Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Mit Gottesdienst bei Helfern bedankt

Katharinenkirche in der Stadt Mühldorf nach 15 Jahren Renovierung wieder eröffnet

Die Katharinenkirche in Mühldorf wurde nach 15 Jahren Bauzeit wieder ein Schmuckstück. Rath
+
Die Katharinenkirche in Mühldorf wurde nach 15 Jahren Bauzeit wieder ein Schmuckstück.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
    schließen

Das Gotteshaus in der Mühldorfer Vorstadt solle zu einem Ort werden, an den hoffentlich viele Menschen kommen. Haimerl bedankte sich bei allen Institutionen, die die Wiedereröffnung ermöglicht hatten: Staatliche Stellen wie das Staatliche Bauamt Rosenheim oder das Landratsamt, die Stadt, der Förderverein und die Diözese.

Mühldorf –Nur 30 geladene Gäste sowie einige Medienvertreter durfte Stadtpfarrer Roland Haimerl am Samstag um 10 Uhr zu einer Andacht in der Katharinenkirche begrüßen – mehr waren wegen der Pandemie nicht zugelassen worden. Roland Haimerl: „Ich bin froh und dankbar, dass die Katharinenkirche wieder nutzbar und ein Schmuckstück geworden ist.“

Auch Doris Lackerbauer, Leiterin des Staatlichen Bauamts Rosenheim, welches offizieller Besitzer dieser Kirche ist, freute sich, dass nach 15 Jahren wieder eine kirchliche Veranstaltung stattfinden konnte. Sie selbst ist in Mühldorf aufgewachsen.

Pfarrer Roland Haimerl zitierte in seiner Andacht auch den berühmten Spruch: „Gretl mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm. Kathl mit dem Radl – das sind die drei heiligen Madl“. Gemeint sind die heilige Margarete, die heilige Barbara und die heilige Katharina – letzere wurde als Märtyrerin auf dem Rad hingerichtet.

Dieser Ort ist von Gott geschaffen

Musikalisch wurde die Andacht von Organist Michael Bachmann und seinem Vokalensemble gestaltet, unter anderem präsentierten sie das „Locus iste“, eine von Anton Bruckner zur Einweihung einer Kapelle im Linzer Dom komponierte Motette, oft auch bei Kirchweihen vorgetragen. Zu Deutsch heißt die erste Zeile: „Dieser Ort ist von Gott geschaffen“. Dies passe auch, so fand es Roland Haimerl zur jetzt wiedereröffneten Katharinenkirche.

In seiner Predigt bezeichnete der Stadtpfarrer Katharina als in Bayern sehr beliebte Heilige, sie sei Ende des 3. Jahrhunderts geboren und soll auch sehr weise gewesen. So erzählte Haimerl auch die Legende, wonach der Kaiser von Alexandria 50 weise Männer ausgewählt habe, um sie zum Heidentum zu bekehren. In einem Disput bewirkte Katharina das Gegenteil und bekehrte die Männer zum Christentum. Der Stadtpfarrer betonte auch, dass die Katharinenkirche wiedereröffnet werde – geweiht sei sie schon, sie sei nie entweiht worden.

Bürgermeister Michael Hetzl sieht eine Lücke in der Stadt Mühldorf nach 15 Jahren Bauzeit wieder als geschlossen an.

Viele Stelle haben zusammen geholfen

Das Gotteshaus in der Mühldorfer Vorstadt solle zu einem Ort werden, an den hoffentlich viele Menschen kommen. Haimerl bedankte sich bei allen Institutionen, die die Wiedereröffnung ermöglicht hatten: Staatliche Stellen wie das Staatliche Bauamt Rosenheim oder das Landratsamt, die Stadt, der Förderverein und die Diözese.

Unter dem Geläut der Glocken der Kirche machten sich die Geladenen auf den gemeinsamen Weg in das Rathaus, wo die Veranstaltung im Flez ihren Fortgang nahm.

Bürgermeister Michael Hetzl führte aus, dass mit dem heutigen Tag eine Lücke in der Stadt Mühldorf geschlossen worden sei, mit der Wiedereröffnung der Katharinenkirche könne man der Region und der Stadt etwas Wunderbares zurückgeben. 15 Jahre lang sei die Kirche gesperrt gewesen, 2017 begann das Projekt der Restaurierung. Man habe mit statischen

Lesen Sie auch: Heilige Katharina steht wieder stabil – Mühldorfer müssen weiter auf ihre Kirche verzichten

Maßnahmen die Einsturzgefahr behoben, einen Außenputz nach Vorbild des 15. Jahrhunderts aufgebracht. Der Vorplatz sei anspruchsvoll gestaltet worden. Die Chefin des Staatlichen Bauamts Rosenheim Doris Lackerbauer erklärte, warum ihr Amt für die Mühldorfer Katharinenkirche zuständig sei. Das liege an der 1802/03 in Bayern durchgeführten Säkularisation, während der viele Kirchen und Klöster in staatliches Eigentum seien. Das Bauamt habe fast drei Millionen Euro in die Hand genommen, um die seit 2006 geschlossene Kirche wiederherzustellen. Zusätzlich habe der Förderverein Gelder zur Verfügung gestellt, um die Orgel wieder bespielen zu können.

Landrat Max Heimerl äußerte sich wie folgt: „Die Katharinenkirche bietet einen wunderbaren Einblick in die Kultur- und Kunstgeschichte von Stadt und Landkreis Mühldorf“. Hochwasser, Feuchtigkeit und die Bombenangriffe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hätten ihr immer wieder zugesetzt, 2006 hätte es fast das Ende gegeben. Nun aber gebe es ein Happy-End. Auch der Landrat bedankte sich bei allen Beteiligten, die Wiederherstellung des Gotteshauses sei eine Gemeinschaftsleistung gewesen.

Pfarrer Roland Haimerl dankte Doris Lackerbauer, Chefin des Staatlichen Bauamts in Rosenheim, für Ihr Engagement.

Erscheinungsbild wurde erhalten

Architektin Susanne Habenicht gab in ihrem Grußwort einen Rückblickauf die Baugeschichte. Der Auftrag ihres Architekturbüros sei es gewesen, das aktuelle Erscheinungsbild der Kirche weitestgehend zu erhalten. Sie habe in ihrer 20-jährigen Laufbahn noch nie an einem Projekt gearbeitet, bei dem alle Beteiligten so gut zusammengearbeitet hätten.

Dr. Ludwig Waldmann vom Förderverein Katharinenkirche, der an nahezu allen der fast hundert Besprechungen über den Baufortgang teilgenommen hatte, bezeichnete die glanzvolle Wiederherstellung der Katharinenkirche als Bereicherung für die Vorstadt und für die ganze Stadt.

In der Katharinenkirche können Trauungen, Taufen, private Andachten und Konzertveranstaltungen abgehalten werden. Dr. Waldmann bedanke sich abschließend bei Meinrad Schroll, der eine Festschrift zur Wiedereröffnung erstellt hat. Diese kann im Rathaus käuflich erworben werden.

Mehr zum Thema

Kommentare