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Die Corona-Situation im Krankenhaus

Auch ohne Corona viel zu tun: Intensivbetten in Mühldorfer Klink zu fast 80 Prozent belegt

Mit dem Anstieg der Coronazahlen steigt auch die Zahl der Gemeinden, in denen es Akutinfizierte gibt. Derzeit sind das neun Gemeinden.
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Mit dem Anstieg der Coronazahlen steigt auch die Zahl der Gemeinden, in denen es Akutinfizierte gibt. Derzeit sind das neun Gemeinden.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Mühldorf – Der letzte Corona-Patient ist aus der Klinik in Mühldorf entlassen, die Zahl der belegten Intensivbetten mit 80 Prozent trotzdem noch immer hoch. Die Heimatzeitung fragte Kliniksprecher Mike Schmitzer nach den Gründen. Und was eine vierte Corona-Welle für sein Haus bedeuten würde.

Das Robert-Koch-Institut meldete am Mittwoch, dass im Krankenhaus Mühldorf derzeit elf von 14 Intensivbetten belegt sind. Ist diese Zahl richtig?

Mike Schmitzer

Mike Schmitzer: Die Zahl ist korrekt. Es handelt sich um unsere tägliche Meldung an das Divi Register der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Hier werden die High- und Low-Care-Betten der Klinik ausgewiesen. Die Auslastung ist jedoch sehr dynamisch und kurz nach der abgegebenen Meldung kann sie bereits wieder anders aussehen.

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Was für Kranke liegen dort?

Schmitzer: Derzeit gibt es keine Covid-Patienten in der Klinik in Mühldorf. Es handelt sich um die typische Mischung aus Notfallpatienten und Patienten, die nach einem Eingriff eine intensivmedizinische Versorgung benötigen.

Ist diese hohe Belegung normal oder spiegelt sie einen Behandlungsstau nach der dritten Corona-Welle wider?

Schmitzer: Die Zahlen spiegeln die normale Auslastung und Belegung wider. Sie zeigen, dass die Intensivstationen auch ohne Covid gut ausgelastet sind und jeder Covid-Patient eine zusätzliche Belastung der Intensivkapazitäten darstellt. Deshalb kann man nur an die Bevölkerung appellieren, sich impfen zu lassen und weiterhin die Hygieneregeln einzuhalten.

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Wie sieht es bei einer solch hohen Belegung mit der Belastung des Klinikpersonals aus?

Schmitzer: Die aktuelle Belegung entspricht, wie erwähnt, der normalen Belegung und bedeutet eine hohe Personalbelastung. Aktuell wird, wann immer möglich, versucht, die noch bestehenden Überstunden aus der Pandemiephase sowie den nicht genommenen Urlaub aus dieser Zeit zu gewähren, um den Mitarbeiterinnen die dringend nötige Erholung zu ermöglichen.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Wenn die Intensivstation so hoch belegt ist: Was passiert, wenn verstärkt Corona-Patienten aufschlagen?

Schmitzer: Wenn nötig, werden zusätzliche Intensivkapazitäten durch eine Reduktion des Operations-Betriebs und der Einbindung von Anästhesiepersonal auf der Intensivstation geschaffen. Operative Eingriffe mit Intensiv- oder Überwachungsbedarf werden individuell und von der Bettensituation abhängig geplant und durchgeführt. Wie in den vorhergegangenen Pandemiewellen besteht die Möglichkeit, nur noch dringliche Eingriffe durchzuführen, um Kapazitäten für Covid-Patienten zu schaffen.

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