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Ehrentitel

Kreistag macht Georg Huber zum Altlandrat des Landkreises Mühldorf - So würdigt ihn sein Nachfolger

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Landrat Max Heimerl seinem Vorgänger die Ehrenurkunde zum Altlandrat des Landkreises Mühldorf.
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Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Landrat Max Heimerl seinem Vorgänger die Ehrenurkunde zum Altlandrat des Landkreises Mühldorf.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Der Mühldorfer Kreistag hat bereits im Sommer nichtöffentlicher Sitzung Georg Huber den Ehrentitel Altlandrat verliehen. Nach 18 Jahren als Landrat des Landkreises Mühldorf ist der Schwindegger aus Altergründen nicht mehr angetreten .

Mühldorf – Landrat Max Heimerl hat diesen Beschluss in der zurückliegenden Sitzung des Kreistages bekanntgegeben, da die Gründe für eine Geheimhaltung nicht mehr gegeben waren.

Huber war als Landrat nach 18-jähriger Tätigkeit im Landkreis Mühldorf am 30. April dieses Jahres in Ruhestand getreten. Bei den Kommunalwahlen 2020 war er aus Altersgründen nicht mehr angetreten.

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Viel bewegt und auf den Weg gebracht

In den 18 Jahren hat Huber für den Landkreis Mühldorf in vielen unterschiedlichen Bereichen enorm viel bewegt, angestoßen und umgesetzt. Er war ein Macher. Bei vielen Projekten war der Landkreis unter seiner Ägide Vorreiter. Huber hat zukünftige, gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig erkannt und daraus sein politisches Handeln abgeleitet.

„Gleich nach seinem Amtsantritt im Jahr 2002 hat Georg Huber begonnen, das Landratsamt in ein modernes Dienstleistungsunternehmen umzuwandeln“, stellte Landrat Max Heimerl heraus. Die Bürgerbüros in Waldkraiburg, Neumarkt-St. Veit und Haag dienen nun dazu, den Einwohnern die Behördengänge zu erleichtern. Mit dem Konjunkturpaket II packte er die Gelegenheit beim Schopf, um auch das Landratsamts-Gebäude auf Vordermann zu bringen. Ein Stockwerk kam hinzu und das komplette Gebäude wurde energetisch saniert. Modern und besucherfreundlich präsentiert sich das Landratsamt seitdem. Im Finanzbereich stellte der Landkreis Mühldorf einer der ersten Landkreise auf die kaufmännische Buchführung um.

Was dem Altlandrat wichtig war

Für Huber war die Kreis- und Regionalentwicklung ein wichtiges Instrument. Hier wurde in den verschiedenen Regionalentwicklungsfeldern Bildung, Wirtschaft, Naturund Lebensqualität, Soziale Netzwerke, Infrastruktur, Freizeit und Tourismus vieles auf den Weg gebracht.

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Huber gelang es, den mit rund 80 Millionen Euro höchstverschuldeten Landkreis in Bayern zu konsolidieren. Er reduzierte den Schuldenstand auf rund 47 Millionen Euro. Bildung war für ihn dabei die Basis für wirtschaftliche Entwicklung und sozialen Wohlstand. „Das Thema war für ihn deshalb Chefsache und Herzensangelegenheit“, erklärte Heimerl.

„Lernen vor Ort“ wurde im Landkreis Mühldorf ein Bildungs-Netzwerk aufgebaut, das die verschiedenen Akteure im Bereich der Bildung an einen Tisch gebracht hat. 2013 wurde der Landkreis durch den damaligen Kultusminister Ludwig Spänle mit dem Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ ausgezeichnet. Ein Leuchtturmprojekt dieser Bildungsinitiative ist die Ansiedlung eines dezentralen Hochschulangebotes. Durch Hubers unermüdliches Engagement in enger Zusammenarbeit mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber und der Technischen Hochschule Rosenheim ist es gelungen, den Campus Mühldorf aufzubauen.

Huber hatte offenes Ohr für die Wirtschaft

Huber hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen von Vertretern der Industrie, des Mittelstands und des Handwerks. Er nahm sich Zeit und stattete in regelmäßigen Abständen Betrieben im Landkreis einen Besuch ab, um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Er hörte zu, nahm Anregungen auf und bot wo möglich Unterstützung an.

„Lange bevor das Thema Klimaschutz in aller Munde war, hat der Landkreis Mühldorf auf Initiative von Georg Huber, getreu dem Motto ,global denken – lokal handeln‘, das Thema Energie- und Klimaschutz auf der Agenda weit nach oben gesetzt“, betonte Heimerl.

Kliniken konsolidiert und umstrukturier

Eine Herzensangelegenheit war für Huber auch die Gesundheitsversorgung. Unter seiner Ägide als Aufsichtsratsvorsitzender wurden die Kreiskliniken in eine GmbH überführt, neu strukturiert und konsolidiert. Außerdem gelang es, neue Fachabteilungen anzugliedern. Für die Klinik in Haag wurde mit der Spezialisierung auf die Altersmedizin eine Nische gefunden, sodass die Klinik über die Landkreisgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf genießt. „Am 1.1.2020 wurde die Fusion der Kreiskliniken Mühldorf mit den Kreiskliniken Altötting-Burghausen zum InnKlinikum vollzogen“, erklärte der Landrat.

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