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„Boystown“-Betreiber vor Gericht

Kinderporno-Prozess: Mann aus Kreis Mühldorf sagt, warum er Kinder missbrauchte

Hinter einem Aktenordner verborgen: Einer der Angeklagte im Kinderpornoprozess. Dabei legte der 49-Jährige aus dem Landkreis dar, warum er seinen Kinder missbraucht und die Internetplattform organisiert hat.
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Hinter einem Aktenordner verborgen: Einer der Angeklagten im Kinderpornoprozess. Dabei legte der 49-Jährige aus dem Landkreis dar, warum er seine Kinder missbraucht und die Internetplattform organisiert hat.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Er nannte sich Jaydon: Der 49-Jährige aus dem Landkreis Mühldorf gab im Kinderpornoprozess in Frankfurt seine Taten zu. Er sagte auch, warum er das getan hat.

Mühldorf/Frankfurt – Am dritten Tag des Prozesses gegen die Betreiber einer Kinderpornoplattform im Internet gaben zwei der Angeklagten ihre Taten zu. Das berichten Prozessbeobachter. Unter denen, die am Montag, den 19. September, aussagten, ist auch der 49-jährige IT-Fachmann aus dem Landkreis Mühldorf. Als „Jaydon“ war er im Netzwerk unterwegs und organisierte die Plattform.

400.000 Fotos veröffentlicht

Vor dem Frankfurter Landgericht gestand er demnach, zusammen mit Mitangeklagten 400.000 Fotos von missbrauchten und vergewaltigten Buben veröffentlicht zu haben. Der 49-Jährige gab als Grund für seine Taten an, als Kinder selbst von seinem Stiefvater missbraucht worden zu sein. Dies habe er durch Kinderpornos aufgearbeitet.

Als Jugendlicher kaufte er nach eigener Aussage „Kinder FKK“-Hefte am Ostbahnhof in München und schrieb kinderpornografische Geschichten über seine Kindheitserfahrungen. Diese Texte verlas Richter Christian Annen stundenlang. Außerdem hatte sich der 49-Jährige auf einer Schwulen-Plattform als 14-Jähriger ausgegeben, um von männlichen Jugendlichen Bilder zu erhalten.

Die eigenen Kinder missbraucht und gefilmt

Er hat außerdem nicht nur seine eigenen Kinder im Bad gefilmt, sondern im Schlaf missbraucht und sich dabei gefilmt.

„Don Dildo“ nannte sich der 60-Jährige, den die Polizei in Paraguay schnappte. Vor seiner Auswanderung war er Taxifahrer in Ostfriesland.

Don Dildo fühlte sich in Paraguay sicher

Er dachte, in Paraguay sei er sicher vor Ermittlungen der Polizei. Sein Verteidiger Michael Weiss sagte vor Gericht: „Mein Mandant räumt alle Vorwürfe ein. Er hat im Gefängnis viel nachgedacht und möchte sich bei den Geschädigten entschuldigen. Er sei bereit, sich in Therapie zu begeben und medizinisch behandeln zu lassen.

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