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Natur steht im Mittelpunkt

Kuhfladen als Schnellimbiss für Insekten: Wasserbüffel-Fest begeistert die Besucher

Fröhliche Grillstation: (von links) Matthias Reißaus, Thomas Hager, Fini Reißaus, Claudia Wolf und Julie Hager brutzelten, was das Zeug hält – aber nur Fleisch von höchster Qualität. Kreibich
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Fröhliche Grillstation: (von links) Matthias Reißaus, Thomas Hager, Fini Reißaus, Claudia Wolf und Julie Hager brutzelten, was das Zeug hält – aber nur Fleisch von höchster Qualität. Foto: Kreibich

Zwei Jahre lang hatten die Jettenbacher Wasserbüffel ihre Ruhe – aber vielleicht haben sie den freundlichen Trubel auch schon etwas vermisst, wenn sie beim „Wasserbüffel-Fest“ der Kreisgruppe Mühldorf des Bund Naturschutz im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Jettenbach –Nach der durch Corona bedingten Zwangspause war das Besucherinteresse in diesem Jahr besonders groß, ganze Familien ließen sich von den Führungen durch Flora und Fauna im Talraum Jettenbach begeistern.

Kleine Schätze in jeder Wasserpfütze

Und nicht nur die Wasserbüffel, die sich in aller Ruhe in ihrem selbst angelegten Tümpel suhlten, waren von Interesse: Seefrosch, Ringelnatter, Gelbbauchunke, Baldrian, Blutweiderich, kriechender Scheiberich und viele andere Arten von Tieren und Pflanzen warteten auf den Besuch der „Hobby-Naturforscher“.

Auf jeden Fall fotogen sind die ansehnlichen Wasserbüffel, die im „Nebenberuf“ auch erfahrene Landschaftspfleger sind.

Besucher ließen sich Würstel und Burger schmecken

Dr. Andreas Zahn, engagierter BN-Kreisvorsitzender war unermüdlich in Gummistiefeln unterwegs, stündlich führte er Gruppen durch das Gelände, und es gab so gut wie keine Frage, die er nicht beantworten konnte.

Worauf es ihm besonders ankam, waren die „kleinen Schätze“, Pflanzen und Tiere also, die man nicht auf den ersten Blick erkennt, die aber beim genauen Hinsehen nicht nur interessant, sondern auch sehr ansehnlich sind wie beispielsweise schöne blaue Libellen oder Seefrösche, die in großer Zahl in Pfützen am Wasserrand zu sehen sind.

Tiere gehören zum Reisererhof

Sowohl die ansehnlichen Murnau-Werdenfelser Rinder als auch die Wasserbüffel sind Teil des Tierbestandes des Reiserer-Hofs der Familie Reißaus, ein Naturland-Betrieb, bei dem artgerechte Tierhaltung groß geschrieben wird. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Tiere auch geschlachtet werden, allerdings werden auch hier andere Wege gegangen: Der Metzger kommt mit einer mobilen Schlachtbox, wenn ein bis zwei Tiere im Monat geschlachtet werden. Die Schlachtung erfolgt schonend und stressfrei.

Von der Qualität des Fleisches konnten sich die Besucher beim Wasserbüffel-Fest überzeugen: Familie Reißaus stand ab Mittag unermüdlich am Grill. Würstel und Burger fanden reißenden Absatz. „Wir freuen uns, wenn die Qualität, die wir hier erzeugen, auch gewürdigt wird“, sagen Fini und Matthias Reißaus, denen es auch ein Anliegen war, ihre Philosophie der Landwirtschaft zu erklären: „Wir arbeiten mit der Natur und für die Natur.“

BN-Kreisvorsitzender Dr. Andreas Zahn ließ dank beeindruckendem Fachwissen keine Frage der Gäste beim Wasserbüffelfest unbeantwortet.

Informativer und ereignisreicher Tag

Und die Tiere geben etwas zurück, wenn auch in besonderer Form, wie BN-Kreisvorsitzender Dr. Zahn beim Anblick eines frischen Kuhfladens erklärte: „So ein Fladen ist eine Heimat für viele Insekten, und die wiederum schmecken zum Beispiel Vögeln wieder sehr gut – für die ist so ein Fladen fast schon ein Schnellimbiss-Restaurant“, merkte er zur Erheiterung seiner Mit-Wanderer an. Für die Besucher war es ein lehr- und ereignisreicher Tag, den man an der Kaffee- und Kuchen-Theke mit Gesprächen „abrunden“ konnte. Eine Meinung war dabei immer wieder zu hören: „Im nächsten Jahr treffen wir uns wieder bei den Wasserbüffeln.“

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