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Hohe Risiken und fehlende Planungssicherheit

Kraiburg sagt Volksfest ab: Veranstalter befürchten, überrannt zu werden

Bis zuletzt war das Kraiburger Volksfest weit und breit das einzige Volksfest, das noch nicht abgesagt war. Wegen der großen Risiken und wei die Gemeinde fürchtet, überrannt zu werden, hat der Gemeinderat jetzt aber beschlossen, die Veranstaltung für heuer zu streichen und aufs nächste Jahr zu schieben.
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Bis zuletzt war das Kraiburger Volksfest weit und breit das einzige Volksfest, das noch nicht abgesagt war. Wegen der großen Risiken und wei die Gemeinde fürchtet, überrannt zu werden, hat der Gemeinderat jetzt aber beschlossen, die Veranstaltung für heuer zu streichen und aufs nächste Jahr zu schieben.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Es wäre das einzige Volksfest in diesem Herbst. Doch auf dieses Alleinstellungsmerkmal verzichtet die Kraiburg lieber und hat das Fest vier Wochen vor dem geplanten Termin abgesagt. Zu groß sind die Risiken, vor allem weil die Veranstalter mit einem Besucheransturm rechnen müssten.

Kraiburg – Bis zuletzt war es das einzige Volksfest weit und breit, das noch immer nicht abgesagt war. Doch jetzt hat der Kraiburger Gemeinderat die Konsequenzen aus der unübersichtlichen Corona-Lage gezogen und die Veranstaltung endgültig gestrichen. Vor allem eins schreckte die Kommunalpolitiker ab: Das kleine Volksfest könnte aufgrund seines Alleinstellungsmerkmals zu erfolgreich werden.

Im Frühjahr auf den Herbst verschoben

Den Pfingsttermin hatte der Gemeinderat schon im Frühjahr verworfen. Doch weil die Mehrheit im Gremium eine Absage damals für verfrüht hielt, wurde das Fest in Absprache mit dem Festwirt und der Brauere i verschoben – auf September.

Neuer Festwirt muss noch ein Jahr warten

Der neue Festwirt Josef Aicher, der seit 2020 feststeht, doch bisher pandemiebedingt noch nicht zum Zug kam, und Martin Berger vom Gräflichen Brauhaus Freising halten es zwar für kein Problem, das Fest in wenigen Wochen auf die Beine zu stellen. Das teilten sie auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen schon vor einigen Wochen mit. Doch sie müssten in Vorleistung gehen und brauchen dafür Planungssicherheit.

Bürgermeisterin befürchtet „Wahnsinnsaufwand“

Die Ausgangssituation sei ihnen zu vage, so Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU). Sie erklärte in der Gemeinderatssitzung: „Ich hätte gerne ein Volksfest.“ „Irgendwie“ wäre es wohl nach den Vorgaben der Regierung auch möglich, glaubt sie. Doch sie warnt vor „einem Wahnsinnsaufwand für uns alle“.

Wirt und Brauerei scheuen Risiken

Denn das sonst so überschaubare Kraiburger Volksfest mit Zelt und kleinem Vergnügungspark, das mehr Besucher unter anderen Umständen gut brauchen könnte, wäre heuer das einzige weit und breit. Die Folge: „Die Leute würden uns überrennen“, sagt die Bürgermeisterin.

Wegen Corona-Regeln drohen hohe Kosten für Security

Um Geimpfte, Genesene und Getestete fest und die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln sicher zu stellen, wären laut Jackl schon die Kosten für die Security enorm. Ein Volksfest am Ende der Sommerferien würde zudem hohe Risiken im Hinblick auf die Reiserückkehrer mit sich bringen. Jackl: „Wir wissen nicht, was da auf uns zukommt.“

Volksfest darf kein INfektionstreiber werden

Und ihr Stellvertreter Werner Schreiber (SPD) malte das Szenario an die Wand, das Kraiburger Fest könnte Corona-Hotspot und Infektionstreiber werden. Da würden die Gemeinde und ihr Volksfest überregional groß rauskommen. Doch diese Publicity sollte man sich auf jeden Fall sparen. Franz Kifinger (UWG) befürwortet die Volksfestabsage aus einem weiteren Grund. „Zugunsten der normalen Gastronomie sollten wir Großveranstaltungen lieber bleiben lassen, damit die Wirtschaften und Biergärten so lange wie möglich offen halten können.“

2022 wäre Besucheranstrum willkommen

Einstimmig hat der Gemeinderat die Absage des Volksfests beschlossen. Bürgermeisterin Jackl hofft darauf, dass die Besucher im nächsten Jahr in Scharen kommen.

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