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JUBILÄUM

Inspiration in der freien Natur: Auf dem Radl entstehen bei Alois Hopf die Predigten

  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Pfarrer wird am Mittwoch 80 Jahre alt – Kirche in Mühldorf 33 Jahre lang entscheidend mitgeprägt

Mühldorf/Mettenheim – Gut 20 Jahre war Alois Hopf Pfarrer in Mühldorf. In dieser langen Zeit hat er das kirchliche Leben in der Stadt und Mettenheim stark geprägt und bis heute darin nicht nachgelassen.

Am Mittwoch wird Hopf 80 Jahre alt, noch immer steht er bei Gottesdiensten am Altar, zumeist in seinen ehemaligen Pfarreien Altmühldorf und Mettenheim. Sein Nachfolger Roland Haimerl würdigt das ausdrücklich: „Er unterstützt die Stadtkirche mit all seiner Kraft. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.“

Mutter musste drei Kinder ohne den Vater aufziehen

Hopf wurde in Eibach bei Dorfen geboren. Mit zwei Geschwistern wuchs er dort auf. Der Vater war Wagner, die Mutter arbeitete auf Bauernhöfen als Helferin. 1943 wurde sein Vater in Russland vermisst, die Mutter schaffte es, sich und die drei Kinder über Wasser zu halten. Für Alois und seine Geschwister waren Erntedank und Kirchweih die höchsten Festtage, denn da gab es immer reichlich zum Essen.

Berichte aus Mühldorf lesen Sie auf unserer Themenseite.

Beeindruckt von jungem Kaplan

Ein junger Kaplan beeindruckte Hopf so sehr, dass er die Priesterlaufbahn einschlug. Er kam im Internat in Freising unter, wo er 1962 sein Abitur machte. Hopf wechselte ins Priesterseminar und auf die theologische Hochschule.

Am 29. Juni 1968 wurde er als einer von 23 Neupriestern von Kardinal Julius Döpfner zum Priester geweiht. Die Primiz fand in Staffing bei Dorfen statt. „Im Freien statt, das Wetter war unsicher“, erinnert sich der Jubilar.

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Seine 91-jährige Nachbarin bekocht den Jubilar

Bernau am Chiemsee und München St. Andreas waren seine Stationen, bevor er 1978 in die Pfarrei St. Peter und Paul nach Mühldorf kam, wo er 20 Jahre arbeitete. 1998 wechselte er für zehn Jahre in den Pfarrverband Anzing-Forstinning.

Seit 2008, dem Beginn seines Ruhestands, wohnt Hopf in Mettenheim. Seine 91-jährige Nachbarin bekocht ihn, jeden Tag gegen 12 Uhr geht er zum Mittagessen. „Sie gibt mir so viel mit“, sagt Hopf, „dass es für abends auch noch reicht“.

Hopf bedauert, dass er bei seinen Gottesdiensten in diesen Monaten nicht mehr in die Stiftung Ecksberg kommt, um mit den Behinderten zufeiern. Corona hat die Gottesdienste dort weitgehen unmöglich gemacht.

Heimatzeitung als tägliche Lektüre

In seiner Freizeit liest das Geburtstagskind mit Vorliebe die Heimatzeitung, er spielt leidenschaftlich Schafkopf und er radelt. Dabei, sagt er, fallen ihm Gedanken zur Predigt ein.

Musikalisch hat er Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart gehört, jetzt spielt ihm sein Gehör gelegentlich Streiche. Er mag erheiternde Literatur, Münchner Komiker wie Karl Valentin oder der Weiß Ferdl haben es ihm angetan.

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