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Pläne von Primavera

Jetzt doch grünes Licht für Walzmühle: Bauausschuss stellt sich hinter Erweiterung in Mühldorf

Prägendes Industriegebäude: Die Walzmühle am Bahnhof soll um ein 25-Meter hohes Silo-Gebäude erweitert werden. Lärm und Optik sind dabei zwei wichtige Punkte.
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Prägendes Industriegebäude: Die Walzmühle am Bahnhof soll um ein 25-Meter hohes Silo-Gebäude erweitert werden. Lärm und Optik sind dabei zwei wichtige Punkte.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Nach kritischen Anmerkungen in der letzten Sitzung stellte sich der Bauausschuss diesmal ausdrücklich hinter die Pläne des Unternehmens Primavera. Der Naturkosthersteller will in der Nähe des Bahnhofs ein 25 Meter hohes Silo bauen. Wie es genau aussehen soll, steht noch nicht fest

Mühldorf – Nach früheren Bedenken einiger Stadträte gegen die Erweiterung der Walzmühle am Bahnhof hat sich der Bauausschuss jetzt einstimmig hinter die Pläne gestellt. Verbunden hat der Ausschuss damit die Hoffnung, dass sich das Unternehmen Primavera seiner Verantwortung für das Stadtbild bewusst ist.

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Das Verfahren lief schon einige Montage, als es der neue Stadtrat im Sommer erstmals auf die Tagesordnung nahm. Damals kritisierte vor allem Stefan Schinko (Grüne) die Ausbaupläne, er fürchtete, dass das neue, 25 Meter hohe Silo einen allzu starker Eingriff in die Umgebung darstelle. Er forderte detailliertere Pläne und Ansichten des Bauvorhabens, um es beurteilen zu können.

25 hohes Silo am Bahnhof

Die gibt es zwar immer noch nicht, das Bauleitverfahren geht trotzdem weiter. Denn in der jüngsten Bauausschusssitzung stellten sich alle Stadträte hinter das Vorhaben. Mit dem Bau eines neuen 25 Meter hohen Silos auf der anderen Straßenseite am Bahnhof will Primavera am Firmenstandort mehr Lagerkapazitäten schaffen. Damit sollen Betriebsabläufe verbessert und Transportfahrten zu Lagern außerhalb der Stadt vermieden werden.

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Damit Primavera bauen kann

Laut Primavera-Geschäftsführer Josef Gaigl ist die Erweiterung dringend notwendig. Derzeit lagert der Betrieb Rohstoffe nach seinen Angaben auch in Massing und Forsting, eine betrieblich und aus Umweltsicht unbefriedigende Lösung, weil sie viele Transportfahrten nach sich ziehe. „Das können wir uns wirtschaftlich und ökologisch nicht leisten“, sagte Gaigl, als er die Pläne gegenüber der Heimatzeitung vorstellte.

Transportsteg in luftiger Höhe

Die Bedenken, das neue Silo samt Transportbrücke in luftiger Höhe beeinträchtige das Stadtbild, versuchte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner zu zerstreuen. „Es soll dort nichts gemacht werden, was dem Stadtbild entgegen stehen könnte“, sagte sie über die Verhandlungen mit dem Eigentümer der Walzmühle. Sie geht davon aus, dass die konkrete Bebauung eng mit der Stadtverwaltung abgesprochen werde. Nähere Pläne, wie die Gebäude aussehen sollten, lägen aber noch nicht vor.

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Das Silo soll sich in Höhe und Aussehen an den bestehenden Betriebsgebäuden orientieren, verspricht Geschäftsführer Gaigl. Eine Produktion ist in dem Silo nicht vorgesehen, es soll eine reine Lagerstätten werden.

Historisches Gebäude schützen

Um die Verantwortung seines Unternehmens für die Umgebung zu belegen, verweist er auf die jüngsten Sanierungsmaßnahmen am historischen Gebäude der Walzmühle. „Wir haben Verantwortung für ein Wahrzeichen“, sagt Gaigl. „Ich würde es nie fertig bringen, das Denkmal zu schädigen.“ Etwa zwei Millionen Euro hat Primavera in den letzten Jahren investiert, um den alten Silo-Turm zu überholen.

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Ein Wahrzeichen erhalten

Grünen-Stadtrat Schinko gab zu, dass er dem Vorhaben zunächst sehr kritisch gegenüber gestanden habe. Heute glaube er, dass das neue Silo-Gebäude mit 25 Metern ungefähr so hoch, werde wie die Hochhäuser in der Schillerstraße und das bestehende Silo und damit in die Umgebung passten. Er betonte aber: „Das ist stadtprägend.“

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Es sei aber zu begrüßen, wenn sich eine Firma in der Stadt erweitern wolle. Neue Wohnhäuser in dieser Höhe seien in der Schillerstraße ohnehin möglich gewesen. „So hoffe, dass die Fassadengestaltung schön gemacht wird“, sagte er. Das gelte auch für die Verbindungsbrücken über der Straße.

Lärmbelästigung soll kein Problem sein

Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner rechnet nicht mit einer höheren Lärmbelästigung durch das neue Silo. Lärmschutz sei ein wichtiges Thema, sagte sie, in diesem Bereich aber kein Problem. Laut Weichselgartner hat das Landratsamt die Lärmbelästigung geprüft und für nicht gegeben gehalten.

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