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Ausstellung im Gesundheitsamt informiert ab Dienstag

Infektionsgefahr mit Meningokokken

Mühldorf - Über die Gefahr einer Infektion mit Meningokokken können sich Interessierte im Gesundheitsamt Mühldorf bei einer Ausstellung vom 27. April bis 14. Mai informieren.

Es kann furchtbar schnell gehen: Eben noch bei bester Gesundheit, entwickelt ein Kind in rasender Geschwindigkeit Grippesymptome, merkwürdige dunkelrote Flecken und schwebt binnen weniger Stunden in akuter Lebensgefahr. Der Grund: eine Infektion mit Mengingokokken C.

Meningokokken sind Bakterien, die den Hals- Rachenraum des Menschen besiedeln. In Deutschland und Europa sind vor allem die Gruppen C und B verbreitet. Besonders schwer können Infektionen der Meningokokkengruppe C verlaufen. Dabei ist das Bakterium sehr weit verbreitet - und richtet in den meisten Fällen keinen Schaden an. Jeder fünfte Deutsche trägt Meningokokken in sich, ohne etwas davon zu spüren.

Umso fataler ist es, wenn die Erkrankung tatsächlich ausbricht. Betroffen sind vor allem Kinder und Säuglinge, weil hier das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. Aus diesem Grund sind 40 Prozent aller Erkrankten Kinder bis zum fünften Lebensjahr. Anstecken kann sich ein Kind aufgrund der hohen Verbreitung der Meningokokken beinahe überall: im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder bei Familienangehörigen.

Eine weitere Gefährdungsgruppe sind Jugendliche. Hier ist es vor allem der intensive soziale Kontakt untereinander, der die Übertragung von Meningokokken begünstigt.

Hat sich ein Kind oder ein Jugendlicher tatsächlich infiziert und erkrankt, kommt es auf jede Minute an: Eine Meningokokken-Infektion muss so schnell wie möglich mit Antibiotika behandelt werden. Dies ist besonders problematisch, weil die Erkrankung eher unspezifisch beginnt und sich nicht auf Anhieb von einer Grippe unterscheiden lässt. Erste Symptome sind Fieber, Übelkeit und Kopfschmerzen. Ein Warnsignal sind außerdem Einblutungen, die sich als dunkelrote Flecken auf der Haut zeigen - allerdings meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium.

Wird eine Infektion mit Meningokokken nicht schnell diagnostiziert und spezifisch behandelt, gibt es zwei schwere Verlaufsformen: Zum einen eine durch die Bakterien ausgelöste Hirnhautentzündung, zum anderen eine lebensbedrohliche Blutvergiftung. Beide Formen können auch zusammen auftreten und haben oft schreckliche Folgen. Jeder fünfte Erkrankte trägt bleibende Schäden davon. Jeder zehnte Patient stirbt trotz modernster intensivmedizinischer Behandlungsmöglichkeiten.

Angesichts der Schwere des Verlaufs einer Meningokokken-Infektion empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert- Koch-Instituts für alle Kleinkinder im zweiten Lebensjahr eine Impfung gegen Meningokokken C, die für ein Drittel der Erkrankungsfälle verantwortlich sind. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschützt ist, soll die Impfung bis zum 18. Lebensjahr nachholen. In beiden Fällen werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Für die Infektion mit Meningokokken B gibt es keine Impfung.

Für Rückfragen steht das Gesundheitsamt unter Telefon 0 86 31/69 95 09 oder 69 95 12 zur Verfügung. re

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