“, freut sich Ametsbichler. Auslöser für die Aktion war der coronabedingte Ausfall des Aschauer Sommerfest. Den damit verbundenen Seniorennachmittag wollte die Gemeinde nämlich nicht ausfallen lassen, weshalb es für die Senioren und später auch für die Kinder Gutscheine für die Aschauer Gastronomie gegeben hat. Eine Idee, die gut angekommen ist und jetzt mit den Einkaufsgutscheinen weiter ausgebaut wird.

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„Jeder Betrieb ist kostenlos dabei. Das System trägt sich selbst und keiner verdient daran“, erklärt Ametsbichler. Gebühren fallen keine an. Auch die Gemeinde Aschau ist mit im Boot: Denn zu kaufen gibt es die Einkaufsgutscheine nur im Rathaus. Die Abrechnung mit den Betrieben übernimmt der Gewerbeverband. „Die Wege sind kurz. Die Einkaufsgutscheine sind ein hemdsärmeliges Handwerkszeug und das funktioniert in der Praxis gut“, erklärt Klotz.

Bandbreite der Betriebe sichtbar

Mit der Resonanz ist man zufrieden. „Es haben bereits erste Unternehmen angefragt, die anstelle der ausgefallenen Weihnachtsfeier Gutscheine verschenken wollen“, sagt Weyrich.

Auch für die Gemeinde Aschau sieht Bürgermeister Christian Weyrich Vorteile: „Bei Jubiläen oder Geburtstagen können wir nun etwas verschenken, das nicht verwelkt und auf jeden Fall schmeckt.“ Die Beschenkten könnten dann selbst aus der „Bandbreite der Aschauer Betriebe“ wählen, wofür sie den Gutschein verwenden.

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„Es gibt viele handwerkliche Betriebe in Aschau. Mit den Gutscheinen machen wir sie sichtbar“, ist Ametsbichler überzeugt. Wer lokal kaufe, helfe nicht nur den Betrieben, sondern trage auch ein Stück bei zu einer verbesserten Lebensqualität am Wohnort. „Man nützt sich am Ende damit selbst.“ Und schafft ein Stück Heimat: „Die Einkaufsgutscheine helfen, den Standort zu sichern“, sagt Christian Klotz.

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