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Traurige Hauptversammlung

In Rattenkirchen geht eine Ära zu Ende: Darum löst sich die Katholische Frauengemeinschaft auf

Bei der Hauptversammlung: (von links) Annemarie Deißenböck, Elisabeth Huber, Irmi Kamhuber, Angelika Schickl, Annelies Bauer und Heidi Greilmeier.
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Bei der Hauptversammlung: (von links) Annemarie Deißenböck, Elisabeth Huber, Irmi Kamhuber, Angelika Schickl, Annelies Bauer und Heidi Greilmeier.

In den 1960er Jahren gab es einen Verein in Rattenkirchen, wo sich Frauen trafen und untereinander austauschten. Einige Jahre später benannte sich der Verein in die katholische Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) um.

Rattenkirchen – Stets engagierten sich die Frauen im Ort Rattenkirchen für das Wohl ihrer Mitmenschen. Doch im Laufe der Jahre wurden die Mitglieder der KFD immer älter und Vereinsnachwuchs kam nicht nach. Diese Ära ist nun zu Ende gegangen.

Vor ihrer letzten Hauptversammlung feierten die Frauen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt eine Maiandacht mit Pfarrer Florian Regner. Josef Bettstetter begleitete den Gottesdienst musikalisch. Danach trafen sich alle zur Versammlung. Schriftführerin Annemarie Deißenböck trug den Jahresbericht vor. Coronabedingt gab es nur wenige Veranstaltungen. Trotzdem erinnerte Deißenböck an schöne Ereignisse, wie die Radl-Wallfahrt nach Altötting.

Gemeinsame Erlebnisse

„Seit 1988 gab es die Radl-Wallfahrt nach Altötting. Früher fuhren mehr als 30 Leute mit. Bei unserer letzten Radl-Wallfahrt dieses Jahr waren wir nur noch zu fünft. Davon drei aus Rattenkirchen“, sagte Vorsitzende Elisabeth Huber. „Wenn man sieht, dass immer weniger Menschen Interesse zeigen und bereit sind, sich für einen Verein oder eine gute Sache zu engagieren, muss man irgendwann eine Entscheidung treffen, die nicht einfach ist“, setzte sie fort.

Im Kassenbericht informierte Heidi Greilmeier vom Erlös des Kräuterbuschenverkaufs, den die KFD aufstockte und an die Flutopfer in Berchtesgaden spendete.

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„Die Frauengemeinschaft hat ein gutes Führungsteam. Ich bedauere sehr, dass wir unseren Verein auflösen, denn es war eine schöne Zeit. Vor allem wenn wir den Menschen mit unseren Veranstaltungen eine Freude machen konnten, war das für uns selbst immer ein schönes Gefühl“, sagte die Vorsitzende. Sie bedankte sich bei den Besuchern, die zur Hauptversammlung gekommen waren. Es sollten Neuwahlen unter der Leitung der Dekanatsvorsitzenden Berta Heueisen stattfinden. Der gesamte Vorstand kandidierte nicht mehr. Es fanden sich keine neuen Kandidaten und somit gab es keine Wahl.

Auflösung des Vereins

Es folgte eine Mitgliederversammlung, bei der die Versammelten für die Auflösung des Vereins abstimmten. Die erforderliche Mehrheit votierte dafür. Das Ende der KFD war somit besiegelt. Für Huber, wie auch für die Vereinsmitglieder, war dieser Schritt nicht einfach. Der Verein hat etwa 55 Mitglieder, doch der Altersdurchschnitt liegt bei 70 Jahren.

Bedauerlich ist, dass durch die Auflösung, die Senioren etwas Vertrautes, welches ihnen Freude bereitet hat, verloren haben. /BH

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