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Im Gespräch

„Mit Vor- und Weitsicht geplant“: Kämmerer Thomas Hell über Eckdaten des Ampfinger Haushalts

Rund 7,6 Millionen Euro veranschlagt die Gemeinde Ampfing als Ausgaben im Vermögenshaushalt. Klinger
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Rund 7,6 Millionen Euro veranschlagt die Gemeinde Ampfing als Ausgaben im Vermögenshaushalt. Klinger
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Ampfing – Knapp zwei Millionen Euro weniger als noch 2019 umfasst das Gesamtvolumen des Ampfinger Haushalts. Was die Gründ dafür sind und welche Herausfoderungen die Gemeinde beim Aufstellen des Haushalts hatte, darüber spricht Kämmerer Thomas Hell mit den OVB-Heimatzeitungen.

Was ist typisch für diesen Haushalt?

Thomas Hell: Unter den schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umständen war es das Ziel, einen verantwortungsvollen Haushalt aufzustellen. Ein solcher soll mit Um- und Weitsicht den notwendigen Spielraum für notwendige Investitionen lassen, bringt aber auch die notwendige Sorgfalt für eventuelle Einnahmenschwankungen mit sich.

Wofür gibt die Gemeinde in diesem Jahr am meisten Geld aus?

Hell: Die höchsten Ausgabepunkte sind Ausgaben für die Erschließung des Baugebiets an der Schickinger Straße und für Grundstückserwerbe.

Was ist Ihre wichtigste Einnahmequelle?

Hell: Hier ist natürlich als erstes die Gewerbesteuer und die Beteiligung an der Einkommenssteuer zu nennen. Bei der Gewerbesteuer rechnen wir mit 4,5 Millionen Euro, mit 3,9 Millionen Euro bei der Einkommenssteuer. Auch die Zuweisungen und Zuweisungen für Investitionen gehören dazu.

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Ist das Volumen im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen?

Hell: Das Gesamtvolumen ist in diesem Jahr gesunken. Dies hängt mit einer etwas vorsichtigeren Investitionspolitik zusammen. Da man aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage die Entwicklung der Steuereinnahmen nicht genau einschätzen kann, hat die Gemeinde Ampfing hier eher mit Vor- und Weitsicht geplant .

Warum hat sich die Kreisumlage erhöht?

Hell: Die Erhöhung der Kreisumlage hängt zum einen durch eine Erhöhung durch den Landkreis ab. Des Weiteren ist, die Kreisumlage auch von der Steuerkraft der vergangenen Jahre abhängig. Somit sind wir hier doppelt betroffen und die enorme Zunahme zu erklären. Die Gemeinde führt heuer 4,92 Millionen Euro Kreisumlage ab, das sind rund 900 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Welche Unterhaltungsaufwendungen haben die diesbezügliche Steigerung verursacht?

Hell: Der Bau vieler Einrichtungen in der Gemeinde, zum Beispiel bei den Kindertagesstätten, Feuerwehr, Hackgutheizung, Sporthallen oder Schulen beinhaltet damit verbundene Unterhalts- und Wartungsaufwendungen. Lüftungsanlagen, Heizungen oder auch Aufzugsanlagen bedürfen jährlicher Wartungs- und Sicherheitsüberprüfungen. Diese sind mittlerweile so hochkomplex geworden, dass diese nicht mehr von eigenem Personal durchgeführt werden können.

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Wie hoch ist die Gewerbesteuerentwicklung, wie war sie in den Vorjahren?

Hell: Die Gewerbesteuereinnahmen sind glücklicherweise auf einem konstant hohen Niveau um die vier Millionen Euro. In diesem Jahr rechnen wir sogar mit Einnahmen von 4,5 Millionen Euro. Hier gilt der Dank an die zahlreichen Unternehmen und Betriebe in Ampfing aus den Bereichen Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen, die hier für den gesamten Ort diese Einnahmen erwirtschaften.

Wie stellt sich der Schuldenstand der Gemeinde dar?

Hell: In den letzten Jahren konnte die Gemeinde den Schuldenstand kontinuierlich reduzieren. Im Jahr 2012 waren es noch fast acht Millionen Euro Schulden. Zu Beginn des Haushaltsjahres zeigte der Schuldenstand „nur“ noch ein Wert von rund 2,9 Millionen Euro an.

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Muss Ampfing für den neuen Haushalt einen Kredit aufnehmen?

Hell: In diesem Jahr ist eine Kreditermächtigung in Höhe von rund 800 000 Euro im Haushalt veranschlagt.

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