Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Beliebtes Werk der Musikgeschichte

Kammerchöre begeistern in St. Nikolaus Kirche mit Mozarts Requiem

Die Kammerchöre unter der Leitung von Michael Bachmann begeisterten das Publikum in Mühldorf.
+
Die Kammerchöre unter der Leitung von Michael Bachmann begeisterten das Publikum in Mühldorf.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
    schließen

Eines der berühmtesten Werke der Musikgeschichte erklang in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Mühldorf. Mozarts Requiem ist unumstritten ein Meisterwerk und obwohl der Komponist es zu seinen Lebzeiten nicht mehr vollenden konnte, zählt es zu seinen beliebtesten und meist aufgeführten Werken.

Mühldorf - Etwa zwei Drittel stammen von Mozart selbst, der Rest wurde von seinem Schüler, Franz Xaver Süßmayr, vervollständigt. Diese Version war nun auch in Mühldorf zu hören. Unter der Leitung von Michael Bachmann brachten der Kammerchor „Vox aurea“ der Stadtkirche Mühldorf zusammen mit dem Kammerchor Vilsbiburg das Werk zur Aufführung.

Ein halbes Jahr lang probten beide Chöre getrennt auf das Werk hin, in gemeinsamen Probentagen fügten sich die beiden Chöre immer mehr zu einem homogen Klangkörper zusammen und überzeugten schließlich bei der Aufführung mit einem äußerst brillanten und klaren Klang. Zusammen mit dem Orchester Collegium musicum und den vier Solisten erfüllten 60 Mitwirkende die stimmungsvoll erleuchtete Stadtpfarrkirche am Vorabend des Volkstrauertags. Im beeindruckenden Eingangssatz gefielen neben dem Chor besonders die selten zu hörenden Bassetthörner mit ihrem warmen Klang, den Mozart hier bewusst einsetzt.

Gleich zu Beginn des Werks glänzte die lyrische Sopranistin Katharina Wittmann mit ihrer klaren und tragenden Stimme. Sie verstand es, die Chorparts stimmig zu verbinden und fügte sich gefühlvoll ein. In der aktuellen Spielzeit ist sie am Freien Landestheater Bayern engagiert. Nach dem vom Chor äußerst souverän gesungenen „Kyrie“ erfüllte das klanggewaltige „Dies irae“ den Kirchenraum und packte die Zuhörer. Gleichzeitig ist das Stück auch der Beginn der - in der heutigen Liturgie nicht mehr vorgesehenen - Totensequenz.

Diese beschreibt in verschiedenen Szenen den Tag des Jüngsten Gerichts. Chor und Solisten verstanden es geschickt, die unterschiedlichsten Stimmungen wiederzugeben, von kraftvollen und furchteinflößenden Rufen, bis hin zu sanften und flehentlichen Klängen. So wurde das „Tuba mirum“ vom Solo-Posaunisten und Manuel Winckhler (Bass) sehr gefühlvoll und versöhnlich gestaltet.

Manuel Wincklher, der schon am Gärtnerplatztheater und dem Opernfestival Oberpfalz gastierte, gewann das Publikum mit seinem sonoren und warmen Klang für sich. Die Altistin Cornelia Klüther führte das „Benedictus“ an und gefiel mit ihrer souveränen und anpassungsfähigen Stimme. Auch Dr. Tobias Gründl, der langjähriges Mitglied des „Landestheater Bayern“ und der „Opernbühne Schloss Maxlrain“ war, überzeugte mit seinem strahlenden Tenor im Benedictus.

Den Abschluss der Totensequenz bildete das bekannte „Lacrimosa“, welches vom Chor äußerst gefühlvoll gestaltet wurde. Von majestätischen Ausrufen bis zu schwebenden Klängen des Chors zeigte sich hier die ganze Feinheit des Ensembles. Doch auch das anspruchsvolle „Quam olim Abrahae“ wurde von Chor und Orchester in überzeugender Präzision dargeboten. Michael Bachmann hat in jedem Augenblick den Chor und das Orchester mit seinem klaren Dirigat souverän durch das Werk geführt.

Dabei hat er gekonnt alle klanglichen Facetten des Ensembles ausgelotet und von den Mitwirkenden präzise eingefordert. Der letzte Vers des Requiems „Quia pius es“ – „denn du bist mild“ hallte in der Kirche nach und die Spannung im Publikum löste sich in langanhaltenden Applaus. Die strahlenden Gesichter bei Zuhörern wie auch Ausführenden lassen hoffen, dass das Ensemble auch zukünftig wieder in der Stadtpfarrkirche zu hören sein wird.

stn

Mehr zum Thema

Kommentare