Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Stiftung investiert

Jetzt kommen die Alpakas: Ecksberg baut für über 30 Millionen Euro neue Häuser für Behinderte

Lange schon ist das Haus im Mühldorfer Tal unbewohnt. Bald soll dort eine Außenwohngruppe der Stiftung Ecksberg einziehen. Doch das ist nicht das einzige Bauvorhaben der Behinderteneinrichtung.
+
Lange schon ist das Haus im Mühldorfer Tal unbewohnt. Bald soll dort eine Außenwohngruppe der Stiftung Ecksberg einziehen. Doch das ist nicht das einzige Bauvorhaben der Behinderteneinrichtung.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
    schließen

Voraussichtlich über 30 Millionen Euro will die Stiftung Ecksberg investieren, um ihren Bewohnern neue Wohnungen und therapeutische Angebote zu machen. Auf dem Gelände der Stiftung sollen neue Häuser entstehen, im Altmühldorfer Tal soll es eine ganz besondere Unterkunft geben.

Mühldorf – Der Neubau der Außenwohngruppe im Altmühldorfer Tal ist nur eines der großen Bauvorhaben der Behinderteneinrichtung Stiftung Ecksberg im nächsten Jahr. Auf dem Sportplatz direkt auf dem Stiftungsgelände sollen darüber hinaus drei neue Wohnheime für Behinderte errichtet werden, in denen 81 Bewohner Platz finden.

Lesen Sie auch:

Den ganzen Tag Corona nervt - Claus Fink lebt in der Stiftung Ecksberg

Einer entsprechenden Bauvoranfrage hat der Bauausschuss der Stadt Mühldorf jetzt zugestimmt. In den Häusern sollen jeweils drei Gruppen mit neun Bewohnern, also 27 Menschen pro Haus untergebracht werden.

Wohnraum für 72 Menschen

Der Bau ist nach Angaben der Stiftung Ecksberg notwendig, weil zwei Bewohnerheime auf dem Gelände der Stiftung stark renovierungsbedürftig sind und nicht mehr modernen Wohn-Standards entsprechen. Das alte Haus Elisabeth hat 72 Plätze, es soll saniert werden. Das alte Haus Franziskus geht in den Neubau über, was aus dem alten Haus wird, ist laut Stiftungsvorstand Stefan Reiter noch offen. „Es gibt verschiedene Ideen zur Nachnutzung, davon hängen dann weitere Sanierungskosten ab.“ Bis das soweit ist, gehen laut Reiter noch sechs Jahre ins Land.

-

+++ Hier finden Sie unsere Themenseite zur OVB-Weihnachtsaktion. Alle Informationen zur Aktion gibt es hier. Sie wollen für die OVB-Weihnachtsaktion spenden? Hier geht‘s zum Spendenformular. +++

Die neue Haus Franziskus besteht aus drei längliche Bauwerke mit runden Fronten an den Stirnseiten. Dazu kommen zwei kleinere Gebäude, in denen Mülltonnen und Fahrräder abgestellt werden sollen. Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner lobte die Planung der Stiftung Ecksberg als „ganz besonders und sensibel.“ Die Stiftung selbst erklärt, dass das Haus mit Fotovoltaik- und Solaranlage ausgestattet werden soll. Für den wegfallenden Sportplatz gibt einen Kleinfeldplatz als Ersatz. Insgesamt 300 Menschen leben auf dem Hauptgelände in Ecksberg. Dafür will die Stiftung Ecksberg mehr als 30 Millionen Euro ausgeben.

Auch interessant:

Fünf Millionen fürs Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten in Mühldorf

Außerdem hat die Stiftung auch ein seit Langem brachliegendes Grundstück mit Gebäude im Altmühldorfer Tag unterhalb des Stiftungsgeländes gekauft. Dort will sie ein Wohnhaus für eine Außenwohngruppe errichten. Fünf Ecksberger Bewohner sollen dort an 2022 leben. Die Stiftung will das bestehende Haus sanieren und durch einen Anbau ergänzen. Knapp eine Million Euro sind die Baukosten dafür.

Behinderte sollen Tiere betreuen

Auf dem Grundstück entsteht auch ein Hühnerhaus, Forellenbecken und ein Stall für Alpakas. Das ist nach Angaben der Stiftung ein besonderes Angebot für Menschen, „die Integrationsproblem mit herkömmlichen Strukturen der Behindertenhilfsabgebote haben“. Für sie sollen die landwirtschaftlichen Tätigkeiten einen besonderen Beschäftigungsrahmen bieten. Ihre Aufgabe werde es sein, die Tiere unter Anleitung zu versorgen und zu pflegen, bei Reparaturen mit zuarbeiten, Eier zu verpacken und zu verkaufen.

Noch mehr Geschichten aus Ecksberg:

Ruhender Pol am Ecksberger Gutshof: Josef Enzinger für 50 Dienstjahre geehrt

Das Haus liegt im sogenannten Außenbereich, in dem Baugenehmigungen nur in Ausnahmen möglich sind. Rechtlich kann das Vorhaben nach Angaben von Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner nur genehmigt werden, wenn „öffentliche Belange“ nicht berührt werden. Das sei der Fall, sodass dem Bau aus Sicht der Stadt nichts entgegensteht. Auch das Landratsamt habe sich positiv zur Planung geäußert, die Behörde muss den Bau im Tal genehmigen.

Kommentare