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Ein weiteres Jahr ohne Volksfeste

Ohne Planungssicherheit geht nichts: Wird auch Kraiburger Volksfest ersatzlos gestrichen?

Ein volles Kraiburger Bierzelt: ein Anblick, der vor zwei Jahren noch selbstverständlich war und heute wirkt, als wäre es ein Bild aus einer anderen Welt.
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Ein volles Kraiburger Bierzelt: ein Anblick, der vor zwei Jahren noch selbstverständlich war und heute wirkt, als wäre es ein Bild aus einer anderen Welt.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Klassische Volksfeste schließt die Staatsregierung nach wie vor aus. Ersatzveranstaltungen könnten unter Einhaltung strikter Schutzkonzepte ausnahmsweise genehmigt werden. Was heißt das nun für die kleine Kraiburger Wiesn, das letzte Volksfest der Region, das bisher noch nicht abgesagt wurde?

Kraiburg – Der Marktgemeinderat Kraiburg stand schon einmal vor der Frage, was mit dem Volkfest 2021 passieren soll. Weil damals die Optimisten in der Mehrheit waren, wurde das Fest nicht abgesagt, sondern in Absprache mit Wirt und Brauerei vom Juni in den September verschoben.

Festwirt: Rein organisatorisch wär‘s auch kurzfristig machbar

Rein organisatorisch wäre das noch immer machbar, meint Josef Aicher auf Anfrage. „In zwei Wochen lässt sich das auf die Beine stellen“, so Aicher, der als neuer Festwirt seit 2019 feststeht, doch pandemiebedingt bisher nicht zum Zug kam. Aufgegeben habe er das Volksfest noch nicht, sagt der Gastronom.

Eine Perspektive gibt es nur, wenn Söder alles lockert

Freilich muss man Realist sein. „Wir brauchen Planungssicherheit.“ Und die könne nur von der Politik kommen. Eins dürfe nämlich nicht passieren: „Dass wir in die Planung, womöglich in Vorkasse gehen und dann heißt es plötzlich: Es geht doch nicht.“

Eine Perspektive für das Volksfest gibt es aus seiner Sicht deshalb nur, „wenn Söder im August sagt: Alles ist wieder auf, Man braucht keine Masken mehr und Diskos und Clubs dürfen aufmachen.“

Strikte regeln lassen sich kaum in Praxis umsetzen

Er habe sich schon gewundert, dass Ausnahmegenehmigungen für größere Feste überhaupt in Aussicht gestellt worden seien, sagt Martin Berger, Gebietsverkaufsleiter vom Gräflichen Brauhaus Freising. Die Regeln dafür seien aber so strikt, dass er sich kaum vorstellen kann, wie man die Vorschriften in der Praxis umsetzen könnte. Im Übrigen sei die Frage: „Nimmt das die Bevölkerung überhaupt an. Die Jüngeren vielleicht, aber die Älteren wären wohl vorsichtig.“

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Schließlich wisse niemand, was die Delta-Variante macht. Und wie sieht er die Perspektiven für das nächste Jahr? Konkrete Gespräche laufen laut Berger noch nicht. „Niemand kann sich ein drittes Jahr ohne Volksfeste vorstellen. Aber 2020 hätte sich auch niemand ein zweites Jahr ohne Volksfeste vorstellen können.“

„Brauerei fühlt mit Wirten und Schaustellern“

Für die Brauerei seien diese Feste vor allem wichtig, um die Verbundenheit mit den Orten zu zeigen. „Und sie sind ein Super Rahmen, um sich als Brauerei am Markt zu präsentieren. Das ist eine Prestige-Sache.“

Die Brauereien hätten zum Glück ja den Handel und die Gastronomie, die vor allem in den Biergärten wieder sehr gut angelaufen sei. „Aber wir fühlen mit den Festwirten und vor allem auch mit den Schaustellern, die ein zweites Jahr ohne Einnahmen sind.“ Machbar wäre es für das Brauhaus, innerhalb von wenigen Wochen ein kleines Volksfest wie Kraiburg umzusetzen. „Es gibt derzeit ja auch keine anderen Feste.“

Entscheidung fällt im Gemeinderat

Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zum Volksfest äußern. Die Nachrichtenlage ändere sich eh fast jeden Tag. So viel teilt sie mit: Am Dienstag, 3. August, wird das Volksfest Thema im Gemeinderat sein. Dann wird entschieden, ob auch das letzte Volksfest in der Region ersatzlos gestrichen wird.

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