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ODU Mühldorf erneut stark gewachsen

High-Tech-Stecker-Firma ODU will in Mühldorf weiter wachsen: Das ist heuer geplant

So neblig wie auf dem Foto ist die Zukunft von ODU nicht. Das Unternehmen will weiter wachsen, dazu sollen die beiden großen Neubauten im Vordergrund beitragen. Sie überragen die bisherigen Gebäude weit.
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So neblig wie auf dem Foto ist die Zukunft von ODU nicht. Das Unternehmen will weiter wachsen, dazu sollen die beiden großen Neubauten im Vordergrund beitragen. Sie überragen die bisherigen Gebäude weit.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Robust zeigt sich der Mühldorfer Steckerhersteller ODU auch in der derzeitigen Krise. Trotz Corona, Ukrainekrieg, Lieferengpässen und Inflation hat das Unternehmen seinen Umsatz erneut erhöhen können. So sind die Aussichten für heuer.

Mühldorf - Sichtbares Zeichen für das ungebrochene Wachstum des Herstellers von High-Tech-Steckverbindern sind die beiden Gebäude, die am östlichen Rand des Betriebsgeländes in die Höhe gewachsen sind. Fünfstöckig überragen sie das übrige Betriebsgelände und geben Produktion, Laboren und Büros so viel Platz, dass das Wachstum in Mühldorf weitergehen kann.

Denn davon geht die Geschäftsführung aus, auch wenn sie - wie in fast jedem Jahr - nur eine vorsichtige Prognose abgibt. „Es läuft auf sieben Prozent zu“, sagt Denis Giba, der als Geschäftsführer für den Vertrieb zuständig ist. Damit blieb ODU zwar unter den Zahlen von 2022, aber weiter auf dem Wachstumskurs der letzten Jahre.

280 Millionen Euro Umsatz

Auf 280 Millionen Euro beziffert Dr. Kurt Woelfl als Sprecher der Geschäftsführung den Umsatz im vergangenen Jahr, das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr. „Wir sind wider Erwarten schneller gewachsen als geplant.“ Heuer soll es um eine „nachhaltige Weiterentwicklung“ gehen, die ODU mit dem bisherigen Personal und der derzeitigen Ausstattung erreichen will. „Wir haben jetzt genug Leute und Anlagen für das Wachstum der nächsten Jahre“, erklärt Woelfl.

Damit machen sich nicht nur die Erweiterungen in Mühldorf positiv bemerkbar, auch an anderen Standorten in aller Welt hat ODU kräftig investiert. So wurden die Produktionsstandorte in Rumänien, Mexiko und China erweitert, das Mühldorfer Unternehmen ist auf seinen Kernmärkten Medizin-, Mobilitäts- und Messtechnik sehr gut durch das vergangene Jahr gekommen

Lieferketten aufrechterhalten

Hauptaufgabe sei wie für viele andere Firmen auch die Organisation der Lieferketten gewesen, sagt Woelfl, das werde auch heuer so bleiben. Um den 5000 Kunden pünktliche Lieferungen zu garantieren, sei die Erhöhung der Lagerkapazitäten ein Weg gewesen, spricht Vertriebschef Giba von „lokalem Just-in-Time“. ODU sei stolz darauf, dass es seine Verpflichtungen weitgehend habe einhalten können.

Der Personalstand hat sich im vergangenen Jahr um 200 Mitarbeiter erhöht, sodass in Mühldorf jetzt 1500 Menschen arbeiten. Weltweit sind es nach Angaben des kaufmännischen Geschäftsführers Dr. Josef Leitner 2600. „Wir setzen bei der Mitarbeitersuche weiter stark auf eigene Ausbildung“, sagt er, etwa die Hälfte der Mitarbeiter kann tageweise im Homeoffice arbeiten. „Wir achten aber darauf, dass die Mitarbeiter auch als Team zusammenkommen.“ So solle die Identifikation mit der Marke gestärkt werden.

Ausgefallen ist der Markt in Russland durch den Ukrainekrieg, in China produziert ODU vor allem für den chinesischen Markt. Nach Angaben von Vertriebschef Giba gehen 50 Prozent der Stecker, die dort hergestellt werden, an chinesische Kunden. „Darauf werden wir uns stärker fokussieren“, sagt Giba.

Umsatz in Mühldorf verdoppeln

Nach der starken Bautätigkeit in Mühldorf reicht der Platz am Standort jetzt, um den Umsatz zu verdoppeln. Wie lange das dauern wird, wollten die Geschäftsführer nicht prognostizieren. Aber auch danach gibt es laut Geschäftsführungssprecher Woelfl Erweiterungsmöglichkeiten, wenn ältere Gebäude aus den 1980er Jahren abgerissen und höher neu gebaut werden dürften. Nach Angaben von Standortleiter Markus Rannetsberger ist ausreichend Luft in jeder Abteilung, um mehr Mitarbeiter unterzubringen. Die Erweiterung hat ODU 24 Millionen Euro gekostet, die Bauarbeiten zusammen mit dem Mühldorfer Bauherrencenter als Generalunternehmer liegen im Zeitplan. Auf den Dächern installiert ODU wie auch auf den übrigen Gebäuden PV-Anlagen.

Beim Rundgang durch den Neubau: Standortleiter Markus Rannetsberger (Zweiter von rechts) und die ODU-Geschäftsleitung sind überzeugt, dass die Zukunft des Unternehmens auf Jahre in Mühldorf gesichert ist: Dr. Josef Leitner, Denis Giba und Dr. Kurt Woelfl im Labor, das bereits seine Arbeit aufgenommen hat.

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