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Konzert mit vier großartigen Musikern

Kontrastprogramm mit virtuoser Höchstleistung

Gelungenes Konzert geben (von links): Ivo Crepaldi als Moderator, Zweiter Geiger Andrea Ferroni, Viola- Spieler Alexander Monteverde und Cellist Ivo Brigadoi.
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Gelungenes Konzert geben (von links): Ivo Crepaldi als Moderator, Zweiter Geiger Andrea Ferroni, Viola- Spieler Alexander Monteverde und Cellist Ivo Brigadoi.
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Ludus Quartett gibt ein tolles Konzert im Haus der Kultur. Der Titel des Programms ‚Idiom‘ erzählt unterschiedliche Stilepochen

Waldkraiburg – Haus der Kultur und mit ihm das weite Umland kann sich glücklich schätzen, denn wieder war es Christoph Soldan, dem künstlerischen Berater der Klassikreihe, gelungen, mit dem Ludus Quartett vier großartige Musiker für ein Konzert zu gewinnen. Bei ihrem Programm galt der Vorsatz, Altes mit Neuem sowie Klassik mit Volkstum in Einklang zu bringen – und das verstanden sie hervorragend umzusetzen. Schon bei den ersten Klängen spürte man: Hier haben sich in ihrer südtiroler-italienischen Heimat vor gut 20 Jahren vier Musiker gefunden.

So erklärt sich auch der Titel ‚Idiom‘ ihres Programms: Kompositorisch unterschiedliche Stilepochen, teils zu Unrecht in den Konzertsälen zu wenig gespielt, begegnen klassischen Werken. Dies bot dem Waldkraiburger Publikum ein Hör-, aber auch Seherlebnis der besonderen Art.

Erster Geiger Ivo Crepaldi führte kurz in die einzelnen Stücke ein und deutete so bei Tschaikowskis 1865 entstandenen Streichquartett in B-Dur den großen russischen Romantiker nur an. Mit Eduardo Bruni, einem Freund des Quartetts, folgte ein Tango, in dem das Cello von Ivo Brigadoi weitgehend den Takt vorgab.

Dem Titel ‚Idiom‘ folgend war dazu Sergej Rachmaninovs bekannte Romanze „Vocalise“ beinahe Kontrastprogramm. Noch deutlicher verstärkte diesen Eindruck die Komposition „Strum“ der erfolgreichen zeitgenössischen amerikanischen Komponistin Jessie Montgomery, die mit den gezupften Stakkatopassagen Jazz-Klänge aufkommen ließ. Melodisch schwelgen konnte man dagegen wieder bei Ennio Morricone, der mehr als 500 Filmmusiken komponierte.

Den Kommentaren der Zuhörer konnte man entnehmen, dass man neugierig war auf die bunte Mischung im zweiten Teil, denn althergebrachtes Überliefertes stand wieder Zeitgenössischem gegenüber. Das ‚Danish String Quartet‘ hatte aus einer Auswahl von Volksgesängen, die heute noch bei verschiedenen Anlässen zu hören sind, ein Arrangement gestaltet.

Mit Giovanni Sollima, 1962 in Palermo geboren, stellte der Moderator den Komponisten vor, „der wohl am besten den neuen italienischen Stil zum Ausdruck bringt. Er verbindet Jazz und Rock mit der Volksmusiktradition des Mittelmeerraums“. Eigentlich weltbekannter Cellist, sind seine ‚Sonnets et Rondeaux‘ Pflichtstücke für jedes Streichquartett geworden. Mit ihren sechs Sätzen boten die vier Vollblutmusiker einen letzten Höhepunkt. Er wurde nach nicht enden wollendem Beifall ergänzt von Astor Piazollas ‚Libertango‘, der das Publikum beschwingt in die Nacht entließ.

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