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EIN WEG GEGEN POLITIKVERDROSSENHEIT

Jugendrat für Aschau geplant: Gemeinderat Thomas Duxner will der Jugend eine Stimme geben

Gemeinderat und Jugendreferent Thomas Duxner
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Gemeinderat und Jugendreferent Thomas Duxner

Waldkraiburg hat es schon lange, Mühldorf hat es erst seit kurzem: ein Jugendparlament. Jetzt könnte iIn Aschau die Jugend auch eine eigene Stimme bekommen. Denn Gemeinderat und Jugendreferent Thomas Duxner will in der Gemeinde einen Jugendrat etablieren. Erste Mitstreiter gibt es bereits.

Aschau – Kinder und Jugendliche zwischen elf und 19 Jahren will Thomas Duxner mit der Idee eines Jugendrats ansprechen. Ihre Wünsche sollen gehört und – wenn möglich – umgesetzt werden. In einem Brief hat er die Zielgruppe bereits um Mithilfe gebeten, die ersten Ideen und Hilfsangebote sind bei der Gemeinde bereits angekommen.

Ein Weg gegen Politikverdrossenheit

Der Jugend eine Stimme geben – genau mit diesem Motto ist Duxner an die Jugendlichen herangetreten. Ideen der jungen Menschen will er im Jugendrat bündeln. Ihm ist wichtig, dass nicht Erwachsene über die vermeintlichen Bedürfnisse der Jugendlichen sprechen, sondern die jungen Menschen selbst.

„Der Jugendrat ist ein Weg, um gegen Politikverdrossenheit entgegenzuwirken“, ist sich Duxner sicher. „Hier können die Jugendliche etwas bewirken, etwas verändern. Sie lernen, mit Grenzen und Kompromissen umzugehen.“

Auch für die Zukunft jedes einzelnen sei das wichtig: „Die Arbeit in Gremien, das Aufteilen von Aufgaben und das Klarstellen eigener Standpunkte – das benötigen junge Menschen auch im späteren Leben. Der Jungendrat ist eine Möglichkeit, solche Fähigkeiten zu schulen.“

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Acht Jugendliche haben sich bereits gemeldet, Ideen von einem Soccerplatz über einen Radl-Parcours bis hin zur Tischtennisplatte sind eingegangen. Wie der Jugendrat schlussendlich aussieht, lässt der 45-Jährige noch offen. Eine feste Gruppe solle es geben. Deren Anzahl an Mitgliedern und die Aufgabenverteilung würde sich dann schon zeigen.

Lukas Wastlhuber (16) hat sich mit einem konkreten Vorschlag bei Duxner gemeldet. Er wünscht sich einen Pumptrack – einen Parcours für Mountainbikes und BMX-Räder.

Ziel dabei ist, die Stecke möglichst ohne Treten, sondern mit reiner Körperkraft, zu fahren. „Um einen Pumptrack zu bauen, braucht man einen ebenen Platz. Mit einem Bagger, einer Rüttelplatte und viel Erde kann man dann günstig solch eine Strecke bauen“, informiert der Jugendliche.

Angebote für jedes Alter und Interesse

Auch Alexander Schropp (14) möchte im Jugendrat mitmachen. Er wünscht sich, dass es für jedes Alter und jedes Interesse Angebote gibt: „Eine Tischtennisplatte würde mir gefallen.“ Und er bedauert, dass der Bolzplatz beim Kindergarten kleiner geworden ist. Er hofft auf einen Größeren an anderer Stelle.

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Als eines der ersten Treffen kann sich Duxner zwei Tage mit Übernachtung im Obermeierhof in Jettenbach vorstellen. Ein Konzept ließe sich dort erarbeiten. Mit dem Landratsamt und Referenten ist er bereits in Kontakt.

„Selbstverständlich kann ein solches Treffen erst stattfinden, wenn die Corona-Ansteckungszahlen wieder gering sind“, sagt Duxner. Zunächst sollen Videokonferenzen stattfinden. „Das kennen die Jugendlichen ja bereits aus dem aktuellen Schulunterricht. Darin sind sie also geübt.“

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