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Kein Interesse an Bündelausschreibung

Buchbach – Für die Stromversorgung der kommunalen Liegenschaften des Marktes Buchbach gibt es im Moment einen Stromliefervertrag mit der Firma Bauer, der bis 31. Dezember 2023 läuft.

Deshalb hatte der Marktgemeinderat in der September-Sitzung beschlossen, an der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages für 100 Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote für 2024 bis 2026 teilzunehmen.

Ziel der Bündelausschreibung ist es, durch den Wettbewerb marktgerechte Strompreise zu erhalten. Zu diesem Zweck werden gebündelte Ausschreibungen durchgeführt. Dazu wird eine größere Anzahl Kommunen jeweils in einem Bündel zusammengefasst.

Maria Vitzthum sorgte sich um den Aufwand, der bei einer EU-weiten Ausschreibung auf die Verwaltung zukäme. Geschäftsleiter Reinhard Deinböck konnte beruhigen, die Arbeit sei überschaubar. Sonja Thalmeier (Grüne/Unabhängige) fand: „Den Strom regional zu beziehen wäre mir lieber, aber ich sehe keine andere Chance.“ Salih Akyildiz (CSU/FW) sah Sinn in der Bündelausschreibung. Manfred Kroha (CSU/FW) wollte „das Geld lieber bei uns lassen“. Joachim Schöngut (Grüne/Unabhängige) war der Meinung: „Wir sollten sehen, dass der ortsnahe Anbieter einen guten Preis macht. Auch wären Arbeitsplätze damit gesichert. Man sollte das Know-how vor Ort nutzen. Ich hätte Bauchschmerzen, den Strom von irgendwo her zu holen.“ Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) bestätigte: „Man kann nicht sagen, woher der Strom kommt.“ Und Karl-Heinz Kammerer (CSU/FW) war es lieber, weiter, wie bisher regional anzufragen. Der Konsens war, dass die Strompreisentwicklung sehr schwierig abzuschätzen ist und grundsätzlich regionale Anbieter zu bevorzugen seien.

Hohe Risiken beiBündelausschreibung

In den darauffolgenden Tagen wurden der Verwaltung erste Ergebnisse der Bündelausschreibung Strom für die Jahre 2023 bis 2025 bekannt. Hier zeigte sich, dass die preislichen Risiken einer Bündelausschreibung nicht zu unterschätzen sind; die strengen zeitlichen Vorgaben beim Ablauf der Ausschreibung (zweistufiges Verfahren) sowie die Laufzeit von drei Jahren können zu sehr hohen Preisen führen. Sollte sich die Marktgemeinde nicht an der Bündelausschreibung beteiligen, muss die Verwaltung rund sechs Monate vor Ablauf des Stromliefervertrages eine seriöse Schätzung des Strompreises einholen. So kann beurteilt werden, ob die EU-Schwelle überschritten wird. Sollte dies der Fall sein, muss definitiv eine EU-weite Ausschreibung durchgeführt werden.

Aufgrund der vorliegenden Informationen schien es aus Sicht der Verwaltung in der aktuellen Situation besser, nicht an der Bündelausschreibung Strom für die Jahre 2024 bis 2026 teilzunehmen, sondern die Vergabe, zumindest für das Jahr 2024, in eigener Hand zu behalten. Dem schloss sich auch der Marktgemeinderat ohne Gegenstimme an.sn

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