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GEMÜSE AUS DER REGION

Kritik an Beleuchtung, Heizung und Begrünung: Gemeinderat lehnt Gewächshausanlage in Weiding ab

Der Gemeinderat sprach sich mit 10:7 Stimmen gegen den Bau eines Gewächshauses in Weiding nach dem Tüßlinger Vorbild aus.
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Der Gemeinderat sprach sich mit 10:7 Stimmen gegen den Bau eines Gewächshauses in Weiding nach dem Tüßlinger Vorbild aus.
  • Robert Wagner
    vonRobert Wagner
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Der Pollinger Gemeinderat bleibt bei seinem Nein zu einem Gewächshaus in Weiding. Die Firma Reichenspurner hatte einen entsprechenden Bauantrag bei der Gemeinde gestellt. Dort soll nämlich analog zur Anlage bei Tüßling ein zweites Gewächshaus entstehen.

Polling – Eine Bauvoranfrage zum Bau einer Gewächshausanlage hatte der Gemeinderat Ende vergangenen Jahres bereits abgelehnt. Jetzt lag dem Gremium ein Bauantrag vor. Bislang war die Fläche als Fotovoltaikfläche gewidmet. Der Grundstückseigentümer wollte allerdings eine Rückwidmung der Fläche zu einer landwirtschaftlichen Nutzfläche. Nachdem die Auslegung zur Aufhebung des Bebauungsplanes „Solarpark Weiding“ keine wesentlichen Einwände seitens der Träger öffentlicher Belange beziehungsweise beteiligter Bürger erbrachte, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Aufhebung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Solarpark Weiding“ als Satzung beschlossen. Der Beschluss erfolgte mit 12:5 Stimmen.

Anlage mit Waldgürtel umgeben

Des Weiteren wurde in diesem Zusammenhang die Änderung des Flächennutzungsplanes gebilligt und die Verwaltung beauftragt, die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchzuführen. Das Ergebnis der Abstimmung lautete ebenfalls 12:5. Der nachfolgende Bauantrag zur Errichtung einer Gewächshausanlage auf diesem Gebiet durch die Firma Reichenspurner wurde hingegen mit 10:7 Stimmen abgelehnt.

Einwände in der vorausgehenden Diskussion betrafen zum Beispiel die Begrünung, die Reinhard Oberstarr, Alfred Wagner und Stefan Mooshuber (alle CSU) als zu gering erachteten. Letzterer schlug vor, die Anlage mit einem Waldgürtel, ähnlich wie die Chemiebetriebe in Burghausen zu umgeben.

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Lena Koch (Grüne) und Wolfgang Schweiger (Grüne) kritisierten die Beheizung mit fossilen Brennstoffen. „Das ist nicht zeitgemäß und schlecht für die Umwelt.“ Schweiger meinte zudem, dass die konventionelle Heizung mehr Kohlendioxid verursache, als wenn man die Tomaten mit Lastwagen aus südlichen Ländern importiere.

Wasserbedarf nicht ausreichend geklärt

Für Thomas Jobst (CSU) war die Frage nach dem Wasserbedarf nicht ausreichend geklärt, die Angaben seitens Bauherrn zu ungenau. Alfred Wagner monierte zudem, dass eine Beleuchtung nach neuestem Stand mit entsprechender Beschattung nach Außen vorzuschreiben sei.

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Bürgermeister Lorenz Kronberger (UWG) gab zu bedenken, dass hier, wie vom Bauherrn bereits mitgeteilt, keine Beleuchtung erfolgen werde und zu berücksichtigen sei, dass in der aktuellen Planung weitere zehn Meter von der Wohnbebauung abgerückt wurde. Seiner Ansicht nach solle die Zustimmung unter Auflagen für geringstmögliche Lichtemissionen, gedeckelte Grundwasserentnahme und verbesserter Eingrünung erfolgen.

Dieser Ansicht wollte sich die Mehrheit im Gemeinderat nicht anschließen und votierte mit 10:7 gegen ein Gewächshaus bei Weiding.

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