Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Corona verhinderte Unterricht auch in der Region Mühldorf

Lange Wartelisten für Schwimmkurse: „Zwei Generationen von Kindern“

Die DLRG bietet im Landkreis wieder Kurse an, um schon Kinder zu geübten Schwimmern auszubilden.
+
Die DLRG bietet im Landkreis wieder Kurse an, um Kinder zu geübten Schwimmern auszubilden.
  • Christa Latta
    VonChrista Latta
    schließen

Mühldorf – Die Meldungen von tödlichen Badeunfällen häufen sich. Wer nicht richtig schwimmen kann, geht im Wasser immer ein Risiko ein. Doch Schwimmunterricht für Kinder war in den Corona-Jahren wegen geschlossener Bäder kaum durchführbar. „Durch Corona konnten zwei Generationen von Kindern keine Schwimmkurse besuchen“, beklagt auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG im Landkreis Mühldorf.

Auch viele Erwachsene können nicht schwimmen. Die OVB-Heimatzeitungen haben Alexander Fendt, Vorsitzender des DLRG-Kreisverbands Mühldorf, dazu befragt.

Alexander Fendt, 1. Vorsitzender der DLRG im Landkreis Mühldorf.

Führt die DLRG derzeit Schwimmkurse durch und für welche Altersgruppen?

Alexander Fendt: Wir bieten regelmäßig Schwimmkurse an, meist mit nur wenigen Wochen Vorlauf. Die nächsten Kurse sind im Juli im Mühldorfer Freibad geplant. Wir haben separate Wartelisten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Eindeutig am häufigsten nachgefragt werden aber Kinderschwimmkurse.

Ist die Nachfrage größer als das Angebot, gibt es Wartelisten?

Fendt: Bereits vor Corona gab es bei uns Wartelisten, die aber jetzt nochmal deutlich angewachsen sind. Eines der Probleme bei Schwimmkursen ist, geeignete und ausreichende Wasserflächen zu finden. Aber auch die Menge an ehrenamtlichen Ausbildern. Für einige Menschen sind verständlicherweise auch die Kosten für einen Schwimmkurs problematisch. Wir sind froh, über die Schwimmkursgutscheine der bayerischen Staatsregierung einen Teil der Kosten reduzieren zu können.

Hat Corona die Schwimmfähigkeit der Kinder beeinträchtigt? Früher haben oft die Eltern ihren Kindern das Schwimmen beigebracht.

Fendt: Ja, sehr massiv sogar. Im Endeffekt konnten durch Corona zwei Generationen an Kindern – noch – keine Schwimmkurse besuchen. Dass Eltern ihren Kindern das Schwimmen beibringen, ist natürlich wünschenswert. Aber es gibt immer noch sehr viele Erwachsene, die selbst nicht schwimmen können. Durch Corona hat auch kaum Schwimmunterricht in den Grundschulen stattgefunden.

Wie vielen Kindern bringt die DLRG pro Jahr das Schwimmen bei?

Fendt: Außerhalb der Zeiten von Corona sorgen wir durch unsere Schwimmkurse sowie mit der Unterstützung des Schulschwimmens im Rahmen der Aktion „Sichere Schwimmer“ dafür, dass mehr als 800 Kinder pro Jahr im Landkreis Mühldorf Schwimmen lernen. Im Landkreis Mühldorf haben wir derzeit rund zehn ehrenamtliche Ausbilder sowie zusätzlich weitere Ausbildungsassistenten, die Schwimmausbildung durchführen.

Die DLRG führt jährlich die offizielle Ertrinkungsstatistik, im Internet zu finden unter www.dlrg.de/informieren/die-dlrg/presse/statistik-ertrinken. Demnach ertrinken die meisten Menschen in Binnengewässern wie Seen und Flüssen. Die Hauptgründe dafür sind, dass diese Gewässer weniger bewacht werden als etwa Freibäder und dass es dort viele natürliche Gefahren wie Untiefen, Strömungen oder Wasserschichten mit verschiedenen Temperaturen gibt. Ältere Menschen mit vielleicht auch unbekannten Vorerkrankungen am Herzen können gesundheitliche Probleme bekommen, wenn sie erhitzt ins kühle Wasser gehen. Alleine schwimmen zu gehen und ohne Aufsicht, ist deshalb ein Risiko. Besser ist eine beaufsichtige Badestelle wie ein Freibad. Auch sollten diese Menschen Rücksprache mit ihrem Arzt halten, bevor sie bei Hitze schwimmen gehen.

Mehr zum Thema

Kommentare