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Hoffen auf die große Lösung

Kurze Straße mit großer Wirkung: Deshalb sind 385 Meter Asphalt für Mühldorf so wichtig

40 Jahre geplant, seit gestern ist sie offen: Die erste, kleine Ostumfahrung soll zwei Knotenpunkte in der Stadt entlasten. Auf die große Umgehung warten Stadstwerkechef Alfred Lehmann, Bürgermeister Michael Hetzl, Stadtbaumeister BIrgit Weichselgartner und Franz Bauer.
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40 Jahre geplant, seit gestern ist sie offen: Die erste, kleine Ostumfahrung soll zwei Knotenpunkte in der Stadt entlasten. Auf die große Umgehung warten Stadstwerkechef Alfred Lehmann, Bürgermeister Michael Hetzl, Stadtbaumeister BIrgit Weichselgartner und Franz Bauer.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Die Stadt hat die kleine Ostumfahrung für Mühldorf eingeweiht. Die kurze Spange soll das Verkehrsaufkommen an zwei neuralgischen Punkten verringern. Trotz des damit verbundenen Fortschritts, hofft Mühldorf weiter auf eine große Lösung. Die will aber keiner bezahlen.

Mühldorf – Der Nord-Süd-Verkehr durch Mühldorf ist eines der großen Infrastrukturprobleme der Stadt. Seit gestern hofft Bürgermeister Michael Hetzl (UM), einen Schritt weiter zu sein. Denn nach einem knappen dreiviertel Jahr Bauzeit hat Hetzl zusammen mit Vertretern der Stadt, der Baufimen und Grundstücksbesitzer gestern die kleine Ostumfahrung eröffnet. „Es ist bemerkenswert, was dieses kleine Stück Straße für Mühldorf bedeutet“, sagte er über die nur 385 Meter lange Spange bei dem kurzen Festakt im dichten Nebel an der Hölzlinger Innkanalbrücke.

Bis zu 2000 Autos sollen sie nutzen

Sie verbindet die Bürgermeister-Hess-Straße mit der Bahn- und Innkanalbrücke bei Hölzling und schafft damit erstmals im Osten Mühldorfs eine leistungsfähige Straßenverbindung. Geschichte ist damit der Schleichweg durch Hart, dessen Nutzung sogar schon das Bayerische Verwaltungsgericht beschäftigt hat.

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Das Problem sind die Autos

Hetzl rechnet damit, dass durch die Eröffnung bis zu 2000 Autos täglich von zwei neuralgischen Punkten genommen werden können: Von der hochbelasteten und stauanfälligen Kreuzung an Nordrangente und Innkanalbrücke, und der Töginger Straße.

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Diese Zahlen stammen laut Hetzl aus dem Verkehrsgutachten, dass die Stadt in Auftrag gegeben hat. Sie zeigen laut Hetzl, wie wichtig eine Straßenverbindung im Osten ist. Die große Lösung und damit die große Entlastung steht aber weiter aus. Vom Freistaat gebe es weiter keine Signale, wie der Bau einer großen Ostumfahrung zu finanzieren sei. 30 bis 60 Millionen Euro könnte diese Straße kosten und vom Autobahnzubringer über Innkanal, Inn und zwei Bahnlinien eine direkten Verbindung zur alten B 12 im Süden der Stadt bringen.

Weil dieser Bau nicht absehbar ist, beschloss der Stadtrat im Oktober 2019 den Bau der kleinen Ostumfahrung. Sie ist mit gut 1,3 Millionen deutlich preisgünstiger als die große Lösung, weil sie vorhandene Brücken nutzen kann. Allerdings endet sie in der Stadt, ist also keine echte Umfahrung.

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Die neue Straße ist 6,50 Meter breit, am Rand führt einseitig ein Geh- und Radweg entlang. An den Kosten beteiligt sich die Regierung von Oberbayern mit voraussichtlich etwa 50 Prozent. Die relativ hohen Kosten für das kurze Stück sind Folge der teils aufwendigen Arbeiten. So musste eine Stützmauer errichtet und Wasser- und Gasleitungen verlegt werden, darunter die sogenannte Erhartinger Druckleitung, eine Teil des Kanalanschlusses der Gemeinde an die Mühldorfer Kläranlage.

Die lange Geschichte einer kurzen Straße

Seit 1980 diskutiert der Stadtrat über den Bau einer Ostumfahrung als Nord-Süd-Verbindung. 1990 legte sie im Flächennutzungsplan einen Korridor für die Ostumfahrung fest, der inzwischen allerdings nicht mehr in der damaligen Form erhalten ist. Dort entstand das neue Werk der Firma Fliegl.

2000 wurde die Bürgermeister-Hess-Straße, auch Nordumfahrung genannt, eingeweiht. 2018 kaufte die Stadt die letzten Grundstücke zum Bau der kleinen Ostumfahrung. 2019 begannen die konkreten Planungen und im Mai der Bau.

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