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Projekt des Amtes für Ländliche Entwicklung

Landvermesser: So wird der Beruf Schülern in der Region Mühldorf schmackhaft gemacht

Die „Nachwuchstechniker“ messen den Abstand zwischen den Fluchtstäben.
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Die „Nachwuchstechniker“ messen den Abstand zwischen den Fluchtstäben.

Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern eröffnet 2025 in Mühldorf einen neuen Standort. Das schafft neue Arbeits- und Ausbildungsplätze. Das ALE machte diese Stellen jetzt Schülern mit einer besonderen Aktion schmackhaft.

Oberneukirchen – Um jungen Menschen berufliche Möglichkeiten näher zu bringen, lud das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) und die Hochschule für angewandte Wissenschaften München Gymnasiasten der elften Klassen im Landkreis Mühldorf zu einer Infoveranstaltung zur „Geodäsie“ ein. Die Lehrer Tobias Bauer und Philipp Griebling vom Gymnasium Gars nahmen mit 42 Schülern daran teil. Stattgefunden hat es auf dem Areal der Familie Maria und Christian Mayerhofer in Oberbergkirchen.

45 neue Arbeitsplätze

Geplant ist, dass der neue Mühldorfer Standort der ALE im Jahr 2025 seine Türen öffnet. Damit würden etwa 45 neue Arbeitsplätze geschaffen. Somit wird dann auch die Ausbildung zum Techniker für ländliche Entwicklung oder ein Duales Studium für angewandte Geodäsie – einer interdisziplinären Ingenieurwissenschaft – und Geoinformatik dort möglich sein.

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Warum Berufe im Bereich der Geodäsie so interessant sind, weiß Klaus Fredrich, Ausbildungsleiter für Dienstanfänger, Anwärter für die zweite und dritte Qualifikationsebene. „Es ist ein Beruf mit Zukunft, bei dem immer gute Leute gesucht werden. Männer und Frauen begeistern sich dafür“, sagt er.

Sichere Arbeitsplätze in unsicheren Zeiten

Dazu ist es auch ein sicherer Job, denn das ALE gehört zum Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Heißt erklärt, man arbeitet im öffentlichen Dienst und kann die Beamtenlaufbahn einschlagen. „Die Schüler von Gymnasien und Fach- und Berufsoberschulen haben durch ihren Schulabschluss die Möglichkeit, das Studienfach ‚Angewandte Geodäsie und Geoinformatik‘ zu studieren und sich für ein von uns gefördertes duales Studium zu bewerben“, sagt Fredrich.

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Wer erst einmal in die Arbeit des ALE reinschnuppern möchte, kann hier ein Praktikum machen. Fakt ist, dass man seinen Traumberuf auch ohne Abitur finden kann. So zum Beispiel als Techniker für ländliche Entwicklung. Das Tolle daran ist: Man arbeitet im Büro wie auch im Freien.

Fünf Schnupperstationen und ein Infostand

Wer studiert hat, kann als Projektleiter für Land- und Dorfentwicklung Karriere machen. Um den Schülern zu zeigen, wie spannend die Arbeit im Bereich der Geodäsie ist, haben Fredrich und sein Team fünf Stationen und einen Infostand zum Thema Duales Studium auf dem Mayerhofer-Gelände aufgebaut.

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Bei Station eins müssen die Schüler den Abstand zwischen den Fluchtstäben schätzen und zum Schluss einen Reflektor nehmen und sich genau 20 Meter vom Tachymeter (einem speziellen Messgerät, womit auch Winkel oder Schrägstrecken zu einem Zielpunkt gemessen werden können), entfernen. Ihre gemessenen Werte bei den einzelnen Stationen tragen sie auf ein Blatt ein. Bei Station zwei wird die Körperhöhe der einzelnen Schüler mittels Satellitenmessung berechnet. Bei der nächsten Station werfen die Schüler so weit wie möglich den Fluchtstab, um so nah es geht an das Ziel heranzukommen. Bei Station vier ist bei Sandra Prametsberger vom ALE und ihren Kollegen Rechnen angesagt. „Die Schüler stecken mit einem Winkelprisma einen rechten Winkel ab. Sie weisen dazu einen Mitschüler mit einem Fluchtstab ein“, erklärt die ALE-Mitarbeiterin.

Jugendliche wie auch Lehrer sind von der Technik fasziniert. Fredrich und sein Team haben den jungen Leuten mit diesem Infotag tiefe Einblicke in einen interessanten Beruf gewährt.

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