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Projekt gegen das Aussterben

Landschaftspflegeverband Mühldorf koordiniert Schutzprojekt für den Kiebitz

Verleihung der Nestprämie und Kiebitz-Plakette bei der Abschlussveranstaltung: (von links) Gemeinderätin Johanna Kaltenecker aus Neumarkt-St. Veit, Markus Bauer, Landwirt aus Neumarkt-St. Veit, Schönbergers Bürgermeister Alfred Lantenhammer, Matthäus Schweiger, Landwirt aus Schönberg, Michael Reiter, Landwirt aus Ampfing, Ampfings Bürgermeister Josef Grundner und Projektleiterin Esther Lindner.
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Verleihung der Nestprämie und Kiebitz-Plakette bei der Abschlussveranstaltung: (von links) Gemeinderätin Johanna Kaltenecker aus Neumarkt-St. Veit, Markus Bauer, Landwirt aus Neumarkt-St. Veit, Schönbergers Bürgermeister Alfred Lantenhammer, Matthäus Schweiger, Landwirt aus Schönberg, Michael Reiter, Landwirt aus Ampfing, Ampfings Bürgermeister Josef Grundner und Projektleiterin Esther Lindner.

Vergangenes Jahr übernahm der LPV Mühldorf die Leitung des Gemeinschaftsprojektes von dem Landesbund für Vogelschutz, Bayerischen Bauernverband, der Wildland-Stiftung Bayern und Unterer Naturschutzbehörde zum Schutz der Kiebitze im Landkreis Mühldorf.

Mühldorf – Der bodenbrütende Feldvogel war ursprünglich ein Wiesenbrüter auf feuchten und nassen Extensivwiesen. Im Landkreis Mühldorf legt er seine Nester inzwischen jedoch aufgrund der fehlenden Brutstandorte überwiegend auf Ackerflächen an. Damit die Gelege durch die Feldbearbeitung im Frühjahr nicht zerstört werden, sind jedes Jahr ehrenamtliche Kiebitz-Helfer der LBV Kreisgruppe Mühldorf aktiv, um die Kiebitz-Nester auf den Feldern zu lokalisieren und mit der Genehmigung der Landwirte zu markieren und so vor einer Zerstörung zu bewahren.

Im Rahmen des Kiebitz-Schutzprojektes konnten für den Landkreis Mühldorf mehrere Brutschwerpunktgebiete des brutortstreuen Vogels ausgemacht und in der sogenannten „Feldvogelkulisse Kiebitz“ zusammengefasst werden. Seit 1980 ist die Zahl der brütenden Kiebitze in Deutschland um 93 Prozent auf nur mehr 42.000 bis 67.000 Brutpaare zurückgegangen. In Bayern zählt der Wiesenbrüter inzwischen zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten und wird in der Roten Liste als „stark gefährdet“ eingestuft.

Gelegeschutzmaßnahmen wirken

Zu der aktuellen Lage erklärt Esther Lindner (LPV), Projektkoordinatorin des Kiebitz-Schutzprojektes: „Die Zahlen zeigen, dass durch die jährlichen Gelegeschutzmaßnahmen des Kiebitz-Projektes der aktuelle Stand der Kiebitzpopulation im Landkreis Mühldorf gehalten werden kann.“

Gleichzeitig warnt Lindner jedoch vor einer versteckten „Aussterbeschuld“ der Feldvögel. Ihr Fazit: „Langfristig müssen wir es schaffen, den Schlupf- und Bruterfolg der Kiebitze zu erhöhen. Nur so gewährleisten wir eine stabile Population, die den Verlust von einzelnen Altvögeln ausgleichen kann.“

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Wie man den Bruterfolg der Feldvögel steigern kann, darüber berichtete Lindner auch bei der Abschlussveranstaltung, zu der die Projektpartner und der Bürgermeister Josef Grundner aus Ampfing alle beteiligten Landwirte und Jäger eingeladen hatten. „Die Beteiligung der Landwirte am Kiebitz-Schutzprojekt war wieder überwältigend“, freute sich die Projektleiterin.

So konnten erneut Nestprämien für erfolgreich geschlüpfte Nester und Kiebitz-Plaketten an insgesamt 14 Landwirte vergeben werden. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter Telefon 08631/699576, per E-Mail an e.lindner@lpv-muehldorf.de oder auf www.lpv-muehldorf.de. re

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