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Ausbau geplant

Im Oktober schon 100.000 Strafzettel: Verkehrsüberwachung Südostbayern zieht in Töging Bilanz

Die Firmenzentrale Tögin und der Blitzer bei der Verkehrüberwachung.
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Die Firmenzentrale Tögin und der Blitzer bei der Verkehrüberwachung.
  • vonPeter Becker
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Ende 2019 kam man noch auf deutlich mehr als 200.000 Raser. 58 Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung sind im Außendienst tätig. Die Messstunden stiegen von 2000 auf 2200 und die Überwachungsstunden im ruhenden Verkehr von 2500 auf über 3000.

Töging –  86 Vertreter der beteiligten Kommunen konnte der Verbandsvorsitzende Tobias Windhorst zur Versammlung in der Töginger Mehrzweckhalle begrüßen. Diese beschlossen einstimmig die Erweiterung des Verbandes um zwölf weitere Kommunen. Die Größten darunter sind Karlsfeld bei München sowie Vilshofen und Grafenau in Niederbayern.

Arbeitsstunden sind stark angestiegen

Wie aus dem Bericht von Geschäftsführer Simon Wallner hervorgeht, wird der Verband im kommenden Jahr voraussichtlich die 200. Mitgliedskommune begrüßen können. Mehr Arbeit leisteten die 58 Mitarbeiter im Außendienst, die im Oktober deutlich mehr Einsätze als im Vorjahresmonat hatte: Die Messstunden stiegen von 2000 auf 2200 und die Überwachungsstunden im ruhenden Verkehr von 2500 auf über 3000.

Erfreulich im Sinne der Verkehrssicherheit ist, dass trotz der vermehrten Messungen bis Ende Oktober nur rund 175 000 Geschwindigkeitsübertretungen verfolgt werden mussten. Ende 2019 kam man noch auf deutlich mehr als 200 000 Raser.

Die Knöllchen wiederum erreichten mit mehr als 100.000 bereits im Oktober schon fast den Stand von 2019, weswegen Geschäftsführer Simon Wallner auch im „Coronajahr“ bisher keinen rückläufigen Trend feststellen konnte. Vor allem im Januar 2020 gab es insgesamt fast 7 000 Verfahren mehr, als im Vorjahresmonat und auch im Februar wurden noch rund 1 500 Verkehrssünder mehr kontrolliert. Von März bis Juli machte sich dann der Lockdown bemerkbar, wobei vor allem April, mit mehr als 6000, und Mai, mit mehr als 5200 weniger an Ordnungswidrigkeiten in der Statistik zu Buche schlägt.

Für das Jahr 2021 ein Ausbau geplant

Doch bereits seit August ist man wieder deutlich über den Fallzahlen des Vorjahres. Erfreulich für die durch die StVO-Novelle seit April zu Unrecht verfolgten Verkehrssünder: nach dem Aufhebungsbescheid vom 2. Juli werden die Ordnungswidrigkeiten wieder nach dem Bußgeldkatalog vom November 2017 behandelt und auch bereits eingezogene Führerscheine wurden wieder ausgehändigt.

Grund genug, dass auch die Personalabteilung am Standort Töging für das Jahr 2021 einen Ausbau plant. Im zweiten Obergeschoß des Verwaltungsgebäudes im Industriepark Inntal sollen neun weitere Büros reaktiviert werden. Begonnen hatte der Zweckverband 2007 mit 20 Büros im rechten Flügel des ersten Obergeschoßes und seit 2018 nutzten die Mitarbeiter dann auch den linken Flügel mit sieben weiteren Büros.

Ab dem kommenden Jahr sollen im linken Flügel weitere 210 Quadratmeter an Bürofläche hinzukommen, womit dem wachsenden Verband dann insgesamt rund 1000 Quadratmeter für die Verfolgung der Ordnungswidrigkeiten und zur Planung der Einsätze zur Verfügung stehen. Trotz der Pandemie-Unterbrechung konnte die Personalabteilung 2020 die Mitarbeiter in Sachen Stressmanagement schulen: im Oktober konnte ein Workshop zum Abschluss gebracht werden, bei dem die Mitarbeiter auf den Umgang mit aufgebrachten Verkehrssündern vorbereitet wurden.

Zwei neue Blitzeranlagen

Ebenfalls gut vorbereit will der Zweckverband mit der Ausrüstung sein. Für mehr Sicherheit auf den Straßen werden künftig zwei neue Blitzeranlagen sorgen, die auf Anhängern montiert sind und daher nicht nur schnell ihren Einsatzort wechseln können, sondern, sobald mit dem zugehörigen Tablet eingerichtet, auch beide Fahrtrichtungen gleichzeitig überwachen können.

Gegen Vandalismus ist die 243.500 Euro teure Anlage, die sich bereits drei Monate für weitere 26 500 Euro im Testbetrieb befand, bestens geschützt: Sie ist mit einem GPS-Sender, einem Rüttelmelder sowie einer Feuerlösch- und Warnanlage ausgestattet und zudem per LTE ständig mit dem Netzwerk des Zweckverbandes verbunden.

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