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Aktuelles Interview zur Umsetzung der EU-Agrarpolitik

Landwirte in der Region Mühldorf befürchten weitere Nachteile

Die EU setzt auf mehr Ökologie bei den Zahlungen für die Landwirte. Bauer
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Die EU setzt auf mehr Ökologie bei den Zahlungen für die Landwirte. Bauer
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Die Landwirte im Landkreis Mühldorf sehen in der beschlossenen EU-Umsetzung der EU-Agrarpolitik weitere Nachteile auf ihren Berufsstand zukommen. Die Beschlüsse führen zu Kürzungen bei den Mittel aus dem Kulturlandschaftsprogramm des Freistaat Bayern.

Mühldorf – Die Agrarminister der Länder haben einen Kompromiss zur deutschen Umsetzung der EU-Agrarpolitik erzielt. Wir sprachen mit dem Mühldorfer BBV-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer über die Auswirkungen der Beschlüsse für die Landwirte in der Region.

Wie beurteile Sie die deutschen Ergebnisse zur Umsetzung der Agrarpolitik?

BBV-Kreisvorsitzender Ulrich Niederschweiberer.

BBV-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer: Für die bayerischen Bauern sind diese Entscheidungen ein schmerzhafter Kompromiss. Die Mittelumschichtung von der 1. Säule in die 2 Säule (siehe unten) von zehn Prozent (490 000 Euro) ist für alle Betriebe kritisch und führt zu spürbaren Kürzungen. Konkret fallen die Mittel des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) für die heimischen Bauern weg, die bisher neben der EU-Förderung bezahlt wurden. Ein Viertel der EU-Direktzahlungen sollen in den Jahren 2023 bis 2027 für die dann völlig neuen Ökoregelungen (Eco-Scheme/siehe unten) vorgesehen werden. Zur Umsetzung schlugen die Agrarminister Ackerbrachen, Blühflächen, Altgrasstreifen und die extensive Grünlandnutzung vor.

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Dies alles ist bereits im KULAP in Bayern geregelt. Bei der Umsetzung der ECO-Schemes muss darauf geachtet werden, dass die bedeutenden Maßnahmen der bayerischen Agrarumweltprogramme nicht beschädigt werden.

Wie sehen Sie die Umsetzung der getroffenen Entscheidungen durch die Betriebe ein der Region?

Niederschweiberer: Bei den Beratungen zu den Ökoregelungen müssen umsetzbare Maßnahmen vorgesehen werden und zwar für alle Betriebe. Unverständlich ist, dass hier die Agrarminister gerade fürs Grünland quasi keine praxistauglichen Vorschläge festgehalten haben.

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