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MARKTGEMEINDE GEHT LEER AUS

Keine Beschilderung: Buchbach existiert auf der A94 einfach nicht

  • Franz Rampl
    vonFranz Rampl
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Viele Verkehrsteilnehmer, die nach Buchbach wollen, fragen sich, warum es weder auf dem Hinweisschild an der Autobahnausfahrt Heldenstein, noch auf der Isentalstraße zwischen Heldenstein und Obertaufkirchen eine Beschilderung nach Buchbach gibt.

Buchbach – Viele Verkehrsteilnehmer, die nach Buchbach wollen, fragen sich, warum es weder auf dem Hinweisschild an der Autobahnausfahrt Heldenstein, noch auf der Isentalstraße zwischen Heldenstein und Obertaufkirchen eine Beschilderung nach Buchbach gibt. Das führt dazu, dass ortsunkundige Autofahrer und der Schwerlastverkehr auf der Autobahn oft weiter in Richtung München bis zur Ausfahrt Schwindegg fahren. Dort ist auf den Wegweisern Obertaufkirchen, Buchbach und Gars zu lesen. Diese Strecke ist aber um etwa zwei Kilometer länger. Was noch schwerer wiegt: Diese Strecke führt durch die Orte Straß, Obertaufkirchen und Allersheim und sorgt dort für einen überproportionalen Anstieg des Durchgangsverkehrs.

Bewusst gegen Buchbach entschieden

Buchbach ist, so die Auskunft des Staatliche Bauamtes Rosenheim, bei der Beschilderung allerdings nicht vergessen worden. Das sei bewusst so entschieden worden. Das gilt auch für die Gemeinden Obertaufkirchen und Haag, wie Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner anmerkt.

Vorausgegangen war ein formelles Anhörungsverfahren, bei dem das Landratsamt, die Kommunen, das Staatliche Bauamt Rosenheim, die Polizei, die Regierung von Oberbayern und das bayerische Verkehrsministerium eine Stellungnahme abgeben konnten. Am Ende stimmte auch das Bundesverkehrsministerium den Namen der Autobahn-Anschlussstellen und der Ausfahrtsziele zu. Unter welchen Gesichtspunkten diese Entscheidung getroffen wurde, kann nicht nachvollzogen werden.

Auch die Gemeinden Obertaufkirchen und Haag sind betroffen

Diese Entscheidung betrifft nicht nur Buchbach, sondern auch Obertaufkirchen, das von der Verkehrslast besonders betroffen ist. Dessen Bürgermeister Franz Ehgartner bemängelt diesen Zustand schon immer, aber auch, dass bei der Ausfahrt Heldenstein kein Hinweis auf Haag besteht. Dieser würde helfen, dass Schwerlastverkehr in den kurvigen Straßen der Gemeinde Obertaufkirchen vermieden würde.

Die Marktgemeinde Buchbach ist auf der Isentalstraße erst ab dem Kreisverkehr bei Schwindegg ausgeschildert, obwohl diese Strecke, von Mühldorf kommend, die kürzeste Verbindung nach Buchbach und weiter ins niederbayerische Velden sei. Einheimische Verkehrsteilnehmer nutzen die Ausfahrt Schwindegg nicht, weil diese länger ist und sie sich die Durchfahrten durch Straß, Obertaufkirchen, Allersheim und den Bahnübergang beim Holzwerk Obermeier ersparen.

Bedeutung Buchbachs wird nicht gewürdigt

Buchbach hat aber als Kleinzentrum eine besondere Bedeutung und liegt im nordwestlichen Eck der drei Landkreise Mühldorf, Landshut und Erding. Die Buchbacher fühlen sich durch die Lage an den Landkreisgrenzen, aber auch an der Bezirksgrenze zu Niederbayern, immer wieder im Nachteil.

Dazu kommt, dass eine ausreichende Beschilderung auch wegen mehrerer überregional agierender Großbetriebe und der sportlichen Bedeutung des TSV Buchbach mit seinem Regionalligateam wichtig wäre.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim teilte dazu mit, es sei richtig, dass an der Autobahnausfahrt Heldenstein, die Ortsangabe Buchbach fehlt und erst an der Autobahnausfahrt Schwindegg mit aufgenommen wurde.

Richtlinien sprechen gegen Buchbach

Die wegweisende Beschilderung auf Autobahnen erfolge nach den „Richtlinien für die wegweisende Beschilderung“ durch die Autobahn GmbH. Dabei sei die Anzahl der Zielangaben aus informations- und beschilderungstechnischen Gründen „auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken“. In der Regel sollten nur zwei Ziele angegeben werden. Zudem muss ein Ziel weiterführend bis zum Erreichen des Ziels wiederholt werden.

Da stellt sich die Frage, warum kurz nach der Ausfahrt, am Kreisel Söllerstatt, die Stadt Dorfen aufgeführt ist, das wenig später eine eigene Ausfahrt hat, Buchbach hingegen nicht.

Erneute Prüfung hat keinen Erfolg

Nachdem diese Entscheidung von allen Gremien getroffen worden sei, habe sich das Staatliche Bauamt Rosenheim daran zu halten und die Beschilderung entsprechend vorzunehmen. Es gehe auch davon aus, dass bei einer erneuten Prüfung, kein anderes Ergebnis zu erwarten sei.

So wird Buchbach weiter im Abseits im nordwestlichen Landkreiseck stehen, es sei denn, es gibt eine politische Lösung. Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner will sich weiter für eine Lösung für seine Gemeinde einsetzen und auch Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang sagt, der Markt Buchbach werde bei den zuständigen Straßenbaulastträgern anfragen, um die Möglichkeiten einer zusätzlichen Beschilderung auszuloten.

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