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AUS DEM GEMEINDERAT

Logistikunternehmer sucht Autobahnnähe

Win-win-Situation in Obertaufkirchen, um die Straßen zu entlasten: Die Gemeinde Obertaufkirchen, hier die nördliche Ortseinfahrt, hat durch den neuen Standort den Vorteil, dass die Lastwagen nicht erst durch die Gemeinde fahren müssen. je
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Win-win-Situation in Obertaufkirchen, um die Straßen zu entlasten: Die Gemeinde Obertaufkirchen, hier die nördliche Ortseinfahrt, hat durch den neuen Standort den Vorteil, dass die Lastwagen nicht erst durch die Gemeinde fahren müssen. je

Es ist kein Geheimnis mehr, dass das Logistikunternehmen Greilmeier mit seinen rund 80 Lastwagen seine Standorte in Schwindegg und Erding auflösen und sich in der Nähe der künftigen A94 ansiedeln möchte. Hier kann die Gemeinde Obertaufkirchen dem Unternehmen ein Grundstück anbieten, das nördlich von der geplanten Autobahnausfahrt liegt.

Obertaufkirchen – Von einer Win-win-Situation ist mittlerweile die Rede: Das Unternehmen kann sich an seinen bisherigen Standorten nicht weiterentwickeln und sieht Konflikte vorprogrammiert. Die Gemeinde Obertaufkirchen hat durch den neuen Standort den Vorteil, dass die Lastwagen, die fast ausschließlich auf die Autobahn fahren müssen, nicht erst durch die Gemeinde fahren müssen.

Dass sie darüber hinaus Gewerbesteuereinnahmen durch die Verlagerung bekommen, spielt in den Diskussionen ebenfalls eine Rolle.

Gemeinde spricht von „Win-win-Situation“

Deshalb hat die Gemeinde in der Februar-Sitzung den ersten Schritt gemacht und die Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht, um aus dem Grundstück ein Sondergebiet Logistik zu machen. Das Grundstück hat sie bereits gekauft. Derzeit ist die rund vier Hektar große Fläche aber als landwirtschaftliche Fläche dargestellt.

Bürgermeister Franz Ehgartner informierte die Gemeinderäte, dass die Umsetzung des Vorhabens erst mit der Fertigstellung der A 94 im Herbst 2019 erfolgen soll. Das heißt, dass die Erschließung „ganz grob Mitte 2018 beginnen wird“. Er sagte auch, dass die Gemeinde „ein Projekt dieser Größenordnung noch nie hatte“.

Laut Landesentwicklungsplan widerspricht das Vorhaben grundsätzlich dem Anbindegebot. Dieses sieht vor, dass Ansiedlungen nur noch genehmigt werden, wenn sie sich an bestehende Ansiedlungen anschließen. Doch die Gemeinde hat bereits die Auskunft der Regierung von Oberbayern, dass „die Planung für das Logistikzentrum nördlich der zukünftigen Anschlussstelle der A 94 den Erfordernissen der Raumordnung nicht entgegensteht“.

Fläche für Bauhof und Feuerwehr gekauft

In diesem Zusammenhang hat die Gemeinde in unmittelbarer Nachbarschaft ein weiteres Grundstück gekauft. Diese 7800 Quadratmeter große Fläche möchte sie als Fläche für die Feuerwehr und den Bauhof ausweisen. Bürgermeister Ehgartner führte dazu aus, dass sich mit dem Autobahnbau der Aufgabenbereich sowie der Schwerpunkt der Ortsfeuerwehr mittelfristig auf den Bereich technische Hilfeleistung im Bereich der Autobahn von Dorfen bis Heldenstein verschieben wird. Um diesen zusätzlichen Aufgaben gewachsen zu sein, sei es unumgänglich, zusätzlich einen Verkehrssicherungsanhänger, einen technischen Hilfeleistungssatz sowie einen Mannschaftstransportwagen und Ähnliches anzuschaffen.

Da das bestehende Feuerwehrhaus samt Bauhof, das 1976 gebaut worden ist, mit seinen vier Stellplätzen (zwei für die Feuerwehr, zwei für den Bauhof) bereits jetzt an die Kapazitätsgrenzen stößt und zudem mitten in einer Siedlung liegt, wo es nicht mehr sinnvoll erweitert werden kann, beabsichtigt die Gemeinde, den Standort direkt an die Autobahnauffahrt zu verlegen. Auch dafür muss der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden.

Beide Änderungen brachte der Obertaufkirchener Gemeinderat einstimmig auf den Weg. Zudem wurde auch gleich beschlossen, dass parallel dazu für das Sondergebiet Logistik gleich ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll.

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