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In schwierigen Zeiten

Hoffnung für künftige Volksfeste: So sieht das Konzept fürs Mühldorfer Weißbierzelt aus

Ein Prosit auf das Weißbierzelt: Weißbräu Wolfgang Unertl, Bürgermeister Michael Hetzl, Volksfestorganisator Walter Gruber und Festwirt Holger Nagl.
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Ein Prosit auf das Weißbierzelt: Weißbräu Wolfgang Unertl, Bürgermeister Michael Hetzl, Volksfestorganisator Walter Gruber und Festwirt Holger Nagl.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Ein neuer Festwirt auf dem Mühldorfer Volksfest: Hammerwirt Holger Nagl wird das Unertlzelt als Festwirt übernehmen. Er hat schon konkrete Pläne für das nächste Volksfest.

Mühldorf – Mit der neuen Zusammenarbeit wollen Holger Nagl und Wolfgang Unertl dem Weißbierzelt eine Zukunft geben. „Wir haben uns nach langer Überlegung entschieden, unseren Beitrag zu leisten“, sagte Holger Nagl über seine Entscheidung.

Wieder Wohnzimmer werden

Sein Ziel: Das Zelt soll wieder so werden, wie es jahrzehntelang war, bevor Alfons Schuhbeck es übernahm. „Das kann das Unertlfestzelt wieder zu dem machen, was es früher mal war: das Wohnzimmer der Mühldorfer.“

Das Zelt ist Geschichte: Mit dem Wechsel des Festwirts wird auch das neue Weißbierzelt wieder verschwinden. Holger Nagl will wieder zurück zu den Wurzeln des Unertlzelts, das gilt für Essen, Musik und Ausstattung.

Drei Jahre lang ab 2016 hatte der Münchner Promikoch das Zelt geführt, 2019 versuchte es Wolfgang Unertl mit einem Team. Beide Lösungen stießen bei den Besuchern auf Kritik und blieben wirtschaftlich hinter den Erwartungen zurück.

Regionale Produkte und Musikkapellen

Nagl versprach, die Zeit wieder etwas zurückzudrehen, auf regionale Produkte zu setzen und den Ansatz des plastikfreien Volksfests zu verfolgen. Es werde ein neues Zelt geben und ein überarbeitetes Konzept für die Logistik. „Das ist nicht einfach, weil der beengte Platz an dieser Stelle eine Herausforderung ist.“

Unertl-BIer kommt aus Aldersbach

Das Bier komme selbstverständlich von der Firma Unertl, die seit einigen Monaten nicht mehr selbst braut, sondern mit Aldersbacher zusammenarbeitet. Wolfgang Unertl betonte, dass das Weißbier dort nach Rezepten und Vorgaben der Mühldorfer Brauerei hergestellt werde.

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Der Weg zur Zusammenarbeit war langwierig, sagten die beiden Vertragspartner. „Es war keine einfache Findung“, so Unertl. „Uns war aber klar, dass wir wieder einen gestandenen Wirt aus der Region brauchen.“ Er werde alles daran setzen, dass das Zelt weiterlaufen könne, „das bin ich schon meinen Eltern schuldig“.

Hammerwirt will auch die Alm weiterführen

Holger Nagl, Chef des Hammerwirts, arbeitet seit 30 Jahren als Festwirt auf dem Mühldorfer Volksfest. Er betrieb lange das Weinzelt, das zuletzt zum Hammerfestzelt und in dem Erhartinger Bier ausgeschenkt wurde. Seit einigen Jahren gehört auch die Mühldorfer Alm zu seinen Volksfestgeschäften.

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Mit dem neuen Wirt soll sich auch das musikalische Konzept ändern, der Mühldorfer Volks- und Popmusiker Rainer Amasreiter wird als Musikmanager das Programm gestalten. Er versprach eine Mischung aus traditioneller Volksfestmusik und Bierzeltstimmungs-Angeboten für Jüngere. Amasreiter will vor allem heimische Gruppen auftreten lassen. Die Trennung auf zwei Bühnen wie 2019 wird es im neuen Weißbierzelt nicht mehr geben. „Das ist weder vernünftig machbar noch sinnvoll“, sagt er. Während in den Nachmittags- und Abendstunden gepflegte bayerische Musik gefragt sei, dürfe es abends und am Wochenende auch partymäßiger zugehen. Er will heimische Kapellen einbinden, darunter auch die beiden Mühldorfer Blaskapellen.

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Bürgermeister Michael Hetzl nannte es ein gutes Zeichen von Unternehmertum, dass Nagl in diesen schwierigen Zeiten einen solchen Schritt tun gehe. „Es ist ein toller Lichtblick, ein tolles Zeichen.“ Hetzl versprach, dass die Stadt alles tun werde, um im kommenden Sommer wieder ein Volksfest stattfinden werde.

Die Planungen dafür laufen nach Angaben von Volksfestorganisator Walter Gruber auf Hochtouren. Verträge würden vorbereitet, ein alternatives Konzept liege vor, sollte es Coronaeinschränkungen geben. Bürgermeister Hetzl erklärte, dass es ein solches Konzept aus diesem Jahr gebe, es sei aber von der Staatsregierung heuer im Sommer nicht akzeptiert worden.

Neben dem Weißbierzelt soll es weiterhin ein Zelt der Brauerei Erhartinger und Spaten geben, dazu die Alm, die Hammerwirt Nagl weiter betreiben will. Nagl betonte, dass er der Brauerei Erhartinger helfen wolle, einen neuen Festwirt zu finden.

Drei Zelte und eine Alm geplant

„Ich will keine verbrannte Erde hinterlassen.“ Die Stadt steht nach eigenen Angaben in Abstimmung mit den Brauereien Erhartinger und Spaten. „Alle drei Brauereien werden am Volksfest teilnehmen“, betonte Gruber

Konkrete Aussagen über die Durchführung des Festes wollten Gruber und Hetzl nicht machen. Das könne erst geschehen, wenn sich die weitere Corona-Entwicklung abzeichne.

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