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„Bunt statt Blau“

Plakat gegen Komasaufen: Mit dieser Idee landeten zwei Kraiburger Schülerinnen auf dem Podest

Mit ihrem Plakat überzeugten Lisa Rauscher (links) und Magdalena Häußler die Jury beim Wettbewerb der DAK-Gesundheit und landeten in Bayern auf dem dritten Platz.
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Mit ihrem Plakat überzeugten Lisa Rauscher (links) und Magdalena Häußler die Jury beim Wettbewerb der DAK-Gesundheit und landeten in Bayern auf dem dritten Platz.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Knapp 900 Schüler nahmen an dem bayernweiten Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ teil. Wie es zwei Kraiburger Schülerinnen schafften, auf dem Podest zu landen.

Kraiburg – „Bunt statt Blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit knapp 7000 Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Bayern ist das drittbeste Plakat eine Teamarbeit von zwei 17-jährigen Schülerinnen aus Kraiburg: Lisa Rauscher (Berufsschulde Mühldorf) und Magdalena Häußler (FOS Mühldorf) wurden im Mühldorfer DAK-Servicezentrum geehrt.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek ist Schirmherr der Aktion im Freistaat.

Das Kreative bringt einen weiter

Das brave Engelchen sitzt auf der Schulter, flüstert einem gute Ratschläge ins Ohr. Gleichzeitig sitzt das böse Teufelchen genervt in der Flasche gefangen, hat keine Chance, mit seinen unguten Tipps zum Zug zu kommen. Das Siegerplakat der beiden Mädchen lässt mit nur einem Blick die Botschaft erkennen.

„Uns ist es wichtig, dass vor allem den jüngeren Jugendlichen klar gezeigt wird, dass massenhafter Alkoholkonsum nicht cool ist. Die Botschaft unseres Bildes lautet: Lass das Alkohol-Teufelchen nicht die Überhand gewinnen, denn dein kreatives Engelchen bringt dich viel weiter“, sagen die beiden Schülerinnen.

Teufel und Engel – damit wird schnell klar, was gut, was schlecht ist. Genau darum ging es den beiden Schülerinnen. Zu zeigen, dass ein kleines grantiges Teufelchen am Flaschenboden sitzt, wenn man nur zu tief hineinschaut.

Mehr Prävention nötig

Beide sind sie der Meinung, dass bei Jugendlichen mehr Präventionsarbeit geleistet werden müsse hinsichtlich der Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. „Wie viele andere Jugendliche bekommen wir live mit, was es heißt und vor allem, wie es aussieht, sich in unserem Alter ins Koma zu trinken. Man zerstört seinen Körper, nur um höchstens ein paar Stunden Spaß zu haben“, sagen die beiden.

Vor allem Jüngere würden nicht wissen, wo die Grenzen zum normalen Konsum liegen. Wobei für die beiden Schülerinnen klar ist: „Alkohol auch in kleinen Mengen stellt kein ungefährliches Genussmittel dar, vor allem in jungem Alter.“ Deshalb müsse mehr darüber aufgeklärt werden, dass es keineswegs cool oder normal ist, sich dermaßen viel Gift in den Körper zu pumpen.

Dritter Platz und 100 Euro Preisgeld

„Einige erkennen es nach dem ein oder anderen Fehltritt, andere rutschen ab und stehen förmlich nicht mehr auf.“ Aufmerksam auf den Wettbewerb wurde Lisa Rauscher online und sammelte gemeinsam mit ihrer Freundin Magdalena Ideen. Beide sind sie kreativ, gut im Zeichnen und Malen. „Wir dachten uns, dass wir bei dem Wettbewerb etwas erreichen könnten“, sagt Lisa Rauscher.

Sie schafften den dritten Platz und gewannen mit ihrer Arbeit ein Preisgeld von 100 Euro. „Ich freue mich, dass zwei Schülerin aus unserer Region einen Spitzenplatz im Landeswettbewerb belegen konnte“, sagte Jürgen Kollmeder, Chef der DAK-Gesundheit in Mühldorf, bei der Preisübergabe. „Die seit Jahren erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau’ ist in vielen Schulen Teil des Unterrichts. Lehrkräfte nehmen die Kampagne gerne auf, weil sie ohne erhobenen Zeigefinger funktioniert. So kommt dieses wichtige Gesundheitsthema in den Schulalltag.“

Kleine Mengen und großer Schaden

Möglichst früh über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs aufzuklären, das ist auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek ein Anliegen: „Rauschtrinken ist nicht cool, sondern gefährlich. Schon kleine Mengen an Alkohol können bei jungen Menschen großen Schaden anrichten. So erhöht Alkohol das Risiko dafür, die Entwicklung des Gehirns zu schädigen und psychisch oder körperlich krank zu werden.“

Knapp 900 Teilnehmer nahmen in Bayern an dem Wettbewerb teil. Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ gibt es seit zwölf Jahren. Seitdem haben sich rund 122.000 Schüler an der Aktion beteiligt, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird.

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