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Hiobsbotschaft für Kommune und Träger

Kindergarten baufällig: Töging muss für sofortigen Ersatz sorgen

Hat keine Zukunft: Der Kindergarten St. Johannes Baptist ist baufällig.
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Hat keine Zukunft: Der Kindergarten St. Johannes Baptist ist baufällig.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Der Kindergarten St. Johann Baptist in Töging ist baufällig und darf nicht mehr betreten werden. Bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres muss die Stadt eine andere Lösung für rund 100 Kinder finden.

Töging – Eine Hiobsbotschaft für die Stadt Töging und den Betreiber des Kindergartens St. Johann Baptist. Ein Expertengutachten zur Erweiterung des Gebäudes ergab akute Mängel, weswegen das Haus nicht mehr betreten werden darf. „Das Haus ist zwar nicht direkt einsturzgefährdet, aber es kann dort kein Kindergartenbetrieb mehr stattfinden“, erklärt der Töginger Hauptamtsleiter Werner Huber auf Nachfrage.

Derzeit ist der Kindergarten wegen der Ferien geschlossen, die Kinderkrippe läuft dagegen weiter, sie ist im Hüttenanbau untergebracht, der von der Schließung nicht betroffen ist.

Stadtrat sucht Alternativen

Nach aktuellem Stand könnte es für die rund 100 Kinder des Kindergartens St. Johann Baptist ab September für einige Monate vorübergehend im Pfarrsaal St. Josef am Wittelsbacher Platz weitergehen.

Allerdings müssten dort wohl noch die Sanitärbereiche kindgerecht angepasst werden, um die Betriebserlaubnis vom Altöttinger Landratsamt zu bekommen.

Sondersitzung des Stadtrates

Auf einer kurzfristig anberaumten Sondersitzung hat der Töginger Stadtrat jetzt Alternativen diskutiert. „Wir arbeiten da mit Hochdruck dran, dass es ab dem 30. August dort weitergehen kann“, erklärt Michael Kulhanek vom KiTa-Verbund Neumarkt-St.Veit-Töging. Weiterhin wird seitens des Trägers und der Stadt Töging auch über eine mittelfristige Übergangslösung nachgedacht, mit der man die Zeit überbrücken kann. Zumindest bis dann der neue Kindergarten auf der dem Gebäude gegenüberliegenden Seite der Kirchenstraße fertig ist.

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Momentan werden Angebote für passende Containerbauten oder Holzhütten eingeholt, wie sie vom Krippenanbau bei St. Johann Baptist her bekannt sind. Auch der Carl-Orff-Saal wurde ins Gespräch gebracht. „Ein Bestandsgebäude wäre hier schon im Sinne der Stadt“, erklärte Bürgermeister Tobias Windhorst.

SPD und Freie Wähler gegen volle Kostenübernahme

Ob das bisherige Gebäude im Zuge der ursprünglich geplanten Erweiterung noch ertüchtigt werden kann, oder ob komplett neu gebaut werden muss, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar. „Das hat für uns jetzt aber auch keine Priorität!“, betont Einrichtungsleiter Kulhanek.

Klar wurde bei der Sondersitzung des Stadtrates, dass SPD und Freie Wähler gegen eine komplette Kostenübernahme durch die Stadt Töging sind. Schließlich habe man bei dem geplanten Neubau einer Kindertagesstätte, der erst vor wenigen Monaten beschlossen wurde, schon viel Geld ausgeben müssen.

Für neue Kita muss Regenbogenschule Teile des Sport- und Pausengeländes abtreten

Dafür muss die benachbarte Regenbogenschule Teile ihres Sport- und Pausengeländes abtreten. Sowohl SPD-Fraktionssprecher Günter Zellner, als auch Josef Neuberger (FW) sprachen sich auf Nachfrage gegen eine volle Kostenübernahme durch die Kommune aus, „zumal es im Obergeschoss des jetzigen Kindergartens ja auch Räume gibt, die von der Pfarrei genutzt werden“, sagte Josef Neuberger.

Über Planung und Kosten diskutieren aktuell die Pfarrgemeinde, der Förderverein des Kindergartens und das Ordinariat der Erzdiözese München-Freising. Auch die Stadt wird sich aber letztlich nicht aus der Verantwortung ziehen können, für ausreichend Kindergartenplätze in Töging zu sorgen.

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