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Linienstern: Ausschreibung für den Bahnbetrieb im Landkreis Mühldorf läuft

Noch ist offen, wer ab 2024 den Bahnverkehr in der Region betreibt. Die Bewerbungsfrist hat jetzt begonnen.
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Noch ist offen, wer ab 2024 den Bahnverkehr in der Region betreibt. Die Bewerbungsfrist hat jetzt begonnen.

Noch ist offen, wer ab 2024 den Bahnverkehr in der Region betreibt. Die Bewerbungsfrist hat jetzt begonnen, natürlich wird sich auch die Südostbayernbahn (SOB) beteiligen, deren Züge seit Jahren auf dem Linienstern fahren. Eine EInzelheit der Ausschreibung wurde jetzt bekannt.

München/Mühldorf – Die Bahn will Neuland erkunden. Ab Dezember 2024 sollen auf zwei Bahnstrecken der Südostbayernbahn (SOB) Wasserstoffzüge unterwegs sein. Das teilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mit, die das gesamte Streckennetz der SOB nun ausgeschrieben hat.

Der neue Verkehrsvertrag beginn 2024 und endet 2032. Da die Laufzeit mit acht Jahren relativ gering ist, wäre es keine Überraschung, wenn der bisherige Betreiber – also die SOB – die Strecken behält.

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Interessanter ist eine der Bedingungen in der Ausschreibung: Zwischen Passau und Mühldorf sowie Burghausen und Mühldorf sollen künftig Wasserstoffzüge fahren. Es ist ein „Pilotprojekt“, betont BEG-Sprecher Wolfgang Oeser. Freilich sind dafür einige Investitionen notwendig, unter anderem der Bau einer Wasserstofftankstelle in Mühldorf.

Und es müssen insgesamt zehn Züge beschafft werden. Bisher sind bei den Herstellern nicht viele Prototypen auf dem Markt – die Wasserstofftechnologie ist noch neu. Infrage könnte der „Coradia iLint“ von Alstom kommen.

Ein erster Ansatz, Wasserstoffzüge auf dem Streckennetz der Oberlandbahn zu testen, wurde seitens des Betreibers Transdev dankend abgelehnt: zu riskant.

Dass die BEG sich nun Strecken im Netz der SOB für den Versuch ausgesucht hat, geschah nicht ganz freiwillig, sondern aufgrund politischer Vorgaben. Auch Bayern, so die Botschaft, soll bei dieser Zukunftstechnologie etwas vorweisen.

Wasserstoffzüge sollen eingesetzt werden

Die BEG hat seit 2017 ein Gutachten der TU Dresden vorliegen, in dem Wasserstoffzüge als in „nahezu in allen Szenarien am teuersten“ bewertet werden. Und ob am Ende nicht die Fahrgäste für die Versuche büßen müssen, weil die Fahrzeuge pannenanfällig sind, ist offen.

Noch dazu soll die Strecke Mühldorf-Burghausen elektrifiziert werden – ausgerechnet dort dann mit Wasserstoff zu experimentieren, macht wenig Sinn.

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Unterstützung kommt aus der Politik. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) nannte es ein wichtiges verkehrs- und klimapolitisches Ziel, dass die Züge im bayerischen Schienenpersonennahverkehr perspektivisch lokal emissionsfrei und damit ohne Diesel fahren.

Michael Klein, Sprecher der Bahn, wollte sich noch nicht zu dem Thema äußern. Er sagte: „Das Ganze ist Teil eines Ausschreibungsverfahrens.“ Das werde man erst abwarten.

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