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Investition von 45000 Euro

Hohe Sprünge und steile Kurven: Kraiburg baut einen Pumptrack für jugendliche Biker

Auf dem Geländehinter der Grundschule baut die Gemeinde einen Pumptrack mit Sprüngen, Wellen und Steilkurven. Ein Projekt, bei dem auch die Jugendlichen eng eingebunden wurden.
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Auf dem Geländehinter der Grundschule baut die Gemeinde einen Pumptrack mit Sprüngen, Wellen und Steilkurven. Ein Projekt, bei dem auch die Jugendlichen eng eingebunden wurden.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Ein neues Angebot für die Jugendlichen in Kraiburg: Die Gemeinde baut auf dem Gelände hinter der Grundschule einen Pumptrack, auf dem ab Mitte Juni die Biker große und kleine Sprünge wagen können. Dafür investiert die Gemeinde gerne rund 45000 Euro.

Kraiburg – Schwung nehmen an der Startrampe, auf den ersten Sprung zu und dann mit viel Schwung in die Steilkurve hinein: Die Konturen des neuen Pumptracks in Kraiburg sind deutlich auszumachen. Quasi nur noch die Abnahmen durch den TÜV fehlt, bis die Jugendlichen in die Pedale treten können. Dafür haben sie sich auch ins Zeug gelegt.

Von Anfang an war die Kraiburger Jugend mit im Boot: erste Gespräche mit der Gemeinde, Absprachen über Details zum Pumptrack und natürlich kleinere Arbeitseinsätze am Gelände. Bürgermeisterin Petra Jackl war wichtig: „Die Jugendlichen sollten miteinbezogen werden, damit sie sich mit dem Projekt identifizieren und auch besser schätzen.“

Ausbesserung ist zwischendurch nötig

Eine Hecke hinter dem Schulgelände haben die Jugendlichen umgebaut, beim Feinschliff haben mehrere mitangepackt. „Die hängen sich wirklich rein und können es kaum noch erwarten, dass alles fertig ist.“ Aber auch wenn alles fertig ist, werden die Jugendlichen immer wieder mal zur Schaufel greifen. „Da gibt es zwischendurch Ausbesserungsarbeiten zu erledigen. Aber die Jugendlichen haben schon zugesagt, dass sie das übernehmen werden“, sagt Petra Jackl.

Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen war der Bürgermeisterin wichtig. Nicht über deren Köpfe hinweg entscheiden, sondern sie in die Planungen miteinbeziehen. Ein Tricksprung wird auf Wunsch der Jugendlichen realisiert. Fachkundigen Rat hat sich die Gemeinde bei Guido Tschugg geholt. Ein ehemaliger Weltklasse-Profi-Mountainbiker, der nach dem Ende seiner aktiven Zeit bereits zahlreiche Bahnen gebaut hat.

Der Pumptrack hat eine Fläche von rund 30 mal 50 Metern, auf dem aber nicht nur die Cracks unter den Jugendlichen hohe Sprünge wagen können. Leichtere Hinternisse oder die Wellenbahn sind auch von Neueinsteigern zu meistern. Der Pumptrack ist als „Dirt-Pump“ gestaltet, mit Erdreich und Kiesmaterial aufgeschüttet und modelliert, mit Mineralkies schließlich verfestigt und mit Brechsand überzogen worden. „Radeln ist bei Jugendlichen im Trend, und solche Pumptracks werden immer beliebter“, sagt Jackl. Auch die Gemeinde Aschau überlegt aktuell, einen Pumptrack zu bauen.

Auch Gemeinde Aschau überlegt

Bereits seit einigen Jahren ist der Bike-Kurs mit Wellen, Sprüngen und Steilkurven im Gespräch. Bis Mitte Juni soll der Pumptrack fertig sein. Die Böschung muss noch befestigt werden, Rindenmulch dient als Polster, und dann braucht es noch die sicherheitstechnische Abnahme durch den TÜV. 45 000 Euro hatte dafür die Gemeinde im Haushalt bereitgestellt. Geld, das Kraiburg gerne in die Hand nimmt.

„Die Jugendlichen brauchen einen Platz für sich, das ist wichtig. Das ist eine richtig gute Sache“, sagt Jackl. Ein Platz, auf dem sie unter sich sind, Rücksicht aufeinander nehmen, aber auch darauf achten, dass keiner Unfug treibt. Gerade in Verbindung mit dem Naturbad, in dem gleich ums Eck die letzten Arbeiten erledigt werden und wo mit Beachvolleyball-Platz und einer Tischtennisplatte ein zusätzliches Angebot für die Jugendlichen entsteht.

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