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Marktgemeinderat ist sich einig

Kraiburg hilft Jugend auf die Sprünge: Bei neuer Pumptrackbahn sind nur noch Details offen

Samuel Buchert kann es kaum noch erwarten, bis er auf dem Pumptrack in Kraiburg mit seinen verwegenen Sprüngen loslegen kann.
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Samuel Buchert kann es kaum noch erwarten, bis er auf dem Pumptrack in Kraiburg mit seinen verwegenen Sprüngen loslegen kann.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Die Marktgemeinde Kraiburg hilft der Jugend auf die Sprünge. Einstimmig steht der Gemeinderat hinter dem Bau einer Pumptrackanlage. Schon im nächsten Frühjahr könnte die Bahn eröffnet werden, wenn alles nach Plan läuft.

Kraiburg – Auf die Gemeinderäte und Besucher wartete vor der jüngsten Sitzung in der Grundschulaula ein Empfangskomitee. Einige verwegene Radfahrer hatten sich am Asphaltplatz vor der Schule versammelt, um ein paar Kunststücke zu zeigen. Und um noch einmal deutlich zu machen, wie wichtig ihnen die Pumptrack-Anlage ist, die auf einer Wiese nicht weit von der Schule und dem neuen Naturbad gebaut werden soll.

Jugendbeauftragter Bichler: Die Jungs stehen dahinter

„Die Jungs stehen dahinter“, sagte Andreas Bichler, der Jugendbeauftragte des Gemeinderates, der das Projekt in der Sitzung vorstellte. Der Fahrradrundkurs mit Wellen, Sprüngen und Steilkurven und einer Startrampe ist seit etwa zwei Jahren im Gespräch. Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU), damals noch Familienbeauftragte, hatte die Initiative angestoßen. Seitdem hat es mehrere Treffen mit Kindern und Jugendlichen gegeben.

Bei Weltklasse-Mountainbiker Rat geholt

Bei Guido Tschugg, dem ehemaligen Weltklasse-Profi-Mountainbiker, hat man sich Rat geholt. Tschugg hat nach seiner aktiven Zeit zahlreiche Bahnen gebaut, auch im Chiemgau und zuletzt in Reichertsheim.

Für Cracks und für Anfänger

Die Bahn in Kraiburg soll mit einer Fläche von 30 mal 50 Metern größer werden als in der Nachbargemeinde und viele Varianten haben. Damit nicht nur 16-jährige Cracks, sondern auch kleinere Anfänger ihren Spaß haben, wird es gleich neben den hohen Sprüngen „Bypässe“ geben, leichtere Hinternisse. Laut Bichler soll die Fläche nicht asphaltiert werden, sondern als sogenannte „Dirt-Pump“ gestaltet werden, mit Dreck, Schlamm aufgeschüttet und mit Mineralkies verfestigt. Das hat zwar den Nachteil, dass Inlineskater und Scooterfahrer die Anlage nicht nutzen können. Der Vorteil: Der Kurs kann später leichter verändert werden.

In Reichertsheim gibt es bereits einen Pumptrack. Die Resonanz bei der Jugend ist offensichtlich da. Die Anlage in Kraiburg soll etwas größer werden.

Kraiburg braucht neues Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche

„Wir schaffen damit einen Treffpunkt für unsere Kinder und Jugendlichen. Da haben wir in Kraiburg derzeit zu wenig, außer den Vereinen“, warb Bichler für das Projekt.

Ähnlich äußerte sich die Bürgermeisterin: Sie erinnerte daran, dass das geplante Freizeitgelände am Naturbad mit einem Soccerplatz abgeblasen worden sei. Der Basketballkorb an der Siedlung sei abgebaut und noch nicht wieder aufgestellt. „Wir brauchen wieder was für die Kraiburger Jugendlichen.“

45.000 Euro in Haushalt eingestellt

Allzu große Überzeugungsarbeit mussten sie im Rat nicht leisten. „Das ist eine Super-Sache“, meinte Andreas Fischer (Grüne) und erinnerte daran, dass auch der Deutsche Alpenverein sich an dem Projekt beteiligen wollte.

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, den Bau der Anlage weiter zu verfolgen. 45.000 Euro sind laut Bürgermeisterin im Haushalt dafür eingestellt.

Pumptrack-Fan aus Waldkraiburg: Das ist was für den ganzen Landkreis

Eine ganze Reihe von jungen Beobachtern war diesmal in die Sitzung gekommen. Samuel Buchert und Sebastian Bauer aus Waldkraiburg hielten als Einzige die ganze Tagesordnung durch, mit Haushalt und Bauleitplanung bis zum letzten Punkt, dem Pumptrack. Und sie bereuten es nicht.

„Ich fahre jetzt über zehn Jahre zu solchen Pumptracks. Es wäre echt klasse, wenn wir endlich hier eine Bahn bekommen. Das ist was für den ganzen Landkreis“, freute sich Samuel Buchert. Denn in Waldkraiburg und in Aschau, wo solche Anlagen laut Buchert auch im Gespräch waren, wurde nichts aus dem Projekt. Etwa zehn Tage braucht es laut Andreas Bichler, um die Bahn zu bauen. Jugendliche und Eltern hätten ihre Mitwirkung schon zugesagt.

Bürgermeisterin bittet um Geduld bis zum nächsten Frühjahr

Allerdings sind noch einige Vorbereitungen notwendig. „Das wird nix vor dem nächsten Frühjahr“, sagte Petra Jackl. „Wir brauchen einen Bauplan, der abgenommen werden muss.“ Das ist schon deshalb nötig, damit es auch haftungsrechtlich passt. Wie ein Spielplatz soll die Anlage über die kommunale Haftpflichtversicherung laufen. Die Bürgermeisterin will neben Guido Tschugg auch die jungen Leute ins Boot holen, um die Details der Ausgestaltung zu besprechen.

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