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Trotz Petition

Keine Mineralwasser-Abfüllung aus Tiefbrunnen? Warum Innfood an der Förderung festhält

Abfüllstraße von Alete im Werk Weiding.
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Abfüllstraße von Alete im Werk Weiding.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die Firma Innfood hält trotz einer Petition gegen die Abfüllung von Mineralwasser aus Tiefbrunnen an ihrem Projekt in Weiding fest. Das ist die Begründung.

Mühldorf – Auf Anfrage sagte ein Unternehmenssprecher: „Wir sind der Überzeugung, dass wir ein absolut umweltverträgliches und für die Region positives Projekt planen. Wir respektieren alle Bedenken und stellen sicher, dass unser Vorhaben keinen Schaden am Wasservorrat verursacht.“ Das Wasser soll aus bis zu 170 Meter Tiefe gefördert werden.

Wie schon Familienvertreterin Katharina Jostock vor dem Pollinger Gemeinderat betont auch der Firmensprecher die ständige Überwachung der Wasserförderung. „Dies erfolgt in enger Abstimmung mit den Behörden und wird durch ein kontinuierliches Monitoring gesichert.“

600 000 Kubikmeter für Mineralwasser

Um etwa 600 000 Kubikmeter Grundwasser für die Produktion von Mineralwasser nutzen zu können, braucht Innfood die Genehmigung durch das Landratsamt. Nach Angaben der Behörde liegt noch kein entsprechender Antrag vor. Das bestätigt auch der Sprecher, der namentlich nicht genannt werden will. „Wir sind aktuell in der Planung der nächsten Schritte und der Vorbereitung des Antrags zur Bewilligung der Wasserentnahme“, sagt er auf Anfrage. „Ein sehr wichtiger Bestandteil für den Antrag ist die Erstellung eines hydrogeologischen Gutachtens durch einen Fachgutachter.“ Das werde derzeit erstellt und anschließend den Behörden zur Prüfung vorgelegt.

Nachhaltige Nutzung versprochen

Er verspricht in dem Verfahren eine „sorgfältige und nachhaltige Nutzung der Quellen“, bei der die Interessen der Region gewahrt würden. „So bleibt- wie in der Vergangenheit auch – weiterhin die Trinkwasserentnahme der Gemeinden und die regionale Lebensmittelproduktion nebeneinander möglich.“

Produktion im öffentlichen Interesse

Nach Ansicht des Sprechers liegt auch die Produktion von Mineralwasser im öffentlichen Interesse. „Es ist ein hochwertiges Nahrungsmittel und deckt Grundbedürfnisse des Menschen. Für die Gewinnung von allgemein anerkanntem Mineralwasser gibt es rechtliche Vorgaben, welche nur von Tiefengrundwasser erfüllt werden.“ Das Wasser soll möglichst schnell in Flaschen abgefüllt werden, die aus recyceltem PET bestehen.

Eine Initiative aus dem Landkreis will diese Produktion verhindern und sammelt derzeit Unterschriften für eine Petition an den Landtag. Sie soll im September übergeben werden.

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