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Mühldorf

Wenn Frauchen wegen Corona nicht in den Urlaub fährt, haben Tierpensionen ein Problem

Christian und Julia Hutner von der Tierpension „Lucky dogs and cats“ in Taufkirchen müssen coronabedingt auf viele Gäste verzichten.
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Christian und Julia Hutner von der Tierpension „Lucky dogs and cats“ in Taufkirchen müssen coronabedingt auf viele Gäste verzichten.

Die Tourismusbranche leidet unter der Corona-Pandemie. Und mit ihr auch die Tierpensionen. Denn wenn Herrchen und Frauchen nicht in Urlaub fahren, brauchen Hund und Katz keinen Pensionsplatz.Harte Zeiten für die Tierpensionen im Landkreis Mühldorf.

Taufkirchen/Obertaufkirchen/Niedertaufkirchen – Die Tierpensionen des Landkreises möchten endlich wieder auf den Hund kommen. Momentan herrscht in diesen Einrichtungen aufgrund des Lockdowns nämlich weitestgehend gähnende Leere.

„Wir eröffneten vor fünf Jahren unser Geschäft in Taufkirchen“, erzählt Christian Hutner, der mit seiner Frau Julia die Tierpension „Lucky Dogs & Cats“ betreibt. Bisher konnte sich das Ehepaar über regen Zuspruch nicht beklagen. Die Hutners bevorzugen Rudelhaltung, was bei den Hunde-Besitzern recht gut ankommt. „Wir prüfen vorher natürlich, ob ein Hund überhaupt rudeltauglich ist“, erklärt der Chef, der momentan aber wenig zu prüfen hat, weil Herrchen und Frauchen zurzeit keine Tierpensionen benötigen. Urlaubsreisen sind tabu, Hotels geschlossen, also kümmern sich die Hundebesitzer selber um ihre Vierbeiner.

Nur vereinzelt Besuch in der Pension

„Hin und wieder kommen trotzdem vereinzelt Hunde in die Pension“, sagt Christian Hutner. Und zwar hauptsächlich dann, wenn der Besitzer erkrankt und ein Klinikaufenthalt angezeigt sei. Ehefrau Julia kümmert sich normalerweise um den angegliederten Hundesalon. Doch auch hier ist in diesen Zeiten wenig Geld zu verdienen. Aus diesem Grund wechselt Julia Hutner im Januar wieder in ein festes Angestelltenverhältnis. Die Tierpension geben die Hutners natürlich nicht auf, obwohl sie in den nächsten Wochen oder Monaten wahrscheinlich noch auf viele Pensionstiere verzichten müssen.

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An der Corona-Pandemie hat auch die Hunde-Pension Maier in Obertaufkirchen zu knabbern. „Unsere Hundeschule sowie das kleine Gästehaus für die Hundebesitzer sind geschlossen“, bedauert Franziska Maier. Ihre Eltern gründeten 1947 in München eine Hundepension. Im Jahre 1969 siedelte das Unternehmen nach Obertaufkirchen um. Im Normalfall brummt das Geschäft. Jetzt ist es bei den Maiers aber ruhig geworden. Zu ruhig, wie Franziska Maier findet. Eine Hundepension ist überwiegend ein Saisongeschäft. Gibt es weder im Sommer noch im Winter Urlaubsreisen so bleiben die Hunde daheim bei ihren Besitzern. „Die Tagesbetreuung leidet ebenfalls unter den momentanen Gegebenheiten“, erzählt Franziska Maier und spricht hier von einer Auslastung, die bei lediglich rund 15 Prozent liegt. Nur wenige Hunde werden aktuell in der Pension betreut. Die Besitzer sind entweder geschäftlich unterwegs oder akut erkrankt.

Franziska Maier kämpft sich mit ihrem Team tapfer durch die Krise. „Wir beschäftigen weiterhin einen Pfleger und selbstverständlich unseren Auszubildenden“, sagt die Chefin des Unternehmens.

Die Sorgen gehen wieder los

Bei der Hunde- und Katzenpension Honsowitz, die es seit über dreißig Jahren in Niedertaufkirchen gibt, brechen ebenfalls die Einnahmen weg. Stattdessen wurde staatliche Hilfe beantragt, die auch eingegangen ist. „Im Sommer lief das Geschäft teilweise noch recht gut“, berichtet Christa Honsowitz, doch jetzt seit dem zweiten Lockdown gehen die Sorgen wieder los. Da müsse man aber durch, was anderes bleibe nicht übrig. Einzelne Tiere werden noch betreut. Dann unterbricht Christa Honsowitz plötzlich das Telefonat: Eine Pensionskatze wird von ihrer Besitzerin abgeholt. Auch in aufreibenden Zeiten gilt offenbar die Weisheit des Monaco Franze, als dieser einst meinte: „A bisserl was geht immer“.

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