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MALEN STATT TANZEN

Kraiburger Kinder haben das Logo der Narrengilde noch bunter gemacht

Knallbunt sind die Kasperlfiguren geworden, die die Teilnehmer am Malwettbewerb, hier Ema Ernstberger, gestaltet haben. Bachmaier
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Knallbunt sind die Kasperlfiguren geworden, die die Teilnehmer am Malwettbewerb, hier Ema Ernstberger, gestaltet haben. Bachmaier

Was macht eine Faschingsgesellschaft, wenn sie durch Corona zum Nichtstun gezwungen ist? Sie startet einen Malwettbewerb. So wie die Narrengilde Kraiburg, die einen Begleiter der ersten Stunde in den Mittelpunkt gestellt hat: den Kasperl, das Logo, das seit einem halben Jahrhundert dabei ist.

Kraiburg – Eigentlich ist er ein lustiger bunter Kerl – seit einiger Zeit aber furchtbar traurig, der arbeitslose Kasperl der Kraiburger Narrengilde. 50 Jahre hat er schon auf dem Buckel. Seit den Anfängen begleitet er die Faschingsgesellschaft, auf Plakaten, auf den Moderationskarten der Hofmarschälle, auf den T-Shirts oder in blau-weiß auf den Jacken oder Schals der Gardetänzerinnen und -tänzer. Und beim 25-jährigen Jubiläum zierte er den Faschingsorden.

Karl Lehmann hat den Kasperl erfunden

Erfunden hat den Kasperl das „Narrengilde-Urgestein“ Karl Lehmann. Er hat ihn damals entworfen und damit ein gemeinsames Symbol für alle Garden und die ganze Faschingsgesellschaft kreiert, bis heute das Logo der Kraiburger Narren. Dazu kam ebenfalls schon in der Gründerzeit der bekannte Schlachtruf: „Kraiburger Leit – Gaudi und Freid!“ In diesem Fasching war er leider ebenso wenig zu hören wie der Kasperl zu sehen.

Bei der Gestaltung des Kasperlkopfes habe er sich an den rheinischen Karneval angelehnt, sagt Karl Lehmann, der erste Faschingsprinz, langjähriger Hofmarschall und engagierter Funktionär der Narrengilde. Wie im Rheinland das Stadtwappen, so hat er die Krone vom Kraiburger Wappen aufgenommen, dazu aufgeweckte blaue Augen und über dem gelb leuchtenden Gesicht die rot-grüne Narrenkappe. Und die heraushängende rote Zunge steht fürs Derblecken.

Seit einem halben Jahrhundert ist er ständiger Begleiter der Narrengilde Kraiburg: der Kasperl, den Karl Lehmann erfunden hat

Narrengilde-Präsident Michael Achatz und seine Frau Michaela, die auch für den Nachwuchsbereich zuständig ist, starteten mit dem Kasperl einen Malwettbewerb für die über 50 Mädchen und Burschen der Bambinis, Kinder- und Teeniegarden des Vereins. „Wir wollten den Kindern mit dieser Aktion eine Freude bereiten und den Kontakt pflegen, da ja vieles ausfallen musste“, sagt Michaela Achatz, die berichtet dass der Wettbewerb sehr gut angekommen sei.

Viele tolle Kasperlbilder kamen zurück, die nun im nächsten Fasching als Aufkleber aufs Prinzenpaar-Auto genutzt werden. Dann steht auch der Nachwuchs der Gilde im Blickpunkt, der 2022 sein 25-jähriges Jubiläum feiert. (bac)

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