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Kein Stau bei Corona-Bußgeldern

Mühldorf. – Sämtliche Bußgeldverfahren mit Bezug zur Corona-Pandemie werden im Landratsamt Mühldorf zügig bearbeitet.

Das teilt eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mit. Derzeit liegen laut Angaben des Landratsamtes 989 Anzeigen vor, von denen lediglich 61 noch unbearbeitet seien. Der Rest befinde sich in Bearbeitung, also im Anhörungsverfahren, oder sei bereits abgeschlossen.

So regelmäßig wie im Landkreis Mühldorf werden nicht in allen Regionen Bußgeldbescheide erlassen. Der Landkreis München etwa war zuletzt in die Schlagzeilen gekommen, weil dort nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks seit Oktober nahezu keine Bescheide gegen Corona-Sünder erlassen worden waren. Landrat Christoph Göbel begründete dies damit, dass das nötige Personal für die Ahndung der Verstöße fehle.

Landkreis Rosenheim: Personal aufgestockt

Im Nachbarlandkreis Rosenheim wurden nach Angaben des Landratsamtes bisher insgesamt 1017 Bußgeldbescheide erlassen. 99 Verfahren seien aus rechtlichen Gründen eingestellt, so eine Sprecherin. 189 Verfahren seien aktuell in Bearbeitung. Rund 250 Anzeigen sind im Rosenheimer Landratsamt noch unbearbeitet. Das höchste Bußgeld, das im Landkreis Rosenheim wegen Verstößen gegen Corona-Regeln verhängt wurde, betrug 5000 Euro. Die meisten Verstöße gibt es wie vor bei den Kontaktbeschränkungen. Auch das Landratsamt Rosenheim berichtet von personellen Problemen bei der Bearbeitung der Ordnungswidrigkeitsverfahren. Das Ordnungsamt sei um zwei Mitarbeiter aufgestockt worden. hg

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