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Kommentar zum Aus der Landwirtschaftsschule Töging: „An Peinlichkeit nicht zu überbieten“

„Ein starkes Stück, das sich da die Ministerin geleistet hat“, kommentiert unser Autor Josef Enzinger zum Aus der Landwirtschaftsschule Töging.

Überraschend hatte Michaela Kaniber diese Woche das Aus für die Landwirtschaftsschule in Töging verkündet – wegen vermeintlich rückläufiger Schülerzahlen. Bestürzung und Unverständnis allerorten, denn offenbar hatte das CSU-geführte Ministerium im Vorfeld mit niemandem gesprochen – nicht mit den Parteikollegen in den Landratsämtern, nicht mit den zuständigen Abgeordneten, aber vor allem nicht mit der Leitung der Schule. Ein starkes Stück, das sich da die Ministerin geleistet hat.

Jetzt weiß sie: Reden hilft. Dann nämlich hätte sie erfahren, dass die Schlussfolgerungen des Ministeriums für den Standort Töging auf falschen Berechnungen basierten. Die Blamage wäre damit vermeidbar gewesen.

So aber möchte man der bayerischen Landwirtschaftsministerin künftig mehr Fingerspitzengefühl wünschen im Umgang mit dem gebeutelten Bauernstand. Denn der hat schon genug damit zu tun, stets unter Generalverdacht gestellt zu werden, wenn es um Tierwohl oder Gülle geht, während er gleichzeitig in Zeiten von Dumpingpreisen ums Überleben kämpft. Ein Ministerium, das nicht rechnen kann, hat da gerade noch gefehlt.

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