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Kirche frisch renoviert

Heimatforscher schreiben Führer für Mühldorfer Katharinenkirche: Das kann man dort entdecken

Präsentieren stolz den von ihnen verfassten Kirchenführer für die Katharinenkirche: Ludwig Waldmann (links) und Meinrad Schroll vom Förderverein Katharinenkirche e. V.
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Präsentieren stolz den von ihnen verfassten Kirchenführer für die Katharinenkirche: Ludwig Waldmann (links) und Meinrad Schroll vom Förderverein Katharinenkirche e. V.

Sie ist noch nicht lange wieder offen: die frisch renovierte Katharinenkirche in Mühldorf. Wer das Kirchlein und die Kunstschätze darin erkunden will, bekommt jetzt professionell gestaltete Hilfe.

Mühldorf – Was 2013 bei einem Cappuccino in einem Eiscafé am Stadtplatz begann, liegt jetzt in einem handlichen Büchlein gedruckt vor: „Die Nebenkirche St. Katharina in Mühldorf am Inn“ heißt es. Verfasst wurde es von Meinrad Schroll und Ludwig Waldmann.

Viele Jahre geforscht und geschrieben

Zwischen dem Treffen im Eiscafé und der Drucklegung des Büchleins liegen Jahre, in denen die Katharinenkirche auch auf Betreiben des eigens für die Kirche gegründeten Fördervereins umfassend saniert und renoviert wurde. Schroll und Waldmann haben viel geforscht und herausgefunden und nun ihr gesammeltes Wissen in ihrem Kirchenführer zusammengefasst und verständlich aufbereitet.

Festschrift nach Ende der Baumaßnahmen

Nicht wenige Mühldorfer, denen die Sanierung von St. Katharina am Herzen lag, haben sich bereits die Festschrift zugelegt, die zum Ende der umfassenden Baumaßnahmen von den beiden Hobby-Heimatkundlern zusammengestellt worden war und die auch, darauf sind beide heute noch ein wenig stolz, sogar von Experten als „kleines Meisterwerk“ bezeichnet worden war. Und so ist es fast schon eine Untertreibung, von einem „Hobby“ zu sprechen, wenn es um die ehrenamtliche Arbeit der beiden Verfasser geht.

Meinrad Schroll, bis zur Pensionierung tätiger Technik-Experte bei der Telekom, und Ludwig Waldmann, bis zum Ruhestand als Chemiker tätig, gehen mit Leidenschaft und mit Fachwissen ihre historischen Studien an: Meinrad Schroll ist heute gefragter Heimatkundler.

Forscher haben sich lange mit der Kirche befasst

Er macht Führungen und hält Vorträge. Ludwig Waldmann fing im Ruhestand noch einmal an zu studieren: Kunstgeschichte und Archäologie standen auf dem Stundenplan des Seniorenstudiums. Mit seinem Fachwissen ist er zum Experten nicht nur für St. Katharina geworden.

Die Expertise der beiden Heimatkundler findet sich wieder in dem ansehnlich gestalteten Führer, der umfangreich bebildert ist. Vor allem die Detailaufnahmen können überzeugen, denn sie machen es leichter, beim Rundgang durch St. Katharina auch auf die Feinheiten zu achten und sich so Stück für Stück ein Gesamtbild zu verschaffen.

Katharina gehört zu den Nothelfern

St. Katharina ist einer bekanntesten Heiligen gewidmet. Katharina, die der Legende zufolge einen grausamen Märtyrertod gestorben ist, gehört zu den 14 Nothelfern. Sie soll die schöne Tochter des heidnischen Königs Costus und dessen Frau Sabinella aus Zypern gewesen sein, die um 300 n. Chr. im ägyptischen Alexandrien lebte und von einem Eremiten zum Glauben geführt wurde.

Mischung aus Gotik und Romanik

Wegen ihrer Treue zum christlichen Glauben wurde sie „gerädert“. Das Rad als Folterwerkzeug ist noch heute das Zeichen von Katharina, es ist auch auf dem großen Altarbild der Kirche zu sehen. Es ist die Mischung aus gotischem und romanischem Baustil, von der die schlichte Schönheit der im frühen 13. Jahrhundert errichteten Kirche geprägt ist. Es ist ein Verdienst des neuen Kirchenführers, dass diese Zusammenhänge gut erklärt und chronologisch aufgelistet werden.

Das kleine Büchlein ist ein zuverlässiger Begleiter für alle, die den nach der Renovierung so gelungen dastehenden Kirchenbau besichtigen wollen. Er bietet auch die Möglichkeit einer Entdeckungsreise, selbst wenn man die Kirche schon kennt.„Wir haben alles zusammengetragen, was man wissen sollte über diese Kirche, die so lange unterschätzt wurde und die doch eigentlich ein kirchliches und historisches Schatzkästlein sind“, erklären die beiden Autoren.

Eine der 14 Nothelfer

Das Ziel, den Leserinnen und Lesern die Kirche St. Katharina näherzubringen, haben sie auf jeden Fall erreicht. „Die Nebenkirche St. Katharina Mühldorf am Inn“ ist erhältlich in der Kirche und im örtlichen Buchhandel.

krb

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