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Kraiburg: Nachruf auf Martin Mariel

Kraiburg –. Der erste Tag im neuen Jahr wurde für Martin Mariel zum Sterbetag.

Völlig unerwartet verstarb er im Pflegeheim Maria Schnee in Heldenstein und wurde im engsten Familienkreis urnenbestattet, begleitet von der Fahne der Krieger- Soladeten- und Reservistenverein Kraiburg und Bläsern. Drei Salutschüsse hallten für den Kriegsteilnehmer über den Kraiburger Friedhof.

Ein langer Lebensweg liegt hinter dem Verstorbenen, der am 31. Mai 1928 in Oberbierwang begann. Mit sechs Geschwistern ist er aufgewachsen und besuchte in Grünthal die Volksschule. Nach der Schulzeit verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Maschinist beim Lohndruschunternehmen Edlmann in Waltlham. Während der letzten Kriegsmonate wurde er noch an die Front gerufen und kam nach drei Wochen Gefangenschaft wieder nach Hause. Im Elektrogeschäft Dienstbier wurde er zum Elektriker ausgebildet. Die Dreschmaschinen ließen ihn aber nicht los und so machte er sich im Jahr 1953 selbstständig. Er erwarb zwei Esterer Dreschmaschinen und war zum Lohndrusch unterwegs. Nachdem die Dreschmaschinen vom Mähdrescher abgelöst wurden, war er gezwungen seinen Lohnbetrieb im Jahr 1967 aufzugeben. Mariel fand Arbeit im Elektrobetrieb Rauscher in Kraiburg und anschließend bis zur Verrentung im Großhandel Fröschl in Mühldorf. Nebenbei war er als Sprengmeister bei Sprengungen in Kieswerken und bei Waldarbeiten tätig.

Mit der Heirat 1967 mit Klara Hauner als Unterzarnham wurde das neuerbaute Eigenheim in Kraiburg Am Bleicher bezogen. Die Gattin starb 2004 nach einer jahrelangen Muskelerkrankung. Mit seiner späteren Lebensgefährtin Maria, die ihm auch im Tod voraus ging, besuchte er gerne Musikantenstammtische und die Seniorentreffen in Taufkirchen und unternahm Ausflüge. Als er das Alleinsein satt hatte, zog er vor 18 Monaten ins Pflegeheim. fim

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