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THEMA IM BAUAUSSCHUSS

Keine Elektrifizierung der Bahnlinie – DB zahlt nicht für Waldkraiburger Radwegbrücke mit

Die alte Fuß- und Radwegbrücke über die Bahnlinie tut‘s nicht mehr. Anders als ursprünglich geplant, wird die neue Brücke aber nicht angehoben. Die Bahn meldet kein Interesse an der Elektrifizierung der Strecke nach Rosenheim an.
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Die alte Fuß- und Radwegbrücke über die Bahnlinie tut‘s nicht mehr. Anders als ursprünglich geplant, wird die neue Brücke aber nicht angehoben. Die Bahn meldet kein Interesse an der Elektrifizierung der Strecke nach Rosenheim an.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Eigentlich sollte die neue Fuß- und Radwegbrücke über die Bahnlinie Mühldorf-Rosenheim angehoben werden, um die Voraussetzungen für eine künftige Elektrifizierung der Bahnstrecke zu schaffen. Doch daraus wird nichts. Die Bahn zahlt nicht mit.

Waldkraiburg – Eigentlich sollte die neue Fuß- und Radwegbrücke über die Bahnlinie Mühldorf-Rosenheim angehoben werden, um die Voraussetzungen für eine künftige Elektrifizierung der Bahnstrecke zu schaffen. Doch daraus wird nichts. Die Bahn zahlt nicht mit.

Fachwerkbau aus glasfaserverstärkten Kunststoffen

Die Entscheidung, die alte Holzbrücke am Bahnhaltepunkt neu zu bauen, ist schon im vergangenen Sommer gefallen. Damals hatte sich der Stadtrat nach jahrelangem Hin und Her endgültig gegen eine Sanierung der Brücke ausgesprochen, die erhebliche Feuchtigkeitsschäden aufweist.

Für den Neubau einer Fachwerkbrücke aus glasfaserverstärkten Kunststoffen sprach auch die Tatsache, dass die Stadtwerke ihre Fernwärmeleitung ausbauen und zum Queren der Bahnlinie die Brücke nutzen. Andernfalls müssten die Stadtwerke die Bahnlinie untertunneln.

Neubau kostet 530.000 Euro

Nach einer Schätzung des von der Stadt beauftragten Ingenieurbüros betragen die Gesamtkosten der Brücke fast 530.000 Euro. Die Stadtwerke haben bereits zugesagt, einen Kostenanteil von rund 196.000 Euro für die erweiterten Rohrleitungsanbauten und den Vorteil des Brückenneubaus zu übernehmen.

Erneut im Stadtentwicklungsausschuss landete das Projekt aus einem anderen Grund: Im Sommer hatten die städtischen Gremien auch die Anhebung der Brücke gebilligt, um die Voraussetzungen für eine Elektrifizierung der Bahnlinie von Mühldorf nach Rosenheim zu schaffen.

Wie Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) im Ausschuss mitteilte, bestehe die Bahn, der die Planunterlagen zugeleitet worden waren, nicht auf einer Anhebung der Brücke und beteilige sich nicht an den Mehrkosten.

Bahnsprecherin: Strecke steht nicht im Bundesverkehrswegeplan 2030

Dazu teilt eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage mit: „Über den Ausbau der Schieneninfrastruktur entscheidet grundsätzlich der Bund beziehungsweise der Freistaat. Aktuelle Grundlage ist der Bundesverkehrswegeplan 2030.“ Darin sei der Ausbau der Strecke Rosenheim–Mühldorf nicht enthalten.

Die Deutsche Bahn könne Maßnahmen zum Ausbau der Schieneninfrastruktur nur im Auftrag von Bund oder Land oder auf Basis des Bundesverkehrswegeplans realisieren. „Für die angesprochene Maßnahme ist das nicht der Fall. Damit steht auch keine Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung.“

Anhebung würde fast 100.000 Euro kosten

Die Kosten, die durch einen Anhebung entstünden, sind laut Bauamtsleiter Carsten Schwunck höher, als ursprünglich angenommen. Das habe die weiterführende Planung ergeben. Bei einer Anhebung müssten die hinführenden Rampen des Fuß- und Radweges erheblich verlängert werden.

Weil dies auf der Seite des Bahnhaltepunktes nicht möglich ist, müsste der hintere Teil des Parkplatzes angehoben werden, damit die Abfahrt von der Brücke nicht zu steil wird. Schwunck sprach von Mehrkosten von gut 93.000 Euro, die in dieser Höhe nicht in den bisher veranschlagten Kosten enthalten sind.

Ausschuss ändert Beschluss

Für eine Kostenmehrung von 100.000 Euro lasse der städtische Haushalt keinen Spielraum, betonte Bürgermeister Pötzsch. Sollte die Bahn ihre Position ändern, müsse sie für eine Anhebung der Brücke selber aufkommen. Einstimmig hat der Ausschuss die Planung entsprechend geändert.

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