Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


LANDKREIS MÜHLDORF

Bewegung bei Bahnüberführung in Weidenbach

Noch kreuzen sich Bahnstrecke und Straße südöstlich von Weiding. Das soll nach dem Bahnausbau nicht mehr möglich sein. Ob an dieser Stelle aber eine Unterführung entsteht, ist strittig.
+
Noch kreuzen sich Bahnstrecke und Straße südöstlich von Weiding. Das soll nach dem Bahnausbau nicht mehr möglich sein. Ob an dieser Stelle aber eine Unterführung entsteht, ist strittig.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
    schließen
  • Markus Honervogt
    Markus Honervogt
    schließen

Viele Einwendungen der Bürgerinnen und Bürger in Heldenstein gibt es beim derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren der ABS 38 zwischen München und Mühldorf. Die geplante Bahnüberführung steht auf dem Prüfstand. Neue gesetzliche Regelungen bei Kreuzungen mit kommunalen Straßen

Weidenbach - Die Diskussion um den Bahnübergang an der Bahnhofstraße in Weidenbach geht in die nächste Runde. Der Bauausschuss des Kreistags hat jetzt die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Bahn verschoben, bei der es um die Schließung dieses Bahnübergangs zwischen dem Kreisel auf der Isentalstraße und der Bahnhofsstraße gehen soll.

Entgültige Pläne abwarten

Hintergrund ist die Unzufriedenheit vieler Weidenbacher mit der Lösung, die die Bahn im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke von München nach Mühldorf will: die Schließung des Bahnübergangs, den Bau einer Parallelstraße zum Bahndamm an der Blumenau entlang Richtung Heldenstein und Isentalstraße. Die Gemeinde fordert dagegn den Bau einer Überführung am jetzigen Standort, auch um die Bewohner an der Blumenau zu entlasten.

Lesen Sie auch: Weidenbach demonstriert gegen Schließung des Bauübergangs und Verlegung der Kreisstraße

Das Probelm sind die Kosten: Während die Schließung des Bahnübergangs samt neuer Straße nur etwa 3,2 Millionen Euro kosten würde, würde eine Unterführung etwa 7,9 Millionen Euro kosten.

7,9 statt 3,2 Millionen Euro Kosten

Einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses dem Antrag von CSU-Kreisrätin und Heldensteins Bürgermeisterin Antonia Hansmeier entsprochen und die Vereinbarung zurückgestellt. Der Landkreis soll jetzt zunächst den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens abwarten. Derzeit liegt dem Landratsamt die Kreuzungsvereinbarung zwischen der DB Netz AG und dem Landkreis zur Unterschrift vor, die die Verlegung des Bahnübergangs vorsieht.

Hansmeier begründete ihren Antrag mit einer Vielzahl von Beschwerden von Bürger im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens. Landrat Max Heimerl erklärte, dass die Menschen in Weidenbach durch Autobahn, Bahn und Isentalstraße besonders belastet wären. Das gelte auch für die Anwohner an der Blumenau. Dazu komme, dass bei einer Schließung mit Klagen zu rechnen sei, die den Ausbau der Bahstrecke verzögern könnte.

Gemeinde schlägt Finanzierung vor

Heimerl ging auch auf die deutlich höheren Kosten für die Unterführung ein. Er wies darauf hin, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert hätten. Demnach werden bei Kreuzungen mit Gemeinde-Straßen die Kosten nicht mehr wie bisher zwischen Bahn, Bund und Landkreis gedrittelt. Die Kosten übernehmen nach der neuen Regelung zu zwei Sechsteln die DB Netz AG, zu einem Sechstel das Bundesland, in dem die Kreuzung liegt, und die verbleibende Hälfte der Bund. Der Landkreis Mühldorf müsse sich also nicht mehr an den Planungs- und Baukosten beteiligen.

Von der Gemeinde Heldenstein gibt es den Vorschlag, die Bahnunterführung am Brühl zu schließen und damit Ausbaukosten von gut drei Milliarden Euro zu sparen. Die könnten zur Deckung der Mehrkosten an der Bahnhofstraße genutzt werden.

Mehr zum Thema

Kommentare