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Kein einfacher Start: Andrea Lübben zieht Bilanz nach einem Jahr beim Kreisjugendring Mühldorf

Mitten in der Corona-Pandemie hat Andrea Lübben die Leitung beim Kreisjugendring übernommen. Es war kein einfaches Jahr, aber sie hat auch einiges erreicht. So sollen zum Beispiel digitale und Hybridformate auch künftig beim Kreisjugendring genutzt werden.
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Mitten in der Corona-Pandemie hat Andrea Lübben die Leitung beim Kreisjugendring übernommen. Es war kein einfaches Jahr, aber sie hat auch einiges erreicht. So sollen zum Beispiel digitale und Hybridformate auch künftig beim Kreisjugendring genutzt werden.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Vor einem Jahr hat Andrea Lübben die Leitung des Kreisjugendrings übernommen. Mitten in der Corona-Pandemie. Kein einfacher Start und kein einfaches Jahr für die Sozialpädagogin. Trotz allem blickt sie zufrieden auf ihr erstes Jahr als Geschäftsführerin zurück.

Waldkraiburg – „Es war phasenweise ein schwieriges Jahr“, sagt Andrea Lübben. Die Arbeit und die Projekte beim Kreisjugendring leben von den Kontakten – mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit anderen Institutionen. Doch anstatt Kontakt zu halten, verlangte die Corona-Pandemie großen Abstand.

Statt neue Formate mit Energie voranzutreiben, musste parallel dazu Bewährtes auf digitale Beine gestellt werden. „Trotz Corona haben wir viel gemacht und manche Projekte – auch kurzfristig – auf digital umgestellt und damit neue Formate ausprobiert“, sagt Andrea Lübben.

Virtuelle Kinderstadt

Die Kinderstadt gab es zum ersten Mal in einer virtuellen Fassung, die Jukomos wurden kurzerhand auf eine Corona-konforme Version umgestellt, der VIP-Club trifft sich digital und backt gemeinsam Pizza. Lediglich in den Osterferien habe ein Angebot ausfallen müssen.

„Wir haben nicht nur irgendwas angeboten, sondern es hatte Hand und Fuß“, freut sich Andrea Lübben im Rückblick. Eine Herausforderung, die ihr Team aber gut gemeistert habe. Auch in diesem Jahr gibt es viele digitale Angebote.

Gute Angebote auch in Corona-Zeiten

Damit kann auch Andrea Lübben nach ihrem ersten Jahr als Geschäftsführerin zufrieden sein. „Wir haben Wege gefunden, corona-konforme Angebote zu machen.“ Mit Erfolg: „Wir haben damit landkreisweit Kinder und Jugendliche erreicht, die ansonsten nicht teilgenommen hätten.“ Denn die Entfernung zum Veranstaltungsort spiele eine große Rolle.

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Digitale, aber auch Hybridformate sollen daher auch künftig beim Kreisjugendring genutzt werden. „Wir wollen die digitalen Erfahrungen weiter in unserer Arbeit einsetzen“, sagt Andrea Lübben. Damit Kinder und Jugendliche partizipieren können, selbst wenn die Veranstaltung zu weit weg ist vom Wohnort. „Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt.“

Neue Ideen für Förderanträge

Neue Wege will Andrea Lübben auch bei Förderanträgen gehen. Bei Lotterien und Stiftungen versucht sie zu überzeugen, um neue Projekte ins Laufen zu bringen und das Portfolio des Kreisjugendrings zu erweitern. Neue Angebote sollen sich gezielt an Jugendlichen richten und deren Bewusstsein schärfen. Umwelt und Demokratie sind dabei wichtige Themen: „Gerade Corona hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Jugendlichen für dieses Thema zu sensibilisieren.“

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Doch die Arbeit von Andrea Lübben dreht sich nicht nur um neue Formate oder das Generieren von Fördergeldern. Es geht auch um ganz allgemeine Dinge: „Der Brandschutz im Gebäude musste gemacht werden, aber unser Budget ist nicht für größere Reparaturen ausgelegt.“

Nur mit der finanziellen Unterstützung einiger Firmen konnte dies schlussendlich auch auf den Weg gebracht werden. „5000 bis 6000 Euro werden jetzt fällig. Ohne die Unterstützung wäre der Brandschutz nicht so einfach zu stemmen gewesen.“ Dann hätte an anderer Stelle gespart werden müssen, weniger Angebote wären die Konsequenz gewesen. Genau das, was keiner beim Kreisjugendring will. „Wir wollen das größtmögliche Angebot auf die Beine stellen.“

Streaming-Studio in der Schenker-Halle

Dazu gehört auch ein Streaming-Studio in der Schenker-Halle, in dem hoffentlich bald wieder „Wohnzimmer-Konzerte“ stattfinden können. Das Angebot ist aber auch auf Fortbildungen ausgerichtet. Weitere Ideen sollen je nach Bedarf umgesetzt werden.

Andrea Lübben war keine Unbekannte beim Kreisjugendring. Sie betreute in der Vergangenheit Projekte beim Kreisjugendring, auch ihre Arbeit als Sozialpädagogin beim AWO-Projektehaus Jagus war eng damit verwoben. Viele ihrer früheren Kontakte konnte sie wieder aufleben lassen, was ihr das Vernetzen in der Corona-Zeit erleichtert hätte.

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„Ich habe das Gefühl, auf dem richtigen Platz zu sitzen“, sagt Andrea Lübben. Sie blickt zuversichtlich in das nächste Jahr beim Kreisjugendring: „Ich bin stolz, was hier im ersten Jahr passiert ist. Meinem Team hab ich viel abverlangt, aber es hat die Ärmel hochgekrempelt und ist den Weg mitgegangen.“

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