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Eindringlicher Appell von Bürgermeister Pötzsch

Im Kampf gegen explodierende Inzidenzwerte: Schnelltest-Offensive in Waldkraiburg

Christian Huber aus Waldkraiburg war am Dienstag vormittag einer der ersten, die sich am Eisstadion von Kathrin Troebes vond er DLRG testen ließ.
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Christian Huber aus Waldkraiburg war am Dienstagvormittag einer der ersten, die sich am Eisstadion von Kathrin Troebes von der DLRG testen ließ.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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„Die Zahlen müssen runter!“ Eindringlich appelliert Bürgermeister Pötzsch an die Bürger Waldkraiburgs, zum Impfen zu gehen und sich testen zu lassen. Die Schnelltest-Station am Eisstadion ist jetzt 35 Stunden pro Woche geöffnet.

Waldkraiburg – „Gehen Sie zum Impfen, nutzen Sie die Testmöglichkeiten. Nur so können wir die Infektionsketten unterbrechen und die hohen Inzidenzwerte in Waldkraiburg senken, damit wir das Leben wieder hochfahren können.“ Einen eindringlichen Appell richtete Bürgermeister Robert Pötzsch an die Bürgerinnen und Bürger, als er am Dienstag die Teststation der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft am Eisstadion besuchte.

DLRG weitet die Testzeiten aus

Der DLRG-Kreisverband hat die Zeiten dort noch einmal ausgeweitet – auf insgesamt 35 Stunden in der Woche. Seit Dienstag ist die Teststation nun auch an Werktagen vormittags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

Die Zahlen sind besorgniserregend, der Inzidenzwert im Landkreis Mühldorf (Plus-Artikel OVB-Online) hält sich deutlich jenseits der 300er-Marke. Bundesweit zählt die Region damit zu den Corona-Hotspots. Und Waldkraiburg leistet dazu einen wesentlichen Beitrag, zuletzt bei einem Inzidenzwert von über 600.

Die meisten Ansteckungen im privaten Bereich

Über Lockerungen will Bürgermeister Robert Pötzsch auch schon bei Werten über 100 reden, wie er sagt. Doch auf der aktuellen Grundlage seien Lockerungen nicht denkbar. „Dazu müssen die Zahlen runter.“ Und die werden laut Pötzsch nicht in erster Linie in den Firmen (Plus-Artikel) nach oben getrieben. Die seien zuletzt mit etwa 18 Prozent am Infektionsgeschehen im Landkreis beteiligt. Die meisten Ansteckungen passierten jedoch im privaten Bereich.

Pötzsch: Der Weg zurück ins normale Leben führt über Testen und Impfen

Der einzige Weg zurück in ein normales Leben führe über das Testen und Impfen. Pötzsch ist froh, dass sich 780 Personen an der zweiten Impfaktion am Wochenende im Eisstadion beteiligt haben, macht aber auch kein Geheimnis daraus, dass er sich eine noch größere Beteiligung gewünscht hätte. Der Impfstoff, AstraZeneca, wäre da. „Wir hätten die Möglichkeit nach zu ordern.“

Testkapazitäten noch längst nicht ausgeschöpft

Auch die Testkapazitäten, die die DLRG vorhält, wurden laut Alexander Fendt, Technischer Leiter Einsatz im Kreisverband, bisher nicht ausgeschöpft. Weit über 4000 Schnelltests haben die 25 Einsatzkräfte der DLRG seit 20. März am Eisstadion genommen. Etwa 50 waren laut Fendt positiv. Genau darum gehe es, Menschen, die nicht wissen, dass sie infiziert sind, aber andere anstecken können, herauszufiltern.

Junge Leute lassen sich kaum testen

Vor allem an die jungen Leute, die viele Kontakte haben, richtet er den Appell, sich testen zu lassen. Bisher ist jedoch genau diese Altersgruppe an der Teststation spärlich vertreten. „Grade diejenigen, die die Inzidenz oben halten, kommen selten.“

Seit dem Wochenende geht Trend nach oben

Bisher habe man am Eisstadion pro Woche durchschnittlich 1000 Tests genommen, sagt Fendt. Seit Kurzem geht der Trend leicht nach oben. Am Wochenende kamen 500 Personen zur Teststation, 50 mehr als am voran gegangenen Wochenende. „Von der Kapazität her könnten wir aber doppelt so viele Tests bewältigen.“

Und an diesem Montagnachmittag seien so viele wie noch nie an einem Werktag zum Schnelltest gekommen. „Alle Terminslots waren ausgebucht.“ Zeichnet sich da schon eine Entwicklung in die richtige Richtung ab? Wächst das Problembewusstsein in der Bevölkerung?

Landrat ruft Testoffensive mit Gewerbeverbänden aus

Für diese Woche hat Landrat Max Heimerl eine gemeinsame Testoffensive mit dem Waldkraiburger Gewerbeverband und der Aktionsgemeinschaft für Handel und Handwerk ausgerufen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Betriebe stehen die Testmöglichkeiten im Rahmen der Bürgertestung im Corona-Schneltest-Zentrum am Eisstadion zur Verfügung, zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten von 16.30 bis 19 Uhr.

Schnelltests: Wann, wo, wie?

Das Schnelltest-Zentrum der DLRG am Parkplatz vor dem Eisstadion, das als Drive-In angelegt ist, liegt für die Waldkraiburger besonders günstig, doch es steht auch allen Bürgern aus der Umgebung, selbst außerhalb des Landkreises Mühldorf offen.

Seit Dienstag dieser Woche gelten folgende Öffnungszeiten: Montag von 16.30 bis 19 Uhr, Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 16.30 bis 19 Uhr sowie Samstag/Sonntag von 9 bis 16 Uhr.

Um Anmeldungen wird gebeten, sie sind aber nicht zwingend erforderlich.

Die Schnelltests sind kostenlos und auch mehrmals in einer Woche möglich, so Alexander Fendt von der DLRG.

Weitere Testmöglichkeiten gibt es in den Arztpraxen sowie bei drei Apotheken in der Stadt: Antonius-, Rosen- und Sonnen-Apotheke.

hg

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